05.05.2018  REWE Final Four

REWE Final Four: Löwen stürmen ins Finale

Die Rhein-Neckar Löwen überrollen den SC Magdeburg im Halbfinale des REWE Final Four 2018 und besiegen ihren Halbfinal-Fluch in beeindruckender Art und Weise. Ein Schwede zieht den Magdeburgern bereits in der ersten Hälfte den Zahn. Im Finale wartet nun der Gewinner des zweiten Halbfinals zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und der HSG Wetzlar.

Absolute Gänsehaut - und das schon knapp eine Stunde vor Spielbeginn. Die Fans des SC Magdeburg und der Rhein-Neckar Löwen gaben bereits beim Einlauf der beiden Teams zum Warmmachen (!) einen ersten Eindruck, auf was man sich in der Barclaycard Arena in Hamburg einstellen durfte. Und als dann die Aufstellungen verkündet wurden, bebte die Arena endgültig. So standen die Spieler auf dem Parkett von Sekunde 1 an unter Starkstrom. Während Mads Mensah Larsen im ersten Angriff der Löwen an einem Block von Zeljko Musa scheiterte, netzte sein dänischer Landsmann Mads Christiansen im Gegenzug trocken zum 1:0 für seinen SCM ein. Doch die Löwen eroberten sich in der Folge dank einer sehr beweglichen Abwehr viele Bälle, die sie zu einfachen Toren ummünzen konnten. So traf Andy Schmid aus der zweiten Welle in der 7. Minute bereits zum 5:1 aus Sicht seiner Löwen.

Diesen Vorsprung verteidigten sie zunächst - auch weil sie es schafften, das schnelle Spiel der Magdeburger durch eine tadellose Rückzugsbewegung stets im Griff zu behalten. Lebensversicherung in dieser Phase war vor allem Robert Weber, der beim 7:11 bereits zum vierten Mal erfolgreich war und vom 7-Meter-Strich wie gewohnt überhaupt gar keine Nerven zeigte. Doch seine Teamkollegen scheiterten zu oft an einem Mikael Appelgren in Galaform: Der Schwede wies zur Pause eine Quote gehaltener Bälle von knapp 53% auf und war der entscheidende Faktor des Spiels. Die Löwen gingen so mit einer überraschend deutlichen 16:10-Führung in die Kabine. Hoffnung gab den Magdeburgern allerdings eine 2-Minuten-Strafe gegen Andy Schmid und ein einfaches Tor vom unermüdlichen Christian O'Sullivan kurz vor der Halbzeit.

Sinnbildlich für das Spiel waren die ersten Aktionen der zweiten Hälfte. Der SC Magdeburg erkämpfte sich mit viel Mühe ein Tor durch Motivationsmaschine Matthias Musche, die Anhänger des SCM feierten - doch quasi in den Jubel fiel bereits der Gegentreffer. Dass sich die Magdeburger trotz zahlreicher solcher Nackenschläge nie aufgaben, ist ihnen zwar extrem hoch anzurechnen, doch die Rhein-Neckar Löwen waren an diesem Tag nicht zu besiegen. Als Alexander Petersson in der 40. Minute bereits die 22:13-Führung für seine Löwen warf, war selbst der Magdeburger Anhang eine kurze Zeit still. Und egal, was die Magdeburger in der Folge versuchten, die Löwen waren zu abgezockt und hatten im Zweifel auch das Quäntchen Glück, das ihnen in den letzten Jahren vielleicht etwas gefehlt hat. Über ein 26:19 in der 49. Minute führten die Gelb-Blauen in der 55. Minute mit 30:20 und feierten bereits Minuten vor Spielende den Finaleinzug. Die Rhein-Neckar Löwen besiegen damit ihren Halbfinal-Fluch und erwarten am Sonntag um 15:15 Uhr den Gewinner des zweiten Halbfinals zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und der HSG Wetzlar zum großen Showdown.

Der Matchwinner

Die Rhein-Neckar Löwen bezwangen den SC Magdeburg in der ersten Hälfte - und das lag vor allem an Mikael Appelgren. Der Schwede zog den Magdeburger Angreifern ein ums andere Mal den Zahn und sorgte dafür, dass der SCM schon in der ersten Hälfte phasenweise die Köpfe hängen ließ. Dabei konnte sich Appelgren auf eine tadellose Abwehrarbeit seiner Vordermänner verlassen. Doch neben den "Pflichtaufgaben" hielt er eben auch zahlreiche freie Würfe - eine Quote von zwischenzeitlich 60% spricht dabei wohl Bände. Am Ende weist der Löwe 16 Paraden und eine Quote von 42,11% auf. Für uns ganz klar eine Weltklasse-Performance!

Das Spiel in Zahlen

  SC Magdeburg Rhein-Neckar Löwen
Tore:  24 31
Trefferquote: 45,28%  70,45% 
Quote gehaltener Bälle: 12,00%  43,24% 
Bester Werfer:

 Robert Weber (12)

Alexander Petersson (6) 

 

Foto: Klahn

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