07.04.2017  REWE Final Four

Singende Russen, Säbelrasseln, Siegesfeiern: Dominik Kleins Top5 Final Four-Momente

Kaum ein Spieler hat öfters an der Endrunde um den DHB-Pokal teilgenommen als Dominik Klein. Nicht nur seine sechs Pokalsiege mit dem THW Kiel hat "Mini" noch in guter Erinnerung, sondern auch viele weitere unvergessliche Momente. Was das REWE Final Four so besonders macht? Dominik Klein verrät es euch!

5. Das erste Mal beim Final Four

Die erste Erfahrung, die ich mit dem Final Four gemacht habe, war tatsächlich ein Jahr bevor ich vom TV Großwallstadt zum THW Kiel gewechselt bin. 2006 wurde ich von den Verantwortlichen des THW in die Sponsorenloge eingeladen und habe mich sofort richtig wohl gefühlt. Dieses Gefühl, in so einer großen Halle zu stehen, in der alle Vereine und Fans so unglaublich mitfiebern, werde ich nie vergessen. Das war eine ganz besondere Erfahrung. Leider hat es 2006 für den THW Kiel nicht zum Titel gereicht, damals war schon im Halbfinale gegen die SG Kronau/Östringen Schluss. Ich erinnere mich aber noch sehr gut an das tolle Gefühl, wie mich die Verantwortlichen des THW Kiel aufgenommen haben und gesagt haben: "Wenn du im nächsten Jahr dabei bist, dann holen wir das Ding." Da hat sich natürlich gleich eine große Vorfreude in mir aufgebaut, diese Atmosphäre auch als Spieler erleben zu dürfen.

4. Die Atmosphäre: Wenn man die Fan-Ecke spürt

In meinem ersten Jahr beim THW Kiel durfte ich dann auch gleich erleben, was es als Spieler bedeutet, unten in dieser Halle zu stehen und seine Fan-Ecke zu spüren. Diese Atmosphäre, die man als Spieler und als Fan erleben darf, macht für mich das REWE Final Four zu diesem unvergleichlichen Event. Wenn man als Spieler in diese Ecke schaut, der man zujubeln kann und die einen ständig nach vorne treibt, das ist wirklich etwas ganz Besonderes. Das hat man bei einem Bundesligaspiel sonst so nicht. Ich denke immer noch gerne an diese schwarz-weiße Kiel-Ecke zurück und das beeindruckende Farbenspiel in der Halle. Jede Ecke hat ihre eigenen Vereinsfarben und das macht für mich das Besondere beim Final Four in Hamburg aus.

3. Die legendären Pokalfeiern: Fliegende Blumen, Tanzen auf den Tischen und singende Russen

Zu einem Pokalsieg gehört natürlich auch immer eine Pokalfeier. Und die waren bei uns echt immer legendär. Wir haben immer im kleinen Kreis bei unserem Stammitaliener in Kiel gefeiert. Teilweise wurde das Lokal regelrecht auseinandergenommen. Da flogen auch schon mal Blumen und es wurde auf den Tischen getanzt. An die Pokalfeier 2007 erinnere ich mich auch noch sehr gut - nicht nur weil es mein erster Pokalsieg mit dem THW Kiel war. Die Strecke von Hamburg nach Kiel ist ja relativ kurz und so haben wir auf der Rückfahrt nach dem Pokalsieg durchgehend gesungen. Jeder war einmal an der Reihe ein Lied zu singen. Und dann war Andrei Xepkin dran, der gerade einmal zwei Wochen davor aufgrund einer Verletzung von Marcus Ahlm nachverpflichtet wurde. Da steht er in der letzten Reihe auf - und man muss sich das einmal vorstellen, Xepkin, 2,05m, ein absoluter Riese – und singt er die russische Nationalhymne mit einem Vaterlandsstolz, wie ich es noch nie gesehen oder gehört habe. Brust raus, Hand aufs Herz und singt die russische Hymne. Das war wirklich sensationell!

2. Als Erster die Hand am neuen Pokal

Ein weiteres Highlight war der neue Pokal. Am Abend vor dem Halbfinale, findet immer das Mannschaftsessen statt, mit den Teampräsentationen und verschiedenen Reden. 2011 war es noch etwas spezieller als sonst, da an diesem Abend der neue Pokal vorgestellt wurde. Komplett neu designed und wirklich gelungen. Für uns war es eine große Motivation, diesen neuen Pott als Erster gewinnen und in die Höhe stemmen zu können. So oft kommt sowas ja nicht vor. Fantastisch, dass es dann auch direkt mit dem Sieg im Finale gegen die SG Flensburg-Handewitt geklappt hat. Das kann außer uns keiner von sich behaupten.

1. Hamburger Champagner oder Bier?

Das letzte Ereignis, das ich noch sehr gut in Erinnerung habe, war der Pokalsieg 2008 gegen Hamburg. Der damalige Präsident des HSV Hamburg hatte sich schon vor dem Finale siegessicher die großen Magnumflaschen Champagner kaltstellen lassen. Wer den damaligen HSV-Präsidenten kennt, der kann sich vorstellen, was in diesem Fall groß bedeutet. Ich habe selten so eine gigantische Magnumflasche gesehen! Nachdem wir das Finale gewonnen hatten und in der Kabine saßen, kam der damalige HSV-Präsident in die Kabine, hat uns allen zum Sieg gratuliert und dann unseren Kapitän Stefan Lövgren gefragt: „Champagner oder Bier?" Lövgren meinte dann nur, dass man als Sieger natürlich Champagner trinke. Keine fünf Minuten später kam er mit einer kaltgestellten Magnumflasche Champagner zurück. Ich weiß nicht wie viel Liter da reingegangen sind, aber das war sicher das größte, was man an Champagner so kaufen konnte. Wir haben den Champagner dann mit nach Kiel zu unserem Italiener genommen, der die Flasche feierlich mit einem Säbel geöffnet hat. Von der Flasche konnten wir den ganzen Abend trinken, inklusive Partner und Sponsoren. Einfach unvergesslich!

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