12.06.2018  DKB Handball-Bundesliga

Spieler der Saison 2017/18: Die Kandidaten - presented by LeoVegas Sport

Die Entscheidungen im Kampf an der Tabellenspitze und im Tabellenkeller sind gefallen, die Saison ist zu Ende. Eine spannende Entscheidung ist allerdings weiterhin noch offen - und zwar die Frage nach dem "Spieler der Saison 2017/18". Diese acht Profis aus der DKB Handball-Bundesliga, die während der abgelaufenen Saison zum "Spieler des Monats" gekürt worden sind, stehen zur Wahl.

Kai Häfner (TSV Hannover-Burgdorf)

Die TSV Hannover-Burgdorf hat in der abgelaufenen Saison für viel Furore gesorgt. Neuer Punkterekord, die erste Teilnahme des Vereins am REWE Final Four, lange Zeit Tabellenführer - es lässt sich mit Fug und Recht behaupten, dass die Saison bei den Recken in die Vereinsannalen eingehen wird. Großen Anteil daran hat auch der "Spieler des Monats September", Kai Häfner. Der Kapitän übernahm Verantwortung und führte seine Mannschaft in die Spitzengruppe der DKB Handball-Bundesliga. In seiner elften Saison in der DKB HBL zählt Häfner zu den besten Spielern auf seiner Position.

Häfners Jahr in Zahlen:

Spiele: 34
Tore: 163
Tore pro Spiel: 4,8
Assists: 54
Wurfquote: 55%

Häfners Sternstunde

Keine Frage: Häfners Auftritt beim 31:29-Auswärtssieg gegen den THW Kiel war ganz großes Tennis. Mit elf Toren und drei Assists nahm der Linkshänder die Abwehr des Rekordmeisters regelrecht auseinander, leistete sich nur drei Fehlversuche. Spätestens das Spiel gegen die Zebras hat bewiesen: Häfner gehört zur Weltspitze im rechten Rückraum.

Andy Schmid (Rhein-Neckar Löwen)

Über die Qualität von Andy Schmid lässt sich nicht streiten. Auch in diesem Jahr dominierte der Schweizer Spielmacher seine Gegner und führte als Kapitän die Rhein-Neckar Löwen beim REWE Final Four zum ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Fünf Mal in Folge MVP der stärksten Liga der Welt (2013/14, 2014/15, 2015/16, 2016/17, 2017/18) ist Andy Schmid schon. Doch der Schweizer wird von Jahr zu Jahr immer noch besser. Noch nie warf der "Spieler des Monats Oktober" in einer Saison mehr Tore als in dieser. Und auch Assist-Rangliste der DKB Handball-Bundesliga führt der 34-Jährige unangefochten an.

Schmids Jahr in Zahlen:

Spiele: 32
Tore: 189
Tore pro Spiel: 5,9
Wurfquote: 53%
Assists: 138

Schmids Sternstunde:

Dass Schmid und seine Rhein-Neckar Löwen nach zwei Meistertiteln in Folge mit so viel Selbstvertrauen wie noch nie auftreten, stellten sie gleich Anfang des Monats unter Beweis. Beim Gastspiel des THW Kiel in der SAP Arena ließen die Mannheimer dem Rekordmeister nie eine echte Siegchance. Hauptverantwortlich für den 30:28-Heimerfolg: MVP Schmid mit neun eigenen Treffern aus dem Feld und weiteren neun Assists. Wenn es hart auf hart kommt, wächst der 34-Jährige sogar noch einmal über sich hinaus.

Moritz Preuss (VfL Gummersbach)

Der VfL Gummersbach hat es wieder einmal geschafft, den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte abzuwenden - und Moritz Preuss war maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt. Das wohl größte deutsche Kreisläufer-Talent feiert in seiner vierten Profi-Saison den absoluten Durchbruch, bringt seine PS für den VfL Woche für Woche auf die Platte. Hat er erst einmal den Ball, ist der 22-Jährige dank seiner enormen Explosivität von keiner Abwehr mehr zu stoppen. Aber Preuss ist nicht nur ein verlässlicher Torjäger und spielte auch die bisher beste Saison seiner Karriere, er ist auch Teamplayer durch und durch. Im Angriff schafft er durch sein gutes Gespür für Situationen Räume für seine Mitspieler, in der Deckung geht er keinen Zweikämpfen aus dem Weg.

Preuss' Jahr in Zahlen:

Spiele: 34
Tore: 118
Tore pro Spiel: 3,47
Blocks: 10
Wurfquote: 83%

Preuss' Sternstunde

Alt-Meister gegen Rekordmeister - und der VfL drehte die Zeit am 15. Spieltag tatsächlich nochmal zurück. Das Besondere: Der THW Kiel hatte im Duell der 32 Meistertitel nie eine Siegchance, Gummersbach dominierte von Beginn an und ließ keine Sekunde nach. Genau wie Preuss am Kreis. Acht Mal konnte er sich den nötigen Raum für einen Torabschluss am Kreis der Kieler erschleichen, sechs Mal überwand er Europameister Andreas Wolff. Angst vor großen Namen? Kennt Preuss nicht.

Casper Mortensen (TSV Hannover-Burgdorf)

Die TSV Hannover-Burgdorf hat sich nach dieser Rekordsaison in der Spitzengruppe der DKB Handball-Bundesliga festgesetzt. Für die dafür nötigen Tore sorgte bei den Recken vor allem einer: Linksaußen Casper Mortensen. Mit 230 Treffern wurde Mortensen, "Spieler des Monats Dezember", Torschützenkönig der DKB HBL. Der Däne war in der abgelaufenen Saison das Maß aller Dinge in der stärksten Liga der Welt, was Schnelligkeit, Spielwitz und Torgefahr betrifft.

Mortensens Jahr in Zahlen:

Spiele: 34
Tore: 230
Tore pro Spiel: 6,76
Steals: 19
Wurfquote: 74%

Mortensens Sternstunde:

Wenn man ehrlich ist, ist jedes Spiel des dänischen Goalgetters ein Genuss. Da wäre zum Beispiel die 13-Tore-Gala gegen Hüttenberg. Gegen den TBV Lemgo lieferte Mortensen aber sein Meisterstück ab. Der Meister von 1997 und 2003 verlangte den Recken alles ab, lag zur Halbzeit sogar mit 13:11 in Führung. Doch dann kam der eiskalte Däne: sechs verwandelte Strafwürfe, drei Tore aus dem Feld, zwei Steals und kein einziger Fehlwurf. Mortensen drehte auf - und Hannover das Spiel (27:25).

Julius Kühn (MT Melsungen)

In der Schlussphase der Saison zeigte die Formkurve der MT Melsungen nicht nur steil nach oben, die Nordhessen explodierten regelrecht und wurden damit geradezu zum Meister-Schreck: Sowohl die Rhein-Neckar Löwen, als auch die Füchse Berlin bekamen die Wucht der Melsunger zu spüren und verspielten damit ihre guten Ausgangssituationen im Titelrennen. Vor allem Nationalspieler und "Spieler des Monats Februar" Julius Kühn ließ für die MT wieder einmal die Maschen glühen. Der 25-Jährige ist der wohl dominanteste Rückraumspieler der gesamten Liga.

Kühns Jahr in Zahlen:

Spiele: 33
Tore: 224
Tore pro Spiel: 6,79
Assists: 92
Wurfquote: 61%

Kühns Sternstunde:

Das perfekte Spiel eines Rückraumspielers? Kühns Auftritt gegen Flensburg. Zwar verlor die MT das Spitzenspiel bei der SG, der 24-Jährige lieferte trotzdem ein Match für die Geschichtsbücher ab. Der "Bad Boy" traf jeden seiner elf Abschlüsse, legte dazu noch vier Tore auf. 15 Scorerpunkte, perfekte Abschlussquote - eine bessere individuelle Leistung geht nicht.

Matthias Musche (SC Magdeburg

Platz Vier - der SC Magdeburg hat in der Rückrunde einmal mehr richtig aufgedreht und konnte sich in der heißen Schlussphase der Saison einen Platz im europäischen Geschäft sichern. Ein wichtiger Garant des Magdeburger Erfolgs in der abgelaufenen Saison war ein echter Magdeburger Jung - "Spieler des Monats März" Matthias Musche. Mit 138 Treffern traf der Links Außen so oft wie noch nie zuvor im Laufe einer Saison. Der Publikumsliebling und emotionale Leader der Magdeburger wird immer konstanter.

Musches Jahr in Zahlen:

Spiele: 32
Tore: 138
Tore pro Spiel: 4,31
Steals: 12
Wurfquote: 74%

Musches Sternstunde

Im März muss man gleich zwei Spiele des Linksaußen hervorheben: Am 24. Spieltag gegen den THW Kiel (31:26) und am 26. Spieltag gegen die SG Flensburg-Handewitt (29:23). Beide Spitzenspiele gewann der SCM in eigener Halle in beeindruckender Manier, beide Mal wuchs Musche über sich hinaus. Dem THW schenkte er sieben Tore ein, gegen die SG traf er sogar noch einmal mehr und erzielte im Zusammenspiel mit Robert Weber einen Treffer der Marke "Tor des Jahres" - und das alles bei zusammengenommen gerade einmal drei Fehlwürfen in beiden Spielen. 

Michael Damgaard (SC Magdeburg)

In der Rückrunde lief es einfach beim SC Magdeburg. Vor allem im April lief der SCM-Motor auf Hochtouren. Auch wegen Michael Damgaard, dem "Spieler des Monats April". Zehn Tore pro Spiel im April? Der dänische Olympiasieger war on fire! Damgaard feuerte aus allen Lagen und ließ die Maschen so richtig glühen. Das Magdeburger Angriffsspiel lief in der Rückrunde einfach wie aus einem Guss - und Damgaard war der zentrale Baustein. Er brachte Tempo und Durchsetzungskraft ins Spiel und schloss dann auch noch krachend ab.

Damgaards Jahr in Zahlen:

Spiele: 32
Tore: 171
Tore pro Spiel: 5,34
Assists: 57
Wurfquote: 55%

Damgaards Sternstunde

Am 30. Spieltag schoss der SCM die TSV Hannover-Burgdorf im Spitzenspiel der DKB Handball-Bundesliga nur so aus der Halle. Das 31:22 war ein echtes Ausrufezeichen im Kampf um die Europapokalplätze. Mit elf Feldtoren abolsuter Top-Torschütze seines Teams: Michael Damgaard. Fast alle drei Minuten nahm sich der Däne einen Abschluss (insgesamt 18 Würfe). 

Tobias Karlsson (SG Flensburg-Handewitt)

Nach der Meisterschaft folgte für die SG Flensburg-Handewitt auch noch das Sahnehäubchen bei der Wahl zum "Spieler des Monats Mai". Träger des Preises: Abwehrchef Tobias Karlsson. Er hielt in der abgelaufenen Saison die Defensive der SG zusammen, koordinierte das Zusammenspiel mit den Torhütern Mattias Andersson und Kevin Möller. Der Schwede setzt seit Jahren Maßstäbe im Abwehrspiel.

Karlssons Jahr in Zahlen:

Spiele: 33
Assists: 6
Steals: 5
Blocks: 59

Karlssons Sternstunde:

Karlssons Leistung lässt sich kaum an einem Spiel fest machen. Woche für Woche ackert der Schwede im Flensburger Mittelblock, dirigiert und packt selbst zu. An ihm ist für kaum einen Angreifer in der DKB HBL ein Vorbeikommen.

11.06.2018 -

Die Wahl zum Spieler der Saison - die Regeln

In dieser Saison haben die Fans der DKB Handball-Bundesliga zum ersten Mal die Chance, für den "Spieler der Saison" abzustimmen. Dieser wird für seine außergewöhnliche Leistungen auf dem Parkett in der vergangenen Spielrunde geehrt. Eigens dafür werden alle Preisträger des "Spieler des Monats"-Awards der vergangenen Saison für die finale Abstimmung nominiert. Die Wahl ergibt sich aus der Meinung eines Experten-Komitees sowie dem Ergebnis des Fan-Votings.

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