23.01.2017  Handball Weltmeisterschaft

WM 2017: Das große Viertelfinal-Power-Ranking

Wir haben uns die letzten acht Teams des WM-Turniers mal etwas genauer angeschaut. Wo landet der Gastgeber und wie sehen wir die Überraschungs-Teams aus Katar und Ungarn? Lest selbst!

PLATZ 8 - Ungarn: Die Ungarn sorgten zwar für die bislang wohl größte Überraschung des Turniers, als sie im Achtelfinale Olympiasieger und Gold-Favorit Dänemark mit  27:25 aus dem WM-Rennen nahmen. Zuvor hatte das Team um Superstar Laszlo Nagy spielerisch aber nicht wirklich überzeugt. Gegen Norwegen bräuchte es am Dienstag schon einen nächsten Mega-Coup, damit das ungarische WM-Märchen weiter gehen würde.

 

PLATZ 7 - Kroatien: Die Kroaten kassierten in der Gruppenphase gegen Deutschland eine empfindliche 21:28-Niederlage, mussten sich deswegen mit dem zweiten Platz in der Vorrunde zufrieden geben. Auch gegen Chile, Saudi-Arabien, Weißrussland und Ungarn hatte das Team um den Kieler Domagoj Duvnjak nie ausnahmslos überzeugt – und diese durchwachsene Leistung setzte sich auch im Achtelfinale fort, in dem sich die Kroaten äußerst schwer gegen Ägypten taten.

 

PLATZ 6 - Katar: Mit ihrer körperlichen Spielweise entnervte der Vize-Weltmeister im Achtelfinale die deutsche Nationalmannschaft und sorgte dafür, dass der WM-Traum der Bad Boys viel früher platzte, als sich das alle erhofft hatten. Die Kataris, die im Gegensatz zur Heim-WM 2015 eher an Qualität verloren haben, dominierten die Partie aber keineswegs. Das DHB-Team schlug sich durch viele technische Fehler vielmehr selbst.

 

PLATZ 5, Slowenien: Die Slowenen sind die wohl quirligste Mannschaft im Turnier. Im Rückraum wirbeln die beweglichen Miha Zarabec, Marko Bezjak, Vid Kavtičnik und Jure Dolenec jede noch so massive Abwehrreihe durcheinander. Und die slowenischen Außenspieler sind eiskalt vor dem Tor. Das Gefüge in der Mannschaft von Trainerfuchs Veselin Vujović stimmt – es könnte die Zeit für Sloweniens erste Medaille seit der Heim-EM 2004 gekommen sein.

 

PLATZ 4 - Schweden: Die schwedische Offensive ist das Nonplusultra im bisherigen Turnierverlauf. Kapitän Niclas Ekberg und Co. erzielten in der Gruppenphase die meisten Tore aller WM-Teilnehmer und im Achtelfinale ging das schwedische Schützenfest weiter. Die Skandinavier schossen Weißrussland mit 41:22 regelrecht aus der Halle.

 

PLATZ 3 - Spanien: Die Spanier werfen bei dieser WM all ihre Erfahrung in die Waagschale. Durch die Gruppenphase spazierten die Iberer, auch im Topspiel gegen Slowenien ließen Gedeon Guardiola und Co. beim 36:26 überhaupt nichts anbrennen. Im Achtelfinale leisteten sich die Spanier gegen Brasilien zwar eine erste Schwäche, wurden anders als die deutsche Mannschaft dafür aber nicht bestraft.

 

PLATZ 2 - Norwegen: Die Norweger sind das dynamischste Team der WM. Der 21-jährige Spielmacher Sander Sagosen zieht die Fäden wie ein ganz Großer, seine Nebenleute brennen unter seiner Regie ein Feuerwerk nach dem nächsten ab. In furioser Manier verdienten sich die Norweger beim 36:26 im Achtelfinale gegen Mazedonien ihre erste Viertelfinal-Teilnahme bei einer WM. Und der norwegische Weg soll noch lange nicht zu Ende sein.

 

PLATZ 1 - Frankreich: Die Franzosen dominieren ihr Heim-Turnier seit dem Auftaktspiel. Gegen Norwegen und Polen zeigten die Gastgeber ihre Kämpferqualitäten, die übrigen Spiele nutzten sie für Handball-Galas. Im Achtelfinale hatte Island nie wirkliche eine Chance. Sollten Nikola Karabatic und Co. auch die starken Schweden im Viertelfinale schlagen können, ist die Goldmedaille im eigenen Land schon zum Greifen nahe.

 

Foto: Klahn

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