News DKB Handball-Bundesliga
Arnor Atlason: „Wir sind sehr gut angekommen"
14.09.2012 - Wie alle anderen bei der SG Flensburg-Handewitt freute sich Arnor Atlason nicht über das Unentschieden in Hamburg. Ein Sieg war das Ziel gewesen. In den Katakomben der O2 World nahm sich der 28-jährige Isländer, der erst vor zwei Wochen von AG Kopenhagen zur SG gewechselt war, Zeit für ein kurzes Interview.
Eine erste Frage: Wo hast du so gut Deutsch gelernt?
Arnor Atlason: Von 2004 bis 2006 habe ich beim SC Magdeburg gespielt. Aus dieser Zeit habe ich noch deutsche Freunde, mit denen ich regelmäßig spreche.
Seit dem Konkurs von AG Kopenhagen, der während der Olympischen Spiele bekannt wurde, bis zur Unterschrift bei der SG warst du vereinslos. Das klingt nach einer nicht einfachen Zeit.
Arnor Atlason: Das war in der Tat eine schwere Phase. Die zwei Jahre bei AG Kopenhagen hatten viel Spaß gebracht, dort hatten wir Handballer gute Bedingungen vorgefunden. Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas passieren könnte. Das war wie ein Schlag vor den Kopf. In der Zeit der Ungewissheit habe ich mit einigen anderen Spielern, die auch keinen neuen Verein hatten, gemeinsam in Kopenhagen trainiert.
Wie waren die ersten zwei Wochen in Flensburg?
Arnor Atlason: Zunächst war es auch in Flensburg stressig. Meine Tochter wurde geboren. Der Verein hat aber wirklich alles unternommen, damit ich mich auf den Handball konzentrieren kann. Meine Familie und ich sind sehr gut angekommen, ich fühle mich wohl in meiner neuen Mannschaft.
Decken sich die ersten Eindrücke mit dem, was du zuvor von der SG gehört hattest?
Arnor Atlason: Ich war ja sechs Jahre lang in Dänemark. Dort wird viel über die SG gesprochen – nicht nur weil hier fünf dänische Nationalspieler spielen. Bei der SG existiert wirklich ein Super-Umfeld.
Gegen HBW Balingen-Weilstetten hast du zum ersten Mal die Campushalle hautnah erlebt. Wie war es?
Arnor Atlason: Ich war etwas müde, da meine Tochter in der Nacht zuvor zur Welt gekommen war. In Flensburg gibt es eine Super-Halle – das habe ich trotzdem sofort gemerkt.
Mit Ljubomir Vranjes hast du nun einen neuen Trainer. Gab es in den letzten zwei Wochen Überraschungen?
Arnor Atlason: Bislang habe ich Ljubomir Vranjes als einen Trainer kennengelernt, der eine intensive Vorbereitung betreibt und konsequent ist. Das ganze Team ist sehr engagiert beim Training dabei.
Mit Kopenhagen warst du im Mai beim VELUX EHF Final Four. Träumst du davon, im nächsten Frühjahr wieder nach Köln zu fahren, und zwar mit der SG?
Arnor Atlason: Wenn man einmal dabei war, möchte man immer wieder dahin zurück. Aber es ist ein sehr langer Weg. Mit Kopenhagen mussten wir immerhin Barcelona ausschalten. Nun müssen wir uns erst einmal auf die Gruppenphase konzentrieren.
Mit Montpellier HB, Ademar Leon und Partizan Belgrad gibt es gleich drei Klubs, gegen die du in der letzten Gruppenphase mit AG Kopenhagen gespielt hast.
Arnor Atlason: Das ist ja interessant. Aber damit habe ich mich noch gar nicht beschäftigt. Für mich standen zunächst die Bundesliga-Spiele gegen Balingen und in Hamburg im Vordergrund.
Quelle: SG Flensburg-Handewitt
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erstellt am 14.09.2012
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