27.03.2018  2. Handball-Bundesliga

Aufstiegscheck: Wer folgt Ferndorf in die 2. Liga?

Der TuS Ferndorf ist wieder da! Die Siegerländer stürmen ungeschlagen zum Wiederaufstieg in die 2. Liga. Aber wer schnappt sich die übrigen drei Aufstiegsplätze? Das Aufstiegsrennen der 3. Liga im Check.

Regelwerk

Vier Mannschaften aus der 3. Liga steigen in die 2. Handball-Bundesliga (Saison 2018/19) auf. Die Staffelsieger haben einen direkten Aufstiegsplatz sicher, solange sie einen Antrag auf Aufstieg in die 2. Liga eingereicht haben. Nicht aufstiegsberechtigt sind grundsätzlich die Reservemannschaften von Erst- und Zweitligisten.

Verzichtet ein Staffelsieger auf den Aufstieg oder landet eine zweite Mannschaft auf dem ersten Rang, wird eine Relegation zwischen allen aufstiegswilligen Zweitplatzierten gespielt. Drittplatzierte sind grundsätzlich nicht aufstiegsberechtigt.

Die Relegation um den Aufstieg wird auf jeden Fall ausgetragen, damit es für den Fall, dass sich ein Aufsteiger zurückzieht, einen Nachrücker gibt. Eine "Dreier"-Relegation würde am 12./13. Mai, vom 19. bis 21. Mai sowie am 26./27. Mai gespielt. Nehmen nur zwei Mannschaften an der Relegation teil, finden Hin- und Rückspiel am 12./13. Mai 2018 sowie am 19. Mai statt.


 


Quelle: http://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-11-102265.html

Nordstaffel

Im Norden hat sich ein Spitzenduo abgesetzt: der Handball Sport Verein Hamburg (40:6 Punkte) an der Spitze und der TSV Altenholz (38:10) dahinter.

Für die Hamburger, trainiert von Weltmeister Torsten Jansen, setzte es im Kampf um die Meisterschaft zuletzt einen kleinen Dämpfer. Im Spitzenspiel gegen die drittplatzierten Mecklenburger Stiere musste sich die junge Mannschaft zu Hause mit 32:33 geschlagen geben.

Trotzdem: Die Euphorie in Hamburg ist wieder groß. Am 2. Weihnachtsfeiertag strömten 9.964 Zuschauer zum Spiel gegen den VfL Fredenbeck in die Hamburger Arena - Weltrekord für ein Drittligaspiel.

Zumal der HSV auch in der 3. Liga noch Glamour versprüht: Mit Stefan Schröder hilft ein Ex-Nationalspieler und absoluter Publikumsliebling auf dem Spielfeld aus. Auch Kevin Herbst blickt bereits auf Erstliga-Einsätze zurück. Ex-Erfolgstrainer Martin Schwalb ist dem Verein als Vizepräsident erhalten geblieben.

Und neben dem aktuellen Coach Jansen sitzt mit Blazenko Lackovic eine lebende Legende auf der Bank, die alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt: Olympia-Gold, WM-Gold, die Champions League, den EHF Cup, die deutsche Meisterschaft und dreimal den DHB-Pokal.

Während der HSV Hamburg auf den direkten Aufstieg zusteuert, ist aber auch der TSV Altenholz heiß auf die 2. Liga. Im Vorjahr hatte der TSV als Nord-Meister noch auf den Aufstieg verzichtet. Die frühere Institution im Profi-Handball, deren Trikot bereits Rune Dahmke, Sebastian Preiß oder Alexander Bommes trugen, muss aber wohl den Umweg über die Relegation einschlagen.

Weststaffel

Der Westdeutsche Meister ist bereits gefunden: Der TuS Ferndorf dominierte die Staffel nach Belieben, steht nach 25 Siegen in 25 Spielen bereits sportlich als Aufsteiger fest.

Damit stürmten die Kreuztaler nur so zum Wiederaufstieg, nachdem sie in der Vorsaison als Tabellen-18. der 2. Liga den Gang in die 3. Liga antreten hatten müssen. Mit einem 38:20-Kantersieg gegen die HSG Bergische Panther brachte die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht den Aufstieg schon fünf Spieltage vor Saisonende unter Dach und Fach.

Die besten Aussichten auf den zweiten Platz, der zur Relegation berechtigen würde, hat mit dem TSV Bayer Dormagen (40:10) eine Mannschaft, die sich im Profi-Handball ebenfalls bestens auskennt. Zuletzt spielte der Klub von 2008 bis 2011 in der DKB Handball-Bundesliga, von 2014 bis 2016 in der 2. Handball-Bundesliga.

Nach einem 4. Platz in der Vorsaison möchte der Klub, dessen Trikot bereits Weltstars wie Nicolaj Jacobsen, Kentin Mahe, Viktor Szilagyi oder Andreas Thiel trugen, im Notfall auch über die Ausscheidungsrunde, in der u.a. der TSV Altenholz warten könnte, zurück in die 2. Liga.

 

Oststaffel

Im Osten klopft ein weiterer namhafter Klub an die Tür zur 2. Handball-Bundesliga an. Bei sieben Punkten Vorsprung auf die nicht aufstiegsberechtigte Reserve des HC Erlangen (34:16) und zwölf Punkten Vorsprung auf die HSG Rodgau Nieder-Roden (29:21) ist dem ruhmreichen TV Großwallstadt (41:7) der sportliche Aufstieg kaum mehr zu nehmen.

Einer der Erfolgsgaranten der Unterfranken ist Ex-Nationalspieler Michael Spatz. Nach einem einjährigen Intermezzo beim TVB Stuttgart kehrte der 34-jährige Rechtsaußen 2016 zurück nach Großwallstadt, wo er bereits von 2007 bis 2015 aktiv war.

Die erfolgsverwöhnten TVG-Fans, die 2015 den Zwangsabstieg in die 3. Liga miterleben mussten, brennen geradezu auf die Rückkehr in den Profi-Handball: "In der Region ist bereits eine richtige Aufbruchstimmung zu spüren", sagte TVG-Geschäftsführer Walter Klug.

Quelle: http://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-11-102265.html

Südstaffel

Mit Abstand am ausgeglichensten geht es im Süden zu. Fast die halbe Staffel darf sich fünf Spieltage vor Saisonende noch Hoffnungen auf die ersten beiden Plätze machen, die Tabellenspitze und Platz sieben trennen gerade einmal vier Punkte.

Spitzenreiter SV Salamander Kornwestheim (33:17) hat bereits selbst verkündet, keinen Aufstiegsantrag eingereicht zu haben. Weil die dahinter platzierten Rhein-Neckar Löwen 2 (32:18) und HBW Balingen-Weilstetten 2 (31:19) als Reservemannschaften nicht aufstiegsberechtigt sind, besteht für die Verfolger weiterhin die Chance, doch noch den Sprung in die 2. Handball-Bundesliga zu schaffen.

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