21.04.2018  2. Handball-Bundesliga

Offensivfeuerwerk in Dessau: DRHV gewinnt 33:30 gegen Hildesheim

Am Samstagabend konnten sich die Hausherren aus Dessau mit einem 33:30-Sieg (19:14) gegen Hildesheim durchsetzen. Beste Schützen waren in der mit 1319 Zuschauern gut besuchten Anhalt-Arena Vincent Sohmann für Dessau (12 Treffer) und Savvas Savvas für Hildesheim (10). Die Eintracht bleibt weiterhin auf dem abstiegsbedrohten 19. Platz, Dessau auf Platz elf.

In diesem Spiel haben sich die aktuellen Ausfälle dann doch recht deutlich bemerkbar gemacht. Bei der 33:30-Niederlage beim Dessau-Roßlauer HV waren es insbesondere Defizite im Abwehrverhalten, die das direkte Nachlegen von Punkten nach dem Sieg gegen Dresden verhinderten. "Wir haben das ganze Spiel über nicht kompakt genug gestanden und mit 33 Gegentreffern viel zu viel zugelassen" sagte Trainer Gerald Oberbeck nach dem Spiel. Das Fehlen von Papadopoulos, Simon und Meiser wiegte für diese Partie dann doch zu schwer, zudem war Jacob Nelson noch erkrankt. Dennoch spielten die Hildesheimer bei eigenen Angriffen recht ordentlich, in den knappen Phasen schlichen sich aber wieder einige technische Fehler ein. Der negative Höhepunkt des Abends war eine Disziplinlosigkeit von Torjäger Savvas Savvas, der in der 48. Minute nach drei Zeitstrafen in kurzer Zeit disqualifiziert wurde. Der DRHV verschaffte sich nach vielen Niederlagen in den vergangenen Wochen wieder ein Erfolgserlebnis, Eintracht dagegen steht vor dem Sonntagsspiel gegen Hagen durch die Siege der Konkurrenz weiter unter Druck.

Eintracht kam ordentlich in die Partie und konnte in der Anfangsphase einen kleinen Vorsprung halten. Robin John, Nikot Tzoufras und Savvas Savvas trafen für die Hildesheimer, bei denen Paul Twarz zunächst wieder im Tor stand. Den 8:8-Ausgleichstreffer erzielte für Eintracht nach knapp 18. Minuten dann Dimitri Ignatow. Er bildete mit Fin Backs über weite Strecken das Duo auf den Flügeln und machte eine ordentliche Partie. Nach diesem Ausgleich allerdings kippte die Partie zugunsten der Dessauer, wobei Eintracht mit technischen Fehlern kräftig mithalf. Innerhalb von nur fünf Minuten zogen die Hausherren auf 14:9 davon und sorgten damit für ein deutliches Zeichen in der Partie. Ein Großteil der 1.319 Zuschauer in der Anhalt-Arena stand jetzt hinter dem Team und machte es den Hildesheimern schwer. Nachdem die Mannschaft schon mit 17:10 hinten lag, konnten bis zur Pause immerhin noch auf 19:14 verkürzt werden, sodass das Spiel letztlich noch nicht entschieden war.

Nötig wäre allerdings nach dem Seitenwechsel ein deutliches Zeichen gewesen, dass man das Spiel noch drehen kann. Das Team um Kapitän Robin John bemühte sich zwar, doch auch in einer Überzahlsituation ließen die Gastgeber Eintracht nicht näher als auf ein 23:19 herankommen. Stattdessen erhöhte der mit zwölf Treffern beste DRHV-Torschütze Vincent Sohmann in der 44. Minute auf 27:21. Anschließend folgte dann der endgültige Tiefschlaf für Eintracht. Savvas Savvas erzielte im nächsten Angriff ein Tor für Eintracht, beschwerte sich aber bei den Schiedsrichtern und kassierte eine Zeitstrafe. Nachdem er diese abgebrummt hatte, bekam er nach einer Abwehraktion in der 48. Spielminute erneut eine Zeitstrafe und war damit nicht einverstanden. Weil er sich erneut beschwerste, sah er gleich die nächste Zeitstrafe und wurde mit der roten Karte für den Rest des Spiels des Feldes verwiesen. Für seine Mannschaft bedeutete diese Aktion vier Minuten Unterzahl. Eintracht gelang es zwar noch, zum Endstand auf 33:30 zu verkürzen, mehr war allerdings an diesem Abend nicht mehr drin.

Quelle: Eintracht Hildesheim

Foto: Dessau-Rosslauer HV

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