17.12.2017  2. Handball-Bundesliga

Aue dominiert Hildesheim

Mit der Eintracht Hildesheim erwartete der EHV Aue einen motivierten Gegner zum Duell im Abstiegskampf am 18. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga. Der EHV, der erst 5 Siege in dieser Saison einfahren konnte, wollte endlich die Abstiegsränge verlassen. Ein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten kam da nur gelegen. Ein 4-Punkte-Spiel das Aue überraschend deutlich dominieren sollte.

Mit dieser Leistung war allen Beteiligten schon früh klar, dass ein Hildesheimer Auswärtssieg in Aue völlig fernliegend ist. Das Eintracht-Team war in der ersten Halbzeit überhaupt nicht im Spiel und ließ die Torhüter Jakub Lefan und Paul Twarz, die ebenfalls nicht ihren besten Tag erwischt hatten, mit einer schlechten Deckungsleistung im Regen stehen. So verwundert auch der deutliche Pausenrückstand von 19:8 nicht wirklich, denn mehr hatte das Team um Kapitän Robin John bis dahin nicht verdient. Nach der Pause trat die Mannschaft dann deutlich verbessert auf, konnte aber gegen eine stark kämpfende EHV-Mannschaft nichts mehr ausrichten, außer den Rückstand nicht noch größer werden zu lassen. Vor 1.300 Zuschauern in der Erzgebirgshalle gingen die Hildesheimer nach der 35:22-Niederlage am Ende mit hängenden Köpfen vom Spielfeld. Denn eigentlich hatte man sich für die verbleibenden drei Spiele vor der Januar-Pause mehr vorgenommen. Nun soll es in den zwei Heimspielen um die Weihnachtsfeiertage noch Punkte geben.

Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck musste beim EHV auf seinen Kreisläufer Niko Tzoufras verzichten, der weiterhin mit einer Rückenverletzung ausfällt. Doch für ihn stand der zuletzt starke Adam Papadopoulos bereit. Auch sonst war das Team gut vorbereitet nach Aue gereist und war nach den letzten Erfolgserlebnissen sehr motiviert, etwas mitzunehmen. Dass es eine ähnlich deutliche Klatsche wie vor einigen Wochen in Hagen geben könnte, war eigentlich nicht zu erwarten. Doch es kam anders. "Wir haben in der ersten Hälfte sehr schlecht gedeckt und im Angriff eine große Zahl von technischen Fehlern produziert, sodass wir schon früh dem EHV nur hinterher gelaufen sind" sagte Trainer Gerald Oberbeck nach dem Spiel. Schon nach 15 Minuten lag Eintracht mit 10:3 hinten und hatte bereits hier die Gegner zu einigen Gegenstößen eingeladen. Aues Torhüter Robert Wetzel, in der Saison 2014/2015 noch im Eintracht-Tor, zeigte ein gutes Spiel und hatte gegen manche Hildesheimer Abschlüsse leichtes Spiel. Zwar stemmten sich vor allem John und Savvas noch gegen die Gastgeber, aber letztlich zeigten auch sie nicht ihr bestes Spiel.

Nach 27 Minuten war beim 17:7 die erste Zehn-Tore-Führung geschafft, zur Pause lag Aue mit 19:8 vorne. Nach dem Seitenwechsel boten die Hildesheimer dann ein zumindest etwas besseres Bild. Aber es reichte längst nicht mehr, um den Vorsprung der Hausherren noch entscheidend zu verkürzen. Anders als in Hagen musste man der Mannschaft aber zumindest ins Zeugnis schreiben, dass sie weiter gekämpft hat. Dies dürfte vor allem für die kommenden Heimspiele Mut geben, denn auch nach dem Spiel in Hagen zog sich die Mannschaft selbst aus dem Formtief. Der weitere Spielverlauf in Aue war insofern unspektakulär, da der EHV, der in Jan Faith und Kevin Roch seine besten Torschützen hatte, sich keine Blöße mehr gab. Über 22:12 und 30:16 holte sich die Mannschaft aus dem Erzgebirge am Ende einen verdienten 35:22-Heimerfolg. Trainer Gerald Oberbeck will sich an der Partie nicht all zu lange aufhalten: "Wir müssen diese erste Halbzeit jetzt schnell aufarbeiten und abhaken, damit wir am Samstag ein ganz anderes Bild gegen Rimpar zeigen können. Wir wollen aus den beiden Heimspielen um Weihnachten Punkte holen, am besten alle vier, dann gehen wir mit einem guten Gefühl in die Winterpause."

Quelle: Eintracht Hildesheim

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