10.12.2017  2. Handball-Bundesliga

Hildesheim erwartet Eisenach

Zwei Siege aus den letzten drei Spielen kann die Eintracht aufweisen - wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Vor dem Heimspiel gegen den, auf einem Abstiegsplatz rangierenden, ThSV Eisenach, stehen die Chancen auf den zweiten Heimsieg der Saison recht günstig. Die Thüringer jedoch stellen eine starke Mannschaft, die keinesfalls unterschätzt werden sollte.

„Der ThSV hat sehr viel Qualität im Kader, es fehlt bisher nur an den Erfolgserlebnissen“ sagt Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck mahnend. „Wir dürfen uns keine Fehler erlauben und müssen unser Spiel durchziehen, um zu gewinnen.“ Nachdem der ThSV Eisenach im Sommer 2016 den Abstieg aus der DKB-Handball-Bundesliga hinnehmen musste, landete das Team in der vergangenen Spielzeit auf Rang 7. Insofern gab es keine Hinweise auf die aktuelle Situation, in der die Thüringer mit dem derzeitigen 18. Tabellenplatz hinter den eigenen Erwartungen zurückbleiben. Zwar hat man sich nach dem Abstieg dazu entschieden, vermehrt auf junge deutsche Spieler zu setzen und einen Umbruch zu wagen, aber dennoch liebäugelten viele mit einer kurz- bis mittelfristigen Rückkehr in die 1. Liga. Besonders einschneidende Veränderungen gab es innerhalb des Teams nach dem letztjährigen Platz sieben nicht, trotzdem läuft aber bislang nicht viel zusammen. Insbesondere in eigener Halle ist die Bilanz mit sieben – wenn auch zum Teil knappen – Niederlagen in acht Heimspielen völlig anders als man dem ThSV zugetraut hätte. Denn normalerweise ist die Mannschaft in der stimmungsvollen Werner-Assmann-Halle nur schwer zu bezwingen. Im letzten Jahr gewann man 14 von 19 Heimspielen. Beim letzten Heimauftritt gegen den Dessau-Roßlauer HV sah es eigentlich gut aus, als der ThSV eine Viertelstunde vor Schluss mit 24:20 vorne lag, doch dann folgten der Einbruch und eine 29:33-Niederlage.

Punkten konnten die Eisenacher allerdings zweimal in fremden Hallen. Beim EHV Aue und beim HC Rhein Vikings gab es jeweils einen Auswärtssieg. Vielleicht ist dann der Druck des nächsten Eintracht-Gegners ohne die Erwartungen der heimischen Fans geringer. Insofern gilt es für die Hildesheimer um so mehr, voll dagegen zu halten. Bester Werfer des ThSV Eisenach ist mit Abstand der Rückraumshooter Matthias Gerlich. Der 2,04 m große Halblinke hat bislang schon 96-Mal für sein Team getroffen und wird auch in der Partie am Sonntag in der Volksbank-Arena einer der wichtigsten Akteure für seine Mannschaft sein. Zudem ist auf der rechten Rückraumseite der Neuzugang vom SC Magdeburg Alexander Saul besonders torgefährlich. Ihn konnte ThSV-Trainer Christoph Jauernik zuletzt allerdings nur sporadisch einsetzen. Die Mannschaft des ThSV Eisenach hat großes Potenzial, ist aber derzeit angeschlagen. Darin liegt eine Gefahr für das Eintracht-Team, dass am Sonntag voraussichtlich auf Nikos Passias (Bauchmuskelverletzung) verzichten muss. 

Quelle: Eintracht Hildesheim

Foto: Bodensieck

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