23.04.2018  2. Handball-Bundesliga

Hildesheim muss bittere Heimpleite einstecken

In dem so wichtigen Spiel gegen den VfL Eintracht Hagen konnte das ersatzgeschwächte Hildesheimer Team die wichtigen Punkte für den Klassenerhalt nicht sammeln. Gegen den Mitaufsteiger verlor die Mannschaft mit 24:30 und hat in der Tabelle nach dem Sieg des EHV Aue nun sechs Punkte Rückstand zum rettenden Ufer.

Zwar war die Partie zunächst ausgeglichen, doch vor allem nach der Halbzeit häuften sich beim Eintracht-Team die technischen Fehler und überhasteten Abschlüsse. Hagen wusste diese Situationen für sich zu nutzen und erzeugte eine Vielzahl von Konterchancen. Auf Hildesheimer Seite vereitelte ein erneut starker Paul Twarz im Tor zwar viele Gelegenheiten, doch das reichte letztlich nicht. Im Angriff war Radek Doležel ein Aktivposten und mit sieben Toren aus dem Feld bester Torschütze für Eintracht.

"Meine Mannschaft ist in den wichtigen Spielen zur Stelle, so war es auch heute" resümierte Hagens Trainer Niels Pfannenschmidt nach der Partie. Sein Kollege Gerald Oberbeck auf der anderen Seite, konnte das für sein Team nicht behaupten. Doch der Hildesheimer Coach machte seinen Jungs keinen Vorwurf: "Bei uns fehlten mit Andy Simon, Adam Papadopoulos, Chris Meiser und Jacob Nelson heute wichtige Spieler, wenn die anderen dann nicht ihre Topleistung abrufen, fehlt uns einfach die Klasse, um so ein Spiel zu gewinnen."

Oberbeck hatte mit einen offensiv ausgerichteten 5:1-Formation in der Defensive begonnen und Fin Backs auf die Spitze beordert. Im extrem jungen Eintracht-Kader standen zudem die A-Jugendlichen Matteo Ehlers, Norman Kordas und Bela Pieles. Insbesondere Bela Pieles erhielt einige Spielanteile und erzielte zwei Treffer. Eintracht hatte auch bis zum 8:7 noch gut im Rennen gelegen und glich auch später noch einmal zum 12:12 aus. Doch schon zur Pause hatten die Gäste beim 15:17 einen leichten Vorteil.

Nach dem Seitenwechsel sollte dann kaum noch etwas gelingen. Eine Vielzahl von technischen Fehlern und schlechten Wurfversuchen ließ Hagen auf 18:24 davonziehen. Diese Führung in der 44. Minute schien schon die Vorentscheidung zu sein. Die Gäste spielten ihre Angriffe souverän aus und nutzten auch ihre Tempogegenstöße immer wieder aus. Paul Twarz stellte sich mit einigen Paraden allerdings häufig in den Weg. Letztlich fehlte vor den 1.220 Zuschauern in der Volksbank-Arena dann an dem anstrengenden Doppelspieltag aber die Power, um die Partie noch einmal herumzureißen. So gehen die Hildesheimer nun mit einer wenig rosigen Tabellensituation in die letzten sechs Spiele. "Wir werden aber trotzdem bis zum Schluss alles versuchen" sagte Lukas Schieb anschließend.

Statistiken zum Spiel

Hildesheim: Twarz (12/1 Paraden), Lefan (n.e.); Brucker, Pieles (2), Schieb, Heil, John (7/3), Lungela (1), Ignatow, Tzoufras (2), Wiebe, Dolezel (7), Backs, Savvas (3/1), Kordas, Ehlers

VfL Eintracht Hagen: Mahncke (1.-60., 24/2 Paraden), Jerkovic (bei einem Siebenmeter); Lindner, Kress (5/1), Tubic (5), Pröhl (4), Schneider (n.e.), Fauteck, Konitz, Saborowski (1), Bergner (n.e.), Waldhof (2), Bornemann, Mestrum (5), von Boenigk (3)

Quelle: Eintracht Hildesheim

Foto: Coordes

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