26.03.2018  2. Handball-Bundesliga

Schwache Leistung der Eintracht: Hildesheim unterliegt TUSEM Essen

Das Eintracht-Team war gefordert gegen TuSEM Essen, denn es mussten dringend Punkte her. Die Konkurrenz hatte selbst Zähler gesammelt und den ohnehin schon bestehenden Druck noch weiter erhöht. Die Hildesheimer konnten ihre eigene Erwartungshaltung aber letztlich nicht erfüllen und verloren recht deutlich mit 20:26. Der erste Knackpunkt in Halbzeit eins war eine Phase mit elf Minuten ohne Tor, im zweiten Durchgang geriet das Team nach einem kurzen Aufbäumen dann endgültig auf Kurs für eine Heimniederlage.

Zu wenig Struktur im Angriff und eine zuweilen löchrige Deckungsformation waren zu wenig für die so nötigen Zweitligapunkte. Einzig Jakub Lefan im Eintracht-Tor wusste erneut zu überzeugen, doch seine 18 Paraden konnten allein die kämpfenden Essener nicht stoppen. Die Hildesheimer haben nun bei zehn ausstehenden Spielen vier Punkte Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz. Ohne eine enorme Leistungssteigerung, dürfte der Klassenerhalt schwer zu erreichen sein.

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Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck hatte noch Dennis Weit in den Kader berufen, bis auf Adam Papadopoulos und Jacob Nelson konnte er auch sonst auf seinen Kader zurückgreifen. In der Anfangsphase lief es bei beiden Teams noch nicht ganz rund aber Eintracht hatte die leichten Vorteile auf der eigenen Seite. Das lag vor allem an Jakub Lefan, der gleich zwei Siebenmeter und zwei freie Würfe der Gäste parierte. Doch es zeichnete sich schon früh ab, dass die TuSEM-Deckung sich gut auf den Hildesheimer Angriff eingestellt hatte. Nach einer 7:5-Führung für Eintracht konnten die Gastgeber eine Überzahl nicht gut ausspielen und gerieten schließlich mit 7:10 in Rückstand. Elf Minuten ohne eigenen Treffer waren der erste dicke Dämpfer der Partie, Essen ging schließlich mit einer 8:11 Führung in die Pause. "Wir hatten uns sehr viel vorgenommen für dieses Spiel, das hat man der Mannschaft angesehen, aber im Spiel dann zu wenig von unserem Plan umgesetzt" sagte Trainer Gerald Oberbeck nach dem Spiel.

Sein Team bäumte sich auch nach dem Wechsel noch einmal auf, und kam durch Savvas Savvas und Julius Heil auf 11:12 heran. Doch auch in dieser Phase waren es wieder zu wenig gefährliche Aktionen im Angriff und auch Fehler, die Essen gnadenlos auszunutzen wusste. Über 11:15 waren die Gäste in der 53. Minute schließlich auf 16:23 davon geeilt. Spätestens hier war klar, dass der so dringend benötigte Heimsieg nicht mehr möglich ist. Die Hildesheimer konnten jetzt noch etwas verkürzen, unterm Strich stand aber ein verdienter Auswärtserfolg für Essen. TuSEM-Trainer Jaron Siewert zeigte sich nach dem Spiel dementsprechend zufrieden: "Wir haben in der Abwehr konsequent und mit der nötigen Aggressivität gearbeitet, das war heute die Grundlage für unseren Sieg." Sein Kollege Gerald Oberbeck ist mit seiner Mannschaft dagegen in einer schwierigen Situation: "Wir werden natürlich weiter kämpfen, aber wir müssen solche Spiele gewinnen, wenn wir in der 2. Liga bleiben wollen, jetzt wird es für uns natürlich immer schwerer."

Quelle: Eintracht Hildesheim

Bild: Bodensieck

 

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