19.02.2018  2. Handball-Bundesliga

Spannung bis zum Schluss - Hildesheim und Konstanz mit Remis

Die Zuschauer konnten am gestrigen Sonntag nicht mehr ruhig auf ihren Plätzen sitzen bleiben. Eintracht Hildesheim kämpfte bis zur Schlusssekunde und die HSG Konstanz hielt dagegen. Am Ende hieß es dann unentschieden, beide Parteien nehmen einen Punkt mit aus diesem Spiel. Jedoch bedeutet dies auch, dass beide Mannschaften weiterhin auf einem Abstiegsplatz stehen.

98 Sekunden vor der Schlusssirene erzielte Fabian Schlaich das 24:27 für die HSG Konstanz. Spätestens jetzt dürfte wohl kaum einer der 1.472 Zuschauer in der Halle noch an einen Hildesheimer Punktgewinn geglaubt haben. Doch am Ende erhielt Eintracht noch die Chance auf das Unentschieden, die Savvas Savvas per Siebenmeter für sein Team zu nutzen wusste. Der 27:27-Endstand nach einer 13:12-Pausenführung war nach dem Verlauf der zweiten Hälfte durchaus glücklich, denn die HSG Konstanz spielte in dem vom Abstiegskampf geprägten Handballspiel in den letzten zehn Minuten besser. Das Eintracht-Team konnte vieles von dem, was man sich vorgenommen hatte, in der Offensive noch nicht umsetzen. Die Neuen Jost Brücker und Julius Heil brachten sich aber schon gut ein und erzielten Tore für ihr Team. "Wenn man nach einem Drei-Tore-Rückstand kurz vor Schluss noch einen Punkt holt, muss man damit zufrieden sein" sagte Trainer Gerald Oberbeck nach der Partie, fügte aber hinzu: "Trotzdem haben wir heute einfach zu viele Fehler gemacht."

Links zum Spiel

"Ich denke die Zuschauer haben hier ein spannendes Handballspiel gesehen, in dem wir am Ende nicht souverän genug geblieben sind, um den Sieg über die Zeit zu bringen" sagte HSG-Trainer Daniel Eblen nach dem Ende. Spannung gab es auf jeden Fall, aber die Anfangsphase verlief ausgeglichen und offenbarte schon das, was die Zuschauer in der restlichen Spielzeit bekommen sollten: Abstiegskampf pur. Oft mussten die Schiedsrichter das Warnzeichen für das Zeitspiel anzeigen und beide Teams strotzten nicht unbedingt vor Selbstvertrauen. Eintracht begann zunächst mit zwei Kreisläufern, stellte gegen die gut eingestellte Deckung der Gäste aber Mitte der ersten Hälfte wieder auf drei Rückraumspieler um. Nach 16 Minuten lag die HSG Konstanz mit 5:6 vorne, alle sechs Tore für die Gäste hatte bis dahin Paul Kaletsch erzielt, drei davon per Siebenmeter. Doch Eintracht hielt dagegen und traf in der 25. Minute durch Jost Brücker zur 9:8-Führung. Weiter konnte sich jetzt keine Mannschaft mehr absetzen. Eintracht ließ aber weiter auch vorne einzelne Chancen aus und scheiterte am gut aufgelegten Konstanzer Keeper Konstantin Poltrum. Mit einem 13:12 gingen beide Teams dann in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel lief es für die Hildesheimer etwas besser. Die Mannschaft lag mit 15:13 vorne und hatte die Chance, die Führung in Überzahl noch weiter auszubauen. Doch Eintracht spielte den personellen Vorteil nicht gut genug aus und scheiterte erneut an Poltrum. Von einer 16:14-Führung gingen die Gäste dann schließlich mit 16:18 in Führung. Gerald Oberbeck brachte in der 40. Minute Paul Twarz ins Hildesheimer Tor, der aber gleich dreimal Pech hatte, als er am Ball zwar dran war, aber ihn nicht abwehren konnte. Dennoch konnte Eintracht mehrfach ausgleichen, sodass die Partie bis zum 22:22 in der 51. Minute offen war. Jetzt aber machte Eintracht in der Offensive entscheidende Fehler, die durch die Konstanzer gnadenlos bestraft wurden. Auf einmal lag die HSG mit 22:25 und später mit 24:27 vorne, noch gut eineinhalb Minuten waren da zu spielen. Nach dem 25:27 durch Maurice Lungela traf Savvas Savvas nach einem Ballverlust der Gäste gegen Eintrachts offensive Deckung 40 Sekunden vor Schluss zum 26:27. Tatsächlich kamen die Hildesheimer dann noch ein weiteres Mal an den Ball und waren in Überzahl. Nach einem Foul gegen Julius Heil gab es mit der Schlusssirene den Siebenmeter, den Savvas Savvas schließlich zum umjubelten Ausgleich verwandeln konnte.

Foto: Bodensieck

Quelle: Eintracht Hildesheim

Socialstream

Fanshop