18.02.2018  2. Handball-Bundesliga

Vikings kassieren Heimklatsche gegen HBW

Vor 1080 Zuschauer erwarteten die Vikings die Gäste aus Balingen im Castello. Ein Blick auf die Tabelle verriet, dass beide Teams lediglich sieben Punkte trennen. Während die HBW im oberen Tabellenmittelfeld rangiert können die Vikings auf ein 6-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge blicken.

Ceven Klatt fand nach der deutlichen 12:22 (6:14)-Heimniederlage seines HC Rhein Vikings am 22. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga gegen HBW Balingen-Weilstetten deutliche Worte: „Das, was wir heute im Angriff gezeigt haben, war mit Ausnahme von Felix Handschke nicht zweitligatauglich. Die Spieler, die Verantwortung übernehmen sollen, haben das heute nicht getan.“ Er könne nicht verstehen, so der Vikings-Trainer weiter, „warum gerade zu Beginn vor allem erfahrene Akteure so ängstlich agiert haben. Wir haben vorne insgesamt nicht das umgesetzt, was wir im Training vorbereitet haben und uns haben der Zug zum Tor sowie die Überzeugung gefehlt. Das müssen wir schleunigst abstellen“.

Im Angriff lief nichts zusammen und so konnten die Gäste, bei denen Ex-Nationalspieler Martin Strobel nach Adduktorenproblemen über weite Strecken wieder auf der Mittelposition Regie führte, bis zur 6. Minute mit 2:0 in Führung gehen. Erst Thomas Bahn brach den Offensiv-Bahn des Klatt-Teams und traf drei Minuten später zum 1:2. Nach dem 2:3-Zwischenstand sorgten jedoch weitere Fehler dafür, dass Balingen-Weilstetten bis zur 12. Minute trotz einer einmal mehr starken Vorstellung des Vikings-Torhüters Vladimir Bozic auf 5:2 davonziehen konnte. So sah sich Trainer Klatt schon früh dazu gezwungen, eine Auszeit zu nehmen.

Doch auch diese sollte keine Besserung bringen. Im Gegenteil: Die Vikings taten sich gegen die Balinger Defensive um den guten tschechischen Nationaltorhüter Tomas Mrkva unverändert äußerst schwer, während die Gäste ihre Führung Tor um Tor bis auf 8:2 ausbauen konnten (21.). Nach insgesamt weiteren zwölf Minuten ohne eigenen Treffer war es schließlich Christopher Klasmann, der zum 3:8 traf. Über 4:9 und 4:12 ging es nach einer schwachen Vorstellung mit insgesamt sieben technischen Fehlern, zehn Fehlwürfen und trotz insgesamt zehn Minuten in Überzahl schließlich mit einem verdienten 6:14-Pausenrückstand in die Kabine.

Nach fünf Minuten Anlaufzeit läutete Spielmacher Daniel Pankofer mit seinem Treffer zum 7:14 dann nach dem Seitenwechsel die zweite Spielhälfte ein. In dieser konnten die Gastgeber mit den Gästen aus Baden-Württemberg zwar zumindest zeitweilig ein wenig besser mithalten, blieben allerdings dennoch bis zum Abpfiff ohne reelle Siegchance. So war die sechste Niederlage im elften Heimauftritt über 9:16 (46.) und 9:20 (53.) am Ende mit einer Zehn-Tore-Differenz perfekt.

„Man muss unsere Leistung heute sicherlich differenzieren, denn bei allen Schwächen in der Offensive hat die Mannschaft in der Abwehr einmal mehr gut gearbeitet. Das belegen die nur 22 Gegentore gegen so eine offensivstarke Mannschaft wie Balingen, und mit unserer Vorstellung in der Defensive bin ich auch zufrieden“, erklärte Klatt. Vikings-Geschäftsführer ergänzte: „Natürlich haben wir uns das heute ganz anders vorgestellt, aber man darf jetzt auch nicht den Stab über die Mannschaft brechen. Wir müssen die Niederlage analysieren und in der kommenden Woche hart arbeiten. Ich erwarte, dass die Mannschaft im Derby gegen TuSEM Essen ein anderes Gesicht und eine Reaktion zeigt.“

Quelle: HC Rhein Vikings

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