10.12.2017  2. Handball-Bundesliga

Topspiel im Aufstiegskampf - Bietigheim daheim gegen Schwartau

Am heutigen Sonntag (15.30 Uhr) folgt das nächste Top-Duell um die Aufstiegsplätze der 2. Liga. Wenn die SG BBM in der Ludwigsburger MHPArena auf den VfL Lübeck-Schwartau trifft, spielt der Dritte gegen den Zweiten. Der VfL konnte letzte Woche noch den ungeschlagenen BHC deutlich bezwingen und steht damit zurecht auf Tabellenplatz 2. Mit einem Sieg könnte die SG diesen jedoch erobern.

Der Kampf in der oberen Tabellenhälfte um die besten Ausgangspositionen vor der Winterpause ist in vollem Gange. „Wenn du ein, zwei Spiele verlierst, dann rutschst du gleich einige Ränge nach unten“, bemerkt Hartmut Mayerhoffer. Nun ist der Bietigheimer Trainer nicht als einer bekannt, der ständig auf die Tabelle fokussiert. „Die Tabellenposition ist mir im Moment egal, aber es macht deutlich, wie eng es da vorne zugeht“, sagt Mayerhoffer. Die Teams von Platz Zwei bis 10 trennen lediglich fünf Punkte. Sein Team wie auch der VfL Lübeck-Schwartau gehen mit einem außergewöhnlichen Erfolgserlebnis und viel Rückenwind in den 17. Spieltag. „Noch 209 Tage bis zum Aufstieg“, titelten gar die Lübecker Nachrichten nach dem ebenso überraschenden wie beeindruckenden 30:25-Erfolg der Truppe von Trainer Torge Greve beim bisherigen Überflieger der Liga, dem Bergischen HC. Eine Schlagzeile nicht ganz ohne lockeren Unterton zwar, die aber eines zeigt: die Ostsee-Truppe ist heiß auf den Erfolg.

Kein Zweifel, Bietigheim und Lübeck-Schwartau wollen beide das Momentum vom letzten Spieltag nutzen. „Wir wollen da anknüpfen, wo wir in Emsdetten aufgehört haben“, sagt Hartmut Mayerhoffer. „Die Mannschaft hat gezeigt, dass wir in der Lage sind, solche Top-Spiele zu gewinnen, wenn wir unsere Leistung bringen.“ „Man kann die Leistung der Jungs nicht hoch genug bewerten. Es ist ein Statement“, sagt VfL-Trainer Torge Greve über sein Team nach dem Coup beim Spitzenreiter. Bietigheims Trainer hatte schon zu Saisonbeginn wie viele seiner Kollegen auch das Team aus Schleswig-Holstein auf der Rechnung, wenn es um die vorderen Plätze in der Liga geht. Der Verein hat mit der Umbenennung im Sommer - aus dem VfL Bad Schwartau wurde der VfL Lübeck-Schwartau – verdeutlich, dass der Blick geweitet und mittelfristig nach oben gerichtet ist. Und die „Marmeladenstädter“ haben bereits jetzt eine Mannschaft, die diese Ziele realisieren kann. „Die Breite des Kaders ist eine der Stärken von Schwartau“, weiß Mayerhoffer. Ob Top-Torjäger Oliver Milde (73 Saisontore) und Jan Schult im linken Rückraum oder der Niederländer Rickard Akerman und Toni Podpolinksi im rechten Rückraum, „sämtliche Positionen sind doppelt gut besetzt“, urteilt Mayerhoffer über die Qualität des Tabellenzweiten. Hinzu kommt mit Dennis Klockmann einer der Top-Torhüter der Liga.

Matchday

Wer sein Spiel beim Bergischen HC so dominiert hat, der kann auch beim Tabellenvierten mit breiter Brust antreten. „Beim VfL hat am letzten Samstag einfach alles geklappt“, zeigt sich Mayerhoffer vom jüngsten Auftritt des Sechsten der letzten Saison beeindruckt. Wobei dem Coach der SG BBM nicht entgangen sein wird, dass seinem Gegenüber Torge Greve mit dem Einsatz des siebten Feldspielers über fast die komplette Spielzeit gegen die beste Abwehr der Liga ein besonderer Schachzug gelungen ist. Eine weitere Herausforderung erster Güte wartet also auf die Bietigheimer Ballwerfer und die Handballfans dürfen sich in der Ludwigsburger MHPArena auf ein weiteres Highlight freuen, das nicht das letzte in diesem Jahr werden soll. „Drei Spiele gegen Mannschaften aus unserem unmittelbaren Tabellenumfeld sind bis zum Jahresende noch ein hartes Programm“, bemerkt Mayerhoffer. Nach dem VfL Lübeck-Schwartau kommt bereits am nächsten Freitag mit dem Dessau-Roßlauer HV ein weiterer unmittelbarer Tabellennachbar in die EgeTrans Arena, dann folgt das Spiel beim HBW Balingen-Weilstetten. „Doch wer vorne mit dabei sein will, muss auch in diesen Spielen eine gewisse Konstanz an den Tag legen können und darf nicht allzu viele Punkte liegen lassen“, formuliert der 48-Jährige Übungsleiter den Anspruch, den sein Team selbst lebt.

Bis auf die gesundheitlich angeschlagenen Robin Haller und Max Emanuel konnte Mayerhoffer seinen kompletten Kader auf die Partie gegen den Tabellenzweiten einstimmen. Bei beiden Rückraumspielern hofft Mayerhoffer noch, dass sie am Sonntag zumindest auf der Bank sitzen werden. „Wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen, dann ist alles möglich“, sagt Mayerhoffer. Was beim 34:30-Sieg in Emsdetten das Credo war, soll am Sonntag mit den eigenen Fans im Rücken den nächsten Erfolg möglich machen.

Quelle: SG BBM Bietigheim

Foto: Wolf

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