16.03.2018  2. Handball-Bundesliga

Vor Dessau: Essen schwebt in großer Gefahr

Nur noch vier magere Pünktchen trennen den TUSEM Essen vor der Abstiegszone. Der Traditionsverein ist noch nicht im Jahr 2018 angekommen. Mit dem Dessau-Roßlauer HV kommt nun ein Team, das mit einem Sieg weiter in ruhigere Gewässer fahren kann.

Noch läuft das Handballjahr 2018 natürlich nicht nach den Vorstellungen des TUSEM-Teams, der Trainer, Verantwortlichen und Fans. In Dresden schrammte die Mannschaft von der Margarethenhöhe einmal mehr nur hauchdünn am Punktgewinn vorbei. Doch was in der Vergangenheit geschehen ist, kann sowieso nicht mehr beeinflusst werden. Deshalb gilt es jetzt für den TUSEM, den Blick nach vorne zu richten! Die Ausganslage ist mit vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone gewiss nicht mehr so komfortabel, wie noch zum Jahreswechsel. Doch haben Mannschaft und Fans zusammen in den vergangenen Jahren bereits weitaus kritischere Phasen überstanden. Genau in solchen Momenten, wenn es einmal nicht läuft, zeigt sich die wahre Stärke einer Mannschaft. Das TUSEM-Team ist eine eingeschworene Gemeinschaft: „Einer für alle - Alle für einen!“ Und mithilfe der immerwährenden sowie großartigen Unterstützung durch die TUSEM-Fans wird die Mannschaft von der Margarethenhöhe auch diese Phase überwinden.

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Mit dem Dessau-Roßlauer HV 06 ist der Tabellenzehnte am Freitag zu Gast in Essen. Ein Großteil der Zähler konnte das Team von Trainer Uwe Jungandreas zwischen Mitte September und Mitte November 2017 einfahren, als der DRHV 06 zehn Spiele hintereinander ungeschlagen blieb. Noch bis zum vergangenen Wochenende waren die Dessauer im Jahr 2018 ebenfalls ohne Punkte. Nach fünf Niederlagen hintereinander gelang der Mannschaft aus Sachsen-Anhalt dann aber letzten Sonntag mit dem 20:17-Heimerfolg gegen die Rhein Vikings wieder ein Sieg. Brandgefährlich ist beim DRHV vor allem der quirlige Spielmacher Vincent Sohmann, der in dieser Saison bereits 133/52 Tore erzielte.

TUSEM-Trainer Jaron Siewert: „Dessau ist ein sehr unangenehmer Gegner, welcher nicht gerade zimperlich in Abwehr und Angriff agiert. Wir müssen uns dementsprechend auf ein sehr körperliches Spiel einstellen, was jedoch auch unserer Spielweise entgegenkommt. Für uns heißt es, noch enger zusammenzurücken, um die Ausfälle zu kompensieren und uns für die Arbeit unter der Woche zu belohnen.“

Leider werden in den kommenden Wochen neben den bereits verletzten Spielern Richard Wöss, Tim Zechel und Malte Seidel, wohl zwei weitere Akteure nicht zur Verfügung stehen. Michael Kintrup hat sich beim Spiel in Dresden am Knie verletzt und auch Torhüter Moritz Mangold hat es im Training an gleicher Stelle erwischt. Weitere Informationen zu den genauen Diagnosen sind noch ausstehend. Sollte Moritz Mangold am Freitag ausfallen, wird A-Jugend und 2. Mannschaft Keeper Julián Bochert erneut im Kader stehen. Bei seinem Zweitligadebüt gegen HC Elbflorenz Dresden bewies der 18-Jährige mit zahlreichen starken Paraden bereits, dass er dem TUSEM-Team weiterhelfen kann.

Text: TUSEM Essen

Bild: Dessau-Roßlauer HV

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