18.03.2018  2. Handball-Bundesliga

Keine Überraschung im Spiel Lübeck gegen Saarlouis

Der wie erwartet deutliche Sieg stand am Ende für den VfL Lübeck-Schwartau auf der Anzeigentafel. Die Hansestädter gewannen ungefährdet mit 34:22 gegen das Tabellenschlusslicht aus dem Saarland. Für Saarlouis wird es jetzt richtig schwer in den verbleibenden Spielen den Klassenerhalt noch zu schaffen.

Die Nervosität war spürbar bei Torge Greve – nicht nur wegen des Spiels gegen die HG Saarlouis, dem Angstgegner seiner Mannschaft. Die Geburt seines zweiten Kindes stand unmittelbar bevor. Dennoch stand der Trainer beim Anwurf an der Seitenlinie. „Eine halbe Stunde vorher wäre ich noch gefahren, aber dann zählte für mich nur noch das Spiel“, so der werdende Vater. Und sein Team war von Beginn an präsent – zumindest im Angriff. Genda und Damm brachten den VfL mit 2:0 in Führung (3.). Hinten parierte Klockmann, und die Lübecker blieben trotz früher Unterzahl ohne Gegentor. Vorne erhöhte Damm auf 3:0 (4.) und wenig später per Siebenmeter auf 4:0 (6.). „Wir haben stark begonnen, mussten uns hinten zu Beginn aber auf „Klocki“ verlassen“, sagte Torge Greve, der dann aber eine immer stärker werdende Defensive seines Teams sah. Die Gäste hatten große Probleme gegen die mittlerweile kompakte Abwehr der Lübecker – und wenn mal eine Lücke da war, parierte Klockmann. Nur ein Treffer gelang Saarlouis in den ersten neun Minuten. Beim Stand von 6:1 zog HGS-Trainer Jungmann die erste Auszeit. Doch auch das half erst einmal wenig: Genda erhöhte auf 7:1 (10.). „Das war mein bisher bestes Spiel für den VfL“, freute sich der Pole, der insgesamt acht Tore erzielte. „Ich fühle mich hier wohl und werde von Woche zu Woche besser.“ Auch wenn Saarlouis beim 8:4 etwas näher heran kam (14.), blieben die Schwartauer das dominantere Team. Hinten zeigte Klockmann immer wieder seine Klasse und dank einer Vier-Tore-Serie hatte der VfL nach 20 Minuten schon eine komfortable Acht-Tore-Führung. Metzner traf zum 12:4. Zweite Auszeit für Saarlouis, und die „Hansehölle“ kochte. Die blauen Tiger kontrollierten die Partie weiterhin, Torge Greve konnte es sich sogar erlauben, seinen angeschlagenen Abwehrchef Martin Waschul auf der Bank zu lassen. Auch Markus Hansen, der nach langer Verletzungspause in Hamm sein Comeback feierte, blieb draußen. Trotzdem bauten die Lübecker ihren Vorsprung weiter aus. Erst traf Damm zum 17:7 ins leere Tor (29.), kurz darauf warf auch Podpolinski ins verwaiste Tor der Saarländer. Mit dem Pausensignal verkürzten die Gäste per Siebenmeter noch auf 18:8. „Das war eine tolle Mannschaftsleistung in der ersten Halbzeit.“ Greve war zufrieden – natürlich.

Zur Pause konnte er sogar einen Blick auf sein Handy wagen, denn es gab kaum Gesprächsbedarf. Doch noch war es nicht so weit, der Trainer nahm auch in der zweiten Hälfte an der Seitenlinie Platz. Und die blauen Tiger knüpften an die Leistung der ersten 30 Minuten an. Metzner, Damm und Schult erhöhten auf 21:8 (34.). Trotz der deutlichen Führung ließen Die Blau-Weißen nicht nach. Akerman fand als Mittelmann immer wieder gute Lösungen. Nur die Chancenverwertung ließ in dieser Phase zu wünschen übrig. Schult besorgte das 24:12 (43.), doch die Führung hätte durchaus noch höher ausfallen können. Der Tabellenletzte – seit 14 Spielen sieglos – war in diesem Spiel chancenlos. Die zweite Halbzeit wurde zum Schaulaufen für die Hausherren. Im Tor bekam Marino Mallwitz Spielzeit und auch vier Minuten vor dem Ende, als Jan Schult mit seinem siebten Treffer das 33:20 besorgte, war der VfL mit 13 Toren vorne. Am Ende feierte der VfL Lübeck-Schwartau einen zu keinem Zeitpunkt gefährdeten 34:22-Erfolg. „Toll, dass die Mannschaft so durchgezogen und bis zum Ende alles gegeben hat“, freute sich Torge Greve, der nun ganz entspannt der Geburt seines Kindes entgegenblicken kann.

Quelle: VfL Lübeck-Schwartau

Foto: Wegener

 

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