25.11.2017  2. Handball-Bundesliga

Samstag: Schlagabtausch der Verfolger

Der Bergische HC scheint nach seinem Sieg gestern gegen Bietigheim weiterhin nicht zu stoppen zu sein. Doch hinter den Löwen bleibt es spannend. Sechs Duelle um wichtige Punkte gibt es ab 19:00 Uhr am Samstagabend in der Zweiten Handball-Bundesliga zu sehen.

19:00 Uhr: VfL Lübeck-Schwartau vs. HSG Konstanz

Auf und ab geht es in den vergangenen Wochen beim VfL Lübeck-Schwartau. Dem bärenstarken Derbysieg gegen Wilhelmshaven folgte letzte Woche eine bittere 22:32-Niederlage gegen den TV Emsdetten. Folgt man dem Rhythmus, wäre am Samstagabend wieder ein Sieg an der Reihe. Gegen die auf Platz 19 rangierende HSG Konstanz scheint dieser auch für den auf Position vier liegenden VfL Pflicht zu sein.

Doch die HSG hatte es in den letzten Wochen ausnahmslos mit Spitzenmannschaften zu tun. Jetzt steht als Schlusspunkt dieser Hammerserie die weiteste Fahrt der Saison an. Davon wollen sich die Konstanzer aber nicht beeindrucken lassen. HSG-Coach Daniel Eblen geht die Reise trotz der erschwerten Umstände positiv an:  „Es wird konzentriert gearbeitet und nicht gejammert. Wir suchen keine Ausreden und es gibt keinen Grund mit angelegten Ohren nach Lübeck zu fahren.“ Eine Überraschung würde den Männern vom Bodensee auch gut zu Gesicht stehen, denn „die nächsten Wochen werden nicht einfacher, hier liegen die Schwierigkeiten nur in anderen Bereichen,“ so Eblen vor der Partie.

19:00 Uhr: HBW Balingen-Weilstetten vs. TV Emsdetten

Zum ersten Mal in dieser Saison muss der HBW Balingen-Weilstetten sich in eigener Halle gegen ein echtes Topteam der Liga beweisen. Der TV Emsdetten ist zu Gast, der bisher alle überraschte und immer noch auf Rang acht in Schlagdistanz zu den vorderen Mannschaften liegt. So trennen den TVE und den HBW nur zwei Punkte in der Tabelle. Ein wichtiges Spiel für die Gallier von der Alb, um sich Luft im Kampf um die Aufstiegsränge zu verschaffen.

 

Für den TV Emsdetten heißt es diese Woche den aufkommenden Negativtrend zu stoppen. Vier Niederlagen aus fünf Spielen und das nachdem man zu Beginn der Saison mit neun Spielen ohne Niederlage gestartet war. Das ausgerechnet bei den heimstarken Balingern umzusetzen, die zu Hause eine Bilanz von 14:0 Punkten vorweisen können, wird keine leichte Aufgabe.

 

19:00 Uhr: HC Rhein Vikings vs. Wilhelmshavener HV

Am Samstagabend empfangen die Rhein Vikings den Wilhelmshavener HV und sehen sich vor einem schweren Heimspiel. „Man darf sich  vom Tabellenstand der Wilhelmshavener nicht blenden lassen. Das ist eine ganz starke Mannschaft mit richtig guten Einzelkönnern wie Tobias Schwolow oder Kay Smits, deren Formkurve nach Anlaufschwierigkeiten mittlerweile konstant nach oben zeigt“, so Düsseldorfs Trainer Ceven Klatt vor der Partie gegen den WHV.

Der WHV zeigt immer wieder herausragende Leistungen wie zum Beispiel beim beeindruckenden 37:30-Sieg gegen das Spitzenteam aus Bietigheim. Dass der WHV aber auch ein anderes Gesicht hat, zeigte sich bei der herben Klatsche im Derby gegen Lübeck-Schwartau. Vikings-Geschäftsführer René Witte  stellt deshalb vor der Partie klar: Wir dürfen jetzt nicht nachlassen, müssen weiterhin voll fokussiert bleiben und um jeden Zähler kämpfen“.

 

19:30 Uhr: HSC 2000 Coburg vs. EHV Aue

Es läuft in dieser Saison noch nicht rund beim HSC Coburg. Mit der Hoffnung den direkten Wiederaufstieg in die DKB Handball-Bundesliga realisieren zu können, war man in die Saison gestartet. Es folgte Ernüchterung. Derzeit nur der der zehnte Tabellenplatz. Doch der Abstand zum zweiten Platz beträgt dank der engen Konstellation in der Liga nur zwei Punkte.

Nach der Niederlage am letzten Spieltag gegen den Aufsteiger aus Hildesheim zählt jetzt gegen das Schlusslicht aus Aue nur der Heimsieg. HSC-Coach Jan Gorr weiß, dass das trotzdem keine leichte Aufgabe wird: „Wie auch gegen Hildesheim erwartet uns gegen Aue eine Partie mit Haken und Ösen, in der kein Schönheitspreis zu gewinnen ist. Egal ob Leute fehlen, als Ausrede lasse ich das nicht gelten.“ Denn Aue steht mit dem Rücken zur Wand. Große Verletzungssorgen und nur vier Zähler aus 14 Partien lassen die Sorgenfalten auf den Gesichtern der Verantwortlichen nicht kleiner werden. Deswegen erwartet den HSC Coburg in eigener Halle einen um jeden Zentimeter kämpfender und körperbetont agierender EHV, der mit Leidenschaft endlich wieder Punkte sammeln will.

 

19:30 Uhr: Dessau-Rosslauer HV 06 vs. HSG Nordhorn-Lingen

Eine schwere Auswärtsaufgabe erwartet die HSG Nordhorn-Lingen in Dessau. Die hitzige Atmosphäre in der Halle und eine spielstarke Dessauer Mannschaft fordern jeden Gegner bis zur letzten Sekunde. Doch die HSG kann mit dem Selbstvertrauen aus dem Sieg gegen den Erstliga-Absteiger HBW Balingen-Weilstetten in den Osten reisen. Der Schlüssel zum Erfolg wird für Nordhorn sein, die eingespielte Mannschaft der „Biber“ aus dem Konzept zu bringen. Außerdem muss im Angriff mir Präzision abgeschlossen werden, da Dessau über ein extrem eingespieltes Torhüter-Duo verfügt.

19:30 Uhr: VfL Eintracht Hagen vs. HG Saarlouis

Ein echtes Kellerduell steht am Samstag in Hagen auf dem Programm. Denn der VfL empfängt die nur um zwei Ränge besser platzierte HG Saarlouis in der Arena am Ischeland. Echte Big Points werden in diesem Spiel vergeben, daher setzen die Hagener voll auf den Faktor Heimspiel. Hagens Trainer Niels Pfannenschmidt gibt sich vor der Partie optimistisch und kämpferisch: „Wir wollen, müssen und werden vor heimischer Kulisse gewinnen, werden mit der Unterstützung des Publikums wieder unser Heimgesicht zeigen.“ Dafür will der VfL aggressiv und kompakt decken und sich im Angriff möglichst wenige Fehler erlauben, um den Gegner aus Saarlouis nicht zu einfachen Toren kommen zu lassen.

Die HG befindet sich derzeit genau da, wo sie nicht hinwollte: im Abstiegskampf. Schwankende Leistungen führten vor drei Wochen dazu, dass Trainer Bohrmann den Hut nehmen musste. Mit seinem Nachfolger Philipp Kessler will Saarlouis jetzt wieder zurück in die Erfolgsspur. Und das am besten mit einem Auswärtssieg in Hagen.

Foto: HSG Nordhorn-Lingen

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