10.12.2017  2. Handball-Bundesliga

Spitzenspiel und Abstiegskampf: Drei Toppartien in Liga 2

Auch am Sonntagnachmittag erwarten uns drei spannende Spiele in der Zweiten Handball-Bundesliga. In Bietigheim geht es um die beste Position im Verfolgerfeld, während in Hildesheim und Dresden um Punkte gegen den Abstieg gekämpft wird. Während der Winter draußen Einzug hält, wird es wieder hitzig in den Hallen!

15:30 Uhr: SG BBM Bietigheim vs. VfL Lübeck-Schwartau

Nächstes Spitzenspiel in der Zweiten Handball-Bundesliga. Die heimstarke SG BBM Bietigheim empfängt um 15:30 Uhr den VfL Lübeck-Schwartau.  Es ist nach wie vor eng im oberen Tabellendrittel, die beiden Kontrahenten trennt nur ein Punkt. So weiß Bietigheims Trainer Hartmut Mayerhoffer:. „Wenn du ein, zwei Spiele verlierst, dann rutschst du gleich einige Ränge nach unten“. Das Spiel gegen Lübeck ist keine leichte Aufgabe, schließlich konnte der VfL als erstes Team dem Tabellenführer vom Bergischen HC zwei Punkte abnehmen. Beim VfL hat am letzten Samstag einfach alles geklappt“, so Mayerhoffer, der aber seine Truppe in der Lage sieht in jedem Topspiel Punkte einzufahren. Davon kommen bis Weihnachten noch einige auf sein Team zu. Es folgen Partien gegen Dessau und Balingen. Zunächst muss der Fokus aber auf dem Spiel gegen die „Marmeladenstädter“ liegen, die besonders mit der Breite des Kaders auftrumpfen wollen. Eine weitere Stärke der Blau-Weißen: das Spiel mit dem siebten Feldspieler. Das war auch in der vergangenen Woche das Rezept zum Erfolg. Ob Lübecks Trainer Torge Greve auch gegen Bietigheim auf dieses Mittel zurückgreifen wird, bleibt abzuwarten.

17:00 Uhr: HC Elbflorenz 2006 vs. HSG Konstanz

Der HC Elbflorenz hat am Sonntagnachmittag das Tabellenschlusslicht der HSG Konstanz zu Gast. Die Männer vom Bodensee wollen aber schnellstmöglich die „rote Laterne“ abgeben. Dazu benötigen sie unbedingt einen Sieg in Dresden. Doch der HC Elbflorenz, der seine erste Saison in der zweithöchsten deutschen Spielklasse spielt, zeigt bislang konstant gute Leistungen. Lediglich in der vergangenen Woche gab es einen Dämpfer im Derby gegen den EHV Aue, das man mit 27:28 verlor.  Deshalb blickt Dresdens Trainer Christian Pöhler auch mit Respekt auf die Partie gegen die HSG Konstanz. „Mit der HSG Konstanz erwarten wir eine junge, eingespielte und schnelle Truppe. Wenn wir sie zu sehr ins Spiel kommen lassen, kann das gefährlich sein. Wir müssen hellwach sein. Wir schauen nicht auf die Tabelle und bewerten so die Tabellensituation der Konstanzer auch nicht über. Wir haben wie immer die Stärken und Schwächen des Gegners analysiert. Nach dem Spiel in Aue war die Mannschaft bitter enttäuscht. Ich erwarte, dass das Team diese Enttäuschung in positive Energie umsetzt. Wenn wir so stark spielen wie teilweise in Aue, bin ich zuversichtlich, dass wir am Sonntag einen Erfolg verbuchen.“  Die Konstanzer selbst wollen sich ebenfalls von der herben Niederlage beim direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, Hagen, erholen. Trainer Daniel Eblen muss auch beim Auswärtsspiel auf sechs Spieler verletzungsbedingt verzichten. Dennoch fordert er von seinen Schützlingen „bessere Effektivität in den Abschlüssen. Wir müssen dabei mehr Zählbares auf die Anzeigetafel bringen. Wir sehen die derzeitige Lage als Herausforderung, so wie es sein muss.“

 

17:00 Uhr: Eintracht Hildesheim vs. ThSV Eisenach

Ein weiteres Kellerduell steht um 17:00 Uhr in Hildesheim an. Die wiedererstarkte Eintracht empfängt den angeschlagenen ThSV Eisenach. Zwei Siege aus den letzten drei Spielen, so die Bilanz der Niedersachsen. Die kleine Serie will das Team um Trainer Gerald Oberbeck in heimischer Halle fortführen. Der Übungsleiter warnt aber davor den ThSV zu unterschätzen: „Der ThSV hat sehr viel Qualität im Kader, es fehlt bisher nur an den Erfolgserlebnissen. Wir dürfen uns keine Fehler erlauben und müssen unser Spiel durchziehen, um zu gewinnen.“ Häufig mussten die Eisenacher in dieser Saison unglückliche Niederlagen einstecken. Daraus resultiert der 18. Tabellenplatz, der für den Traditionsklub, der in der vergangenen Saison noch den siebten Platz innehatte, enttäuschend ist. Mit einem Sieg gegen Hildesheim soll nun noch vor Weihnachten die Trendwende eingeleitet werden.

Foto: ThSV Eisenach

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