11.10.2018  2. Handball-Bundesliga

Zehn Zahlen und Fakten zum 9. Spieltag

Beinahe ein Viertel der Saison in der 2. Handball-Bundesliga ist bereits vorbei und so langsam zeichnen sich die ersten Trends in der Tabelle ab. Die Favoriten sammeln sich weitestgehend in der oberen Tabellenhälfte, während die Mannschaften im Tabellenkeller um den Anschluss an das Mittelfeld kämpfen. Das sind die zehn Zahlen und Fakten zum 9. Spieltag:

2 Niederlagen in Folge

Nach zwei Niederlagen in Folge für den TV Emsdetten kommt der HSC 2000 Coburg eigentlich zur Unzeit. Aus bisher acht absolvierten Spielen konnte Coburg 15:1 Punkte verbuchen und ist somit ungeschlagen in dieser Saison. Einzig die Rhein Vikings konnten dem Gast bisher einen Punkt am zweiten Spieltag abringen. Gegen eben diese Vikings hat der TV Emsdetten in dieser Saison seine ersten zwei Punkte verbuchen können. Auch wenn diese Vergleiche „über Eck“ immer ein wenig hinken, so ist die zu lösende Aufgabe am Freitag bestimmt nicht aussichtslos, wenngleich der HSC sicherlich nicht als Aufbaugegner antreten wird.

25 Tore

Beide machten ein Rießenspiel gegen den TSV Bayer Dormagen. Mit 13 und zwölf Toren waren Tom Skroblien und Luca Witzke nicht nur die Matchwinner für den TuSEM Essen, sie waren auch die Top-Torjäger des vergangenen 8. Spieltags. Das macht 25 Tore auf vier Schultern verteilt! Zum Vergleich: Die gesamte Mannschaft der Rhein Vikings erzielte am 8. Spieltag gegen den ASV Hamm-Westfalen lediglich 22 Tore. Am Freitagabend treffen die zwei Ballermänner mit Essen nun auf den Wilhelmshavener HV. Dieser erzielt im Schnitt 28,38 Tore pro Spiel. Ob Skroblien und Witzke diese Marke nur im Duo knacken, scheint fraglich.

1 Zähler entfernt

Wenn die Handballer des VfL Eintracht Hagen in der 2. Handball-Bundesliga am Freitagabend zu Hause den EHV Aue empfangen, dann trifft der Zehnte auf den Fünfzehnten – also auf den letzten Platz, der auch in der kommenden Spielzeit dazu berechtigt in Deutschlands zweithöchster Spielklasse am Ball zu sein. Allerdings trennt die Grün-Gelben (7:9 Punkte) und die Mannschaft aus dem Erzgebirge (6:10) nur ein Zähler, einen weiteren Punkt beträgt die Differenz zum ersten Abstiegsplatz. Für beide Mannschaften wären Puntke also wichtig.

4 Punkte hinter dem Aufstiegsplatz

Beim VfL Lübeck-Schwartau steckt momentan Sand im Getriebe. Zu Hause top - in der Fremde eher flop! So lässt sich die bisherige Saison der Norddeutschen grob zusammenfassen. In der Fremde setzte es bisher drei Niederlagen. Einzig bei den DJK Rimpar Wölfen konnte der VfL zwei Punkte mitnehmen. Daheim sieht die Lage anders aus. In den bisherigen vier Heimspielen der Saison konnte Lübeck-Schwartau vier Mal gewinnen. Das wird auch gegen den TSV Bayer Dormagen wichtig sein. Der VfL hat als Ziel den Aufstieg ausgegeben. Allerdings hinken die Norddeutschen bereits vier Punkte hinter den Aufstiegsplätzen hinterher.

5 Spiele in Folge ungeschlagen

Beim HBW Balingen-Weilstetten läuft's! Die anfänglichen Startschwierigkeiten scheinen überwunden zu sein. Nach der Niederlage beim ASV Hamm-Westfalen sind die 'Gallier von der Alb' nun seit fünf Spielen ungeschlagen und feierten zuletzt gar vier Siege in Folge. Zu Hause ist der HBW sowieso eine Macht.  Das Schwergewicht der Liga hat in der 'Hölle Süd' auf der Alb die letzten elf Heimspiele gewonnen - eine schwere Aufgabe für den HC Rhein Vikings.

19 Paraden

Es hat nicht lange gedauert und schon spielte sich Neuzugang Oliver Krechel in die Herzen der ASV-Fans. Der Torwart, vor der Saison aus Coburg gekommen, wurde sofort zum Publikumsliebling in Hamm und zahlt dies mit beeindruckenden Leistungen zurück. Am vergangenen Spieltag gelang Krechel sein bisher bestes Saisonspiel. Gegen die Rhein Vikings parierte der Keeper 50% der Bälle. 19 Würfe, die auf sein Tor kamen, blockte Krechel ab - ein Top-Wert!

2 Favoriten binnen 4 Tagen

Ganz allmählich muss der TV Großwallstadt an seinen eigenen Leistungen wachsen. Dies ist im Moment umso anspruchsvoller, weil er inmitten zweier englischer Wochen ist, und ihm jüngst etwa mit Florian Eisenträger oder Michael Spatz immer wieder Leistungsträger fehlten. Nachdem die heiße Spielphase im Herbst mit einem Duell beim Aufsteiger TSV Bayer Dormagen und dem Vergleich gegen die beiden zwar recht hochgehandelten, aber doch etwas mau gestarteten HC Rhein Vikings und TV Hüttenberg begonnen hat, messen sich die Bauer-Schützlinge diese Woche mit gleich zwei Spitzenvereinen ihrer Spielklasse. Am Mittwoch ging es gegen die HSG Nordhorn-Lingen, am Samstag gibt sich dann der TuS N-Lübbecke (19:30 Uhr) die Ehre in Elsenfeld. Die dortige Untermainhalle hat als blau-weiße Hölle auch in dieser Runde schon ihren Wert unter Beweis gestellt und soll nun für Zählbares sorgen.

2 Plätze nach unten

Zweifelsfrei kann der TuS Ferndorf mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden sein. Nach sechs Spieltagen standen die Siegerländer auf Rang Drei. Es war der beste Saisonstart eines Aufsteigers seit fünf Jahren. Eine englische Woche und zwei Spieltage später ist der TuS Ferndorf "nur noch" auf Platz Fünf. Der Aufsteiger wurde von den Aufstiegsaspiranten aus Hamm-Westfalen und Balingen überholt und die nächsten zwei Top-Vereine lauern bereits direkt dahinter. Sowohl der VfL Lübeck-Schwartau, als auch der TuS N-Lübbecke liegen nur einen Punkt hinter Ferndorf. Muss der Aufsteiger nun befürchten, Schritt für Schritt nach nach unten gereicht zu werden?

4 Punkte bis zum rettenden Ufer

Um ehrlich zu sein: Bereits nach acht Spieltagen den Abstiegskampf auszurufen ist überspitzt. Und dennoch steckt in dem Spiel zwischen dem HC Elbflorenz 2006 und dem Dessau-Roßlauer HV einiges an Brisanz. Beide Teams stehen auf einem Abstiegsplatz. Während der DRHV bereits zwei Mal in dieser Saison jubeln konnte, warten die Dresdner immer noch auf den ersten Doppelpunktgewinn der Saison. Irgendwann muss der HC anfangen, konstant zu punkten. Denn bereits nach acht Spieltagen beträgt die Lücke zum rettenden Ufer vier Punkte.

2 Tabellennachbarn

Vor der Saison wurde von Seiten der DJK Rimpar Wölfe vor der Stärke der 2. Handball-Bundesliga in diesem Jahr gewarnt und vorausgesagt, dass sich auch einige Top-Clubs nach den ersten Spielen in Tabellenregionen wiederfinden, wo sie eigentlich nicht hingehören. Nun hat es ausgerechnet die Wölfe getroffen, die nach acht Spieltagen und nur drei Siegen im Tabellenkeller festsitzen. Nur ein Punkt trennt Rimpar von der Abstiegszone. Der Club hat nach Jahren des Erfolgs andere Ambitionen. Gegen den Tabellennachbarn aus Hamburg muss ein Erfolgserlebnis her, sonst könnte es für die Wölfe noch enger werden.

Bild: Wegener

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