08.12.2018  2. Handball-Bundesliga

Trotz Rekordkulisse keine ASV-Überraschung gegen Coburg

2.055 Zuschaue versuchten am Freitag ihren ASV Hamm-Westfalen zur Sensation gegen den HSC Coburg zu tragen. Doch der Tabellenführer zeigte einmalmehr seine Stärke, gab sich keine Blöße uns siegte am Ende souverän mit 28:23 gegen die Westfalen. Dabei nutze der HSC vor allem die hohe Fehlerquote der Gastgeber aus Hamm. Mit dem Auswärtserfolg bleiben die Schwarz-Gelben auch am 17. Spieltag an der Tabellenspitze.

Nach ausgeglichenem Beginn, während dessen der ASV vor allem über den Kreis immer wieder in Führung ging, fand die Gästeabwehr bessere Mittel, um die Offensive der Westfalen zu stören. So ging die Mannschaft von Jan Gorr zwischen der elften und 21. Minute nach 6:6 mit 6:9 in Führung. Aber die Gastgeber ließen sich nicht abschütteln, verkürzten mehrfach den Rückstand auf ein Tor. Erst nach dem 11:12 in der 28. Minute durch Vyron Papadopoulos gelangen den Coburgern wieder zwei Treffer in Folge. Die 11:14-Halbzeitführung für den HSC gab in etwa die Kräfteverhältnisse wieder.

Der Verlauf blieb im zweiten Abschnitt ähnlich: Coburg legte vor, einmal sogar zum 16:19 wieder auf drei Treffer. Doch die Mannschaft von Kay Rothenpieler ließ sich nicht abschütteln und kam immer wieder auf ein Tor heran. Letztmalig gelang das Rückraum Mex Raguse, der seinen 19. Geburtstag feierte, mit seinem Treffer zum 22:23 in der 51. Minute. Aber der Ausgleich wollte wie schon in vielen Situationen zuvor einfach nicht fallen. Die letzte Chance hatte hier noch Vyron Papadopoulos nachdem zuvor der gut aufgelegte ASV-Torwart Felix Storbeck einen Ball abwehrte. Doch statt seinen Wurf von außen im Gehäuse des ebenfalls sehr starken HSC-Keepers Jan Kulhanek unterzubringen, streifte er den Pfosten – im Gegenzug leistete er sich ein unglückliches Foulspiel und erhielt eine Zeitstrafe, die letzte von insgesamt zehn gegen beide Mannschaft in einem intensiven, aber nie unfairen Spiel. Und diese sollte folgenschwer sein: Die Gäste erhöhten schnell auf 22:25.

 

Kay Rothenpieler riskierte in der Folge alles – doch der Spitzenreiter ließ sich nicht mehr aus der Ruhe bringen und nutzte auch den siebten Feldspieler des ASV zum Wurf ins leere Tor. So fiel der Sieg des HSC am Ende „vielleicht ein oder zwei Tore zu hoch aus“, wie auch Gästetrainer Jan Gorr befand, der ansonsten „sehr glücklich über den Sieg“ in Hamm war. Zwar bedauerte Kay Rothenpieler, dass der Ausgleich im Spielverlauf nicht mehr gelang, er sah aber dennoch einige positive Aspekte: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Coburg war diese zwei, drei Tore besser. Wir haben zu viele Fehler gemacht, gerade in wichtigen Phasen. Aber wir können einiges mitnehmen, die Mannschaft hat zu jedem Zeitpunkt gekämpft und alles versucht. Coburg war das einfach etwas cleverer und hat unter dem Strich verdient gewonnen“, so Rothenpieler. Weiter geht es für den ASV am kommenden Freitag, dann steht um 19:30 Uhr das Westderby beim TuSEM Essen an.

Quelle: ASV Hamm-Westfalen

Foto: Wegener

Socialstream

Fanshop