24.12.2018  2. Handball-Bundesliga

Coburg feiert Weihnachten an der Tabellenspitze

Der HSC Coburg musste vor Weihnachten eine schwere Aufgabe entgegennehmen und zum Dessau-Roßlauer HV reisen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem starken Gastgeber, gewann Coburg vor allem nach starken zehn Minuten Ende der ersten Halbzeit das Spiel mit 28:25. Beste Schützen waren Libor Hanisch, Marek Vančo, Jonas Hönicke und Daniel Zele für Dessau mit jeweils vier Treffern und Tobias Varvne sowie Lukas Wucherpfennig, die mit jeweils acht Toren für Coburg am erfolgreichsten waren.

Ohne Christoph Neuhold, der kurzfristig aufgrund von Rückenproblemen passen musste, startete der HSC etwas behäbig in die Partie. Die Heim-Sieben ging entschlossen zu Werke und bot dem Spitzenreiter ordentlich Paroli. Beim Stand vom 10:7 musste Trainer Jan Gorr dann erstmals eingreifen – die Auszeit fruchtete. Dessau erspielte sich in der Folgezeit kaum noch freie Würfe, das Resultat: Tempogegenstöße, zweite Wellen und mit dem 15:11 ein Vier-Tore-Vorsprung zur Halbzeitpause. Dessau-Coach Uwe Jungandreas reagierte und brachte den erst kürzlich verpflichteten „Oldie“ Radek Motlik zwischen die Pfosten. Und der 48-jährige lieferte: Mit einer teilweise unkonventionellen, aber die Halle aufheizenden Quote von 42% gehaltener Bälle half er seinem Team zurück ins Spiel. Über die Spielstände 19:21, 20:25 und dann doch wieder 25:27 blieben die Hausherren dran und lieferten dem Spitzenreiter einen großen Fight. Letztendlich war es die große individuelle Stärke vieler HSC-Akteure, die diesen Auswärtssieg dann doch recht souverän nach Hause fuhren. 

Dessaus Trainer Uwe Jungandreas nach dem Spiel: „Coburg hat das Spiel in zehn Minuten gewonnen, in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit. Wir haben sehr gut angefangen und sehr gut verteidigt. Wir hatten viel Hilfe im Tor und auch im Angriff gut gespielt. Dann haben wir etwas den Faden verloren. Diese Phase haben wir dann 1:8 verloren. Das war der Knackpunkt. In der zweiten Halbzeit haben wir alle mobilisiert, u.a. mit dem siebten Feldspieler. Das haben wir dann wieder im Angriff gut gemacht, auch wenn wir in der Abwehr immer wieder Zeitstrafen kassieren mussten. Dies hat die Aufholjagt natürlich wieder ins Stocken gebracht, sodass wir das Spiel nicht ganz so eng gestalten konnten. Trotzdem sagt es einiges aus, wenn ein 48-Jähriger Motlik hierher aus Pilsen angereist kommt und die Emotionen zu kochen bringt. Genau diese Emotionen brauchen wir im Abstiegskampf. Es geht nicht nur um das Handballspielen, wir brauchen Leidenschaft und Emotionen, wir brauchen die Halle und wir müssen über uns hinaus wachsen.“

Foto: Rosenbusch

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