02.06.2019  2. Handball-Bundesliga

Balingen mit weiterem Ausrufezeichen gegen Hagen

Der HBW Balingen-Weilstetten hat im Spiel gegen den VfL Eintracht Hagen noch einmal seine starke Form untermauert. Die Gallier von der Alb fuhren in der heimischen Sparkassen-Arena einen ungefährdeten 32:19-Sieg ein. Bereits zur Halbzeit hatten die Blau-Roten einen komfortablen Zehn-Tore-Vorsprung herausgespielt, den sie bis zum Schlusspfiff sicher verwalteten. Damit liegt der HBW weiter auf Kurs Zweitliga-Meisterschaft.

Trotz Feierlaune haben die Gallier ihr letztes Saison-Heimspiel souverän über die Bühne gebracht und dem VfL Eintracht Hagen nie eine Chance gelassen, etwas Zählbares aus der SparkassenArena mitzunehmen. Nach einem kurzen Stotterstart nahmen die Hausherren das Heft in die Hand und distanzierten den Absteiger bereits bis zur Halbzeit auf 17:7. Auch im zweiten Durchgang ließ der HBW nicht nach und konnte am Ende einen souveränen 32:19(17:7)-Erfolg feiern. Da zeitgleich Mitaufsteiger Nordhorn-Lingen zu Hause gegen Dormagen nur ein Unentschieden erreicht, geht der HBW Balingen-Weilstetten mit zwei Punkten Vorsprung in den letzten Spieltag und hat die große Chance nach dem Aufstieg auch noch die Meisterschaft zu holen.

„Man hat zu Beginn gemerkt, dass die Jungs noch ein paar Feierlichkeiten in den Beinen hatten, aber wie sie es dann gemacht haben, war aller Ehren wert“, war HBW-Trainer Jens Bürkle beim abschließenden Trainergespräch mit der Leistung seiner Mannschaft mehr als zufrieden. Klar, hatte sich jeder gefragt, ob die Gallier nach dem bereits feststehenden Aufstieg noch die notwendige Konzentration und Power auf die Platte bringen, um auch noch das letzte Heimspiel erfolgreich zu gestalten. Die Antwort gaben Grétarsson und Co. relativ schnell. Nach Fehlversuchen hüben wie drüben, war es Balingens Top-Torschütze, der den Torreigen mit einem sicher verwandelten Strafwurf eröffnete. Hagen glich postwendend aus und nach einem Abspielfehler im HBW-Angriff war es der Ex-Balinger Dragan Tubic, der die Gäste mit 1:2 in Führung brachte.

Dass die Gäste-Führung nicht größer wurde, verdankten die Gallier ihrem Torhüter Tomáš Mrkva, der glänzend ins Spiel kam und in den Anfangsminuten neben drei Glanzparaden auch noch einen Strafwurf der Westfalen entschärfte. Im Gegenzug macht es Grétarsson besser und verwandelte sicher von der Siebenmeterlinie zum 2:2-Ausgleich. Ein Abspielfehler der Eintracht spielte dem HBW in die Karten und Tim Nothdurft verwandelt sicher zum 3:2. Es war das erste Tor aus dem Spiel heraus und von jetzt an lief es wie am Schnürchen. Tomáš Mrkva nagelte seinen Kasten regelrecht zu und vorne nutzten die Hausherren ihre Chancen konsequenter. Tim Nothdurft, Jannik Hausmann und Jona Schoch erhöhten auf 6:2.

Schoch war es auch, der mit einer ganz starken 1/1-Aktion in der 16. Spielminute das 9:4 erzielte. Weil Eintracht-Spieler Andreas Bornemann ihn dabei auch noch zu hart anging, durfte dieser für zwei Minuten auf die Bank. Gästetrainer Nils Pfannenschmidt versuchte im Angriff die Unterzahl mit dem 7. Feldspieler zu kompensieren. Seine Jungs verloren aber zwei Mal den Ball und kassiert zwei Treffer aufs leere Tor. Vor allem für das 10:4 gab es frenetischen Beifall. Es ging nämlich auf das Konto von Torhüter Mrkva, der das letzte Heimspiel im Trikot der Balinger bestritt. Nach dem 11:4 das Jannik Hausmann ebenfalls vom eigenen Strafwurfkreis ins leere Tore des VfL erzielte, nahm der Gästetrainer seine erste Auszeit. Viel erreichte er damit nicht, denn der HBW-Express ließ sich nicht mehr stoppen. Mit 17:7 ging es in die Halbzeitpause und jedem war klar, dass die Entscheidung bereits gefallen ist.

Auch im zweiten Durchgang ließen die Gallier nicht nach und obwohl Trainer Jens Bürkle kräftig durchwechselte, gab es kaum einen Bruch im Spiel. Nach seiner 16. Parade war für Torhüter Mrkva der Arbeitstag nach 37 Minuten beendet und Jonas Baumeister durfte die Partie zu Ende spielen. Wie für Mrkva war es auch für ihn das letzte Spiel im Trikot des HBW und er zeigte nochmals sein ganzes Können. In der 45. Minute machte er es Mrkva nach und traf nach einem missglückten Kempa-Versuch der Hagener in deren leeres Gehäuse zum 24:12 und als er einen Angriff später auch noch einen Strafwurf von Sören Kress abwehren konnte, gab es den tosenden Beifall von den Rängen. Nicht weniger Beifall gab es für Matti Flohr, der in der 52. Minute das 27:24 erzielte. Damit hatte jeder von den Spielern, für die es das letzte Heimspiel war, sein Abschiedstor erzielt. Am Ende stand ein nie gefährdeter 32:19-Erfolg zu Buche.

Mit der Verabschiedung von Tomás Mrkva, Jonas Baumeister, Matti Flohr und Co-Trainer Sascha Ilitsch endete der offizielle Teil des letzten Heimspieltages, aber die Aufstiegs-Party, die bereits am Nachmittag begonnen hatte, dauerte noch weit bis in die Nacht.

Quelle: HBW Balingen-Weilsetten

Foto: Moschkon

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