24.08.2018  2. Handball-Bundesliga

Der Freitag im Überblick: Favoritensieg und Aufsteiger-Krimi

Der erste Spieltag der 2. Handball-Bundesliga startete mit einem deutlichen Sieg des Aufstiegskandidaten Lübbecke gegen den Aufsteiger aus Dormagen. Eine hart umkämpfte Partie zwischen den beiden Liga-Neulingen Grosswallstadt und Ferndorf sahen die Zuschauer in der Untermainhalle. Am Ende behielt dort ein Routinier die Nerven. Hier sind alle Partien des Abends in der Zusammenfassung:

TSV Bayer Dormagen - TuS N-Lübbecke

Die Favoritenrolle im Spiel zwischen Bayer Dormagen und Lübbecke war vor der Partie im TSV Bayer Sportcenter klar vergeben. Doch die Gastgeber, die als Aufsteiger das Ziel Klassenerhalt ausgegeben haben, gestalteten das Spiel bis zur 25. Minute gegen den Erstliga-Absteiger aus Lübbecke ausgeglichen.  Dann aber zeigte TuS-Keeper Joel Birlehm seine Klasse, sodass sich die Rot-Schwarzen trotz einer Zeitstrafe eine 10:15-Führung zur Halbzeit herausspielen konnten.

In der zweiten Hälfte ließ Lübbecke den Hausherren zu keinem Zeitpunkt die Chance den Abstand noch einmal zu verkürzen. In der 47. Minute sah dann auch noch Dormagens Kreisläufer Patrick Hüter nach drei Zeitstrafen die rote Karte. Eine weitere Schwächung, die das junge Team von  Trainer Ulli Kriebel nicht kompensieren konnte. Am Ende siegte der TuS N-Lübbecke deutlich mit 29:21.  Die besten Werfer der Partie waren mit jeweils acht Treffern Marian Orlowski und Tim Roman Wieling.

TuSEM Essen - DJK Rimpar Wölfe

Am Ende eine nicht zu erwartende klare Angelegenheit war die Partie zwischen dem TuSEM Essen und den Rimparer Wölfen. Vor 1587 Zuschauern im innogy Sportcenter erwischten die Hausherren den besseren Start. Nach einer Viertelstunde hatte sich der TuSEM bereits eine 10:5-Führung herausgespielt. Besonders stark agierten in der Anfangsphase Essens Torhüter Sebastian Bliß und Spielmacher Denis Szczesny. Bis zur Halbzeit ließen die Rot-Weißen die Wölfe, die am vergangenen Wochenende noch als einziges Zweitligateam den Einzug in die zweite Runde des SHB-Pokals schafften, nicht mehr entscheidend herankommen. Der Spielstand zur Halbzeit: 14:11.  In der zweiten Halbzeit spielte Essen unverändert stark auf. Weitere drei Szczesny-Treffer in Folge zogen den Wölfen den Zahn.  Am Ende sicherte sich der TuSEM mit einem 34:26-Sieg die ersten zwei Punkte der Saison.  Dennis Szczesny war mit acht Treffern  bei neun Versuchen erfolgreichster Torschütze der Essener. Benjamin Herth war mit sechs Toren erfolgreichster Schütze für die Rimparer Wölfe.

TV Grosswallstadt - TuS Ferndorf

Mit dem TV Grosswallstadt und dem TuS Ferndorf trafen am ersten Spieltag gleich zwei Aufsteiger in der Untermainhalle aufeinander. Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich Grosswallstadt nur leichte Vorteile erarbeiten konnte. Mit 14:12 ging es für die Teams in die Kabine.  Die bessere Halbzeitansprache schien TVG-Coach Florian Bauer gefunden zu haben. Seine Mannschaft nutzte die Schwächephase des TuS und setzte sich bis zur 41. Minute auf 21:15 ab. Doch dann erholten sich die Gäste und glichen mit fünf Treffern in Folge innerhalb von sieben Minuten zum 20:20 aus. Im weiteren Spielverlauf entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem vor allem Routinier Michael Spatz die Nerven vom 7-Meter-Punkt behielt. So auch 15 Sekunden vor Schluss, als der Rechtsaußen noch einmal einen Strafwurf gegen Keeper Kai Rottschäfer verwandelte und seinem Team damit das Unentschieden sicherte.  26:26 der Endstand. Seine Souveränität machte Michael Spatz auch zum erfolgreichsten Torschützen der Partie. Am Ende verbuchte er neun Treffer auf seinem Konto. Bester Werfer der Gäste war Rückraumakteur Jan Winkler.

VfL Eintracht Hagen - Dessau Rosslauer HV

Ebenfalls ausgeglichen verlief die erste Halbzeit im Spiel zwischen dem VfL Eintracht Hagen und dem Dessau-Rosslauer HV.  Keines der Teams konnte sich in einem munteren Spiel absetzen. Zwölf Sekunden vor dem Pausenpfiff warf Hagens Andreas Bornemann  dann doch die knappe 13:12-Führung für die Hausherren heraus. Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit verliefen weiter auf Augenhöhe. Hagens Trainer Niels Pfannenschmidt nutzte immer wieder die Möglichkeit einen siebten Feldspieler auf die Platte zu bringen. Eine Maßnahme, die den Gegner vor Probleme stellte.  Die Westfalen setzten sich kontinuierlich ab. Am Ende hatte der DRHV nichts mehr entgegenzusetzen, sodass der VfL die Partie mit 25:21 für sich entschied. Bartosz Konitz (7) und Jonas Honicke (5) erzielten für ihre Teams die meisten Treffer.

Foto: Scheuring

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