24.05.2019  2. Handball-Bundesliga

Der Freitag in der 2HBL: Vikings siegen in Hagen, Balingen kurz vor Aufstieg

Fünf Partien bot der Freitag in der 2. Handball-Bundesliga, dreimal konnte sich das Heimteam durchsetzen, zweimal gingen die Punkte an das Auswärtsteam. Der HBW Balingen-Weilstetten ist nach dem Sieg über Emsdetten ganz dicht dran am Aufstieg, Hagen hingegen hängt weiter im Tabellenkeller.

TSV Bayer Dormagen vs. DJK Rimpar Wölfe 28:16 (13:8)

Die Zuschauer im TSV Bayer Sportcenter sahen eine ausgeglichene erste Hälfte. Beide Torhüter konnten sich mehrfach auszeichnen und machten es den Schützen schwer, Tore zu erzielen. So erzielte Eloy Morante Maldonado in der 19. Spielminute das 8:7 für den TSV. Das Heimteam konnte sich in der Folge absetzen und ging somit mit einer 13:8-Führung in die Kabine.

Nach nur 6 Minuten und 46 Sekunden im zweiten Durchgang nahm DJK-Trainer Matthias Obinger seine Auszeit. Sein Team hatte zuvor einige technische Fehler und Fehlwürfe produziert und so noch kein Tor seit Wiederbeginn erzielt. Dormagen nutzte diese Durststrecke und zog auf 17:8 davon. Somit war die Vorentscheidung gefallen und da Rimpar im Angriff wenig Durchschlagskraft bewies, ließ der TSV die Wölfe nicht mehr näher rankommen. Rimpar 

TSV Bayer Dormagen: Thomas (1), Löfström (3), Hüter, Ian (4), Köster (5), Rebelo (2) Richter (1), Jagieniak (2), Morante Maldonado (6), Wieling (3/1)

DJK Rimpar Wölfe: Schömig (2), Böhm (1), Schmidt (1), Kaufmann (1), Schulz (2), Backs (1), Brielmeier (3), Herth (4/4), Sauer (1)

VfL Lübeck-Schwartau vs. Handball Sport Verein Hamburg 25:24 (11:9)

Auch in diesem Spiel zeichneten sich die Mannschaften vorwiegend durch gute Abwehrarbeit aus. Nach einer Viertelstunde lautete der Zwischenstand 5:5 und sowohl Marino Mallwitz, als auch Marcel Kokoszka konnten bereits jeweils vier Würfe entschärfen.

In der zweiten Halbzeit bot sich den 2176 Zuschauern in der Hansehalle ein ähnliches Bild. Beide Teams kämpften um jeden Ball und liesen den Gegner zu keinem einfachen Tor kommen. Beim 20:20 acht Minuten vor Abpfiff  steuerte man auf eine spannende Endphase zu. Den besseren Atem hatte dann der VfL Lübeck-Schwartau und setzte sich mit drei Toren ab. Wer nun dachte, das Spiel würde an Spannung abnehmen, der sah sich getäuscht. Der Handball Sport Verein Hamburg gab nicht auf und verkürzte auf 24:23.

Doch Antonio Metzner machte mit seinem achten Treffer alles klar und auch die offensive Deckung der Hamburger konnte nichts mehr am Derbysieg des VfL ändern.

VfL Lübeck-Schwartau: Glabisch (3), Waschul (2), Schult (1), Damm (6/5), Kretschmer (2), Claasen (1), Runarsson (2), Metzner (8)

Handball Sport Verein Hamburg: Schröder (5), Tissier (1), Weller (2), Ossenkopp (4/3), Bauer (4), Forstbauer (6), Wullenweber (2)

TV Emsdetten vs. HBW Balingen-Weilstetten 23:27 (13:15)

Mit einer offensiven und aggressiven Abwehr versuchte der TV Emsdetten den Tabellenführer aus Balingen aus dem Konzept zu bringen. Und tatsächlich zeigten sich der HBW in der ersten Viertelstunde beeindruckt und lag mit 6:8 im Hintertreffen.

In der Folge fanden die Gallier von der Alb aber immer wieder den freien Kreisläufer und übernahmen beim 10:9 das Zepter, was Daniel Kubes zu einer Time-Out zwang. Den Halbzeitstand von 13:15 besorgte dann der Ex-Emsdettener Oddur Gretarsson per Siebenmetertreffer. 

Den ersten Treffer in Halbzeit Nummer zwei erzielte TVE-Spielmacher Merten Krings, doch der HBW konterte prompt durch Gregor Thomann. Der HBW kam nun immer besser in Fahrt und beim 16:20 betrug der Vorsprung zum ersten mal vier Tore.

Auch die dritte Zweiminutenstrafe gegen Marcel Niemeyer und die damit verbundene Rote Karte brachte Balingen nicht mehr vom Weg ab und so gewannen sie schließlich klar mit 23:27.

Durch den Sieg kann der HBW Balingen-Weilstetten morgen schon aufsteigen, allerdings muss hierzu der HSC 2000 Coburg zuhause gegen Hamm straucheln.

TV Emsdetten: Krings (7), Kolk (5), Dräger (2) Holzner (3/3), Smits (3), Wesseling (2), Kropp (1), 

HBW Balingen-Weilstetten: Niemeyer (2), Hausmann (3), Thomann (2), Meschke (2), Gretarsson (12), Schoch (4), Saueressig (2)

TuSEM Essen vs. TuS Ferndorf 32:29 (17:13)

In einer flotten Anfangsphase mit vielen Toren legte das Heimteam aus Essen vor und der TuS Ferndorf zog nach. Nach 15 Minuten führte TUSEM mit 9:7. Angetrieben von den starken Tom Skroblien und Tim Zechel, die bereits in der ersten Hälfte beide vier Torerfolge verzeichnen konnten, erarbeitete sich Essen einen 15:11 Vorsprung. Diesen konnte man auch bis zum Pausenpfiff halten, so dass die Teams bei 17:13 die Seiten wechselten.

Der Vorsprung wurde in Hälfte zwei allerdings schnell zunichte gemacht, da das Gästeteam aus Ferndorf einen 5:0-Tore Lauf startete und zum 20:20 ausglich. 

Als Jonas Faulenbach in Unterzahl zum 24:23 traf, sah es so aus, wie wenn die beiden Teams in eine spannende Schlussphase einbiegen würden. Doch kurze Zeit später war es zweimal Dennis Szczesny und einmal David Akakpo, die den TUSEM mit drei Treffern in Führung brachten. So endete das Spiel mit 32:29 und das Heimteam durfte über den Sieg jubeln.

TuSEM Essen: Akakpo (1), Szczesny (5), Ridder (2), Müller (2), Firnhaber (7), Klingler (1), Skroblien (7/1), Zechel (7)

TuS Ferndorf: Faulenbach (7), Michel (1), Neitsch (1), Wörner (5), Zerbe (5/3), Schneider (1), Barwitzki (1), Lindskog (7), Rink (1)

VfL Eintracht Hagen vs. HC Rhein Vikings 23:30 (10:17)

Der erste Absteiger aus Düsseldorf startete wie die Feuerwehr in die Partie gegen den VfL Eintracht Hagen. Nach knapp sechs Minuten lagen die Vikings mit 4:0 in Front. Bis zur Halbzeit konnte man diese Führung sogar noch ausbauen und hatte beim 10:17 alle Trümpfe in der Hand.

Der VfL Eintracht Hagen ließ auch in Hälfte zwei einiges vermissen und konnte nicht näher aufschließen. So gewannen die Vikings völlig verdient mit 23:30. Bester Werfer der Partie waren Christian Hoße und Daniel Zwarg mit jeweils sechs Treffern.

VfL Eintracht Hagen: Brand (1), Kress (2), Dell (2), Tubic (3), Pröhl (4), Schmidt (5/2), Waldhof (1), Gaubatz (3), Mestrum (1)

HC Rhein Vikings: Gipperich (4), Hoße (6/3), Skorupa (1), Weis (1), Johnen (4), Zwarg (6), Görgen (5), Middell (3)

Foto: Becker

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