11.05.2019  2. Handball-Bundesliga

Gerechte Punkteteilung zwischen Coburg und Balingen

In einer hochdramatischen und völlig ausgeglichenen Begegnung trennten sich der HSC 2000 Coburg und der HBW Balingen-Weilstetten mit einem völlig gerechten 28:28(17:17)-Unentschieden. Beide Teams kämpften um jeden Zentimeter Boden und boten den 3002 Zuschauer in der HUK-Coburg Arena ein fantastisches Handballspiel, das den hohen Erwartungen vollauf gerecht wurde. Mit dem Punktgewinn haben die Gallier von der Alb die Tabellenspitze erfolgreich verteidigt und den Drei-Punkte-Vorsprung auf Coburg gewahrt.

Ob es für die eine oder andere Mannschaft ein gewonnener oder verlorener Punkt war, wird sich möglicherweise erst am letzten Spieltag zeigen. In jedem Falle waren sich am Ende alle Protagonisten einig, dass diese Partie ein gerechtes Ergebnis fand. „Gewonnen haben auf jeden Fall die Zuschauer, egal aus welchem Lager“, brachte es Jan Gorr auf den Punkt, denn die 3002 Besucher sahen von der ersten Minute an ein „hochgradig emotionales, geiles Handballspiel“, wie es Gästetrainer Jens Bürkle formulierte.  Die Anfangsphase gehörte erst einmal den Gästen, die schnell auf 1:4 davonzogen. Doch die Hausherren fingen sich zum Glück recht schnell, fanden nun im Angriff bessere Lösungen vor allem über den an diesem Abend „Mister 100 Prozent“ Sebastian Weber und legten Mitte der ersten Hälfte ihrerseits vor. Doch weiter als auf drei Tore sollte bis zum Schluss keines der beiden Teams wegziehen und so kämpften sich die starken Gäste bis zum Pausenpfiff wieder zum 17:17 heran.

Ähnlicher Verlauf zunächst auch in Hälfte 2: Wieder legte Balingen vor, doch diesmal hatten die Gastgeber deutlich mehr Probleme, um wieder in Schlagdistanz zu kommen. Zunächst fehlte noch die Durchschlagskraft aus dem Coburger Rückraum, um zu leichten Toren zu kommen. Doch der HSC gab sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen, fightete leidenschaftlich um jeden Ball und belohnte sich schließlich für seinen Einsatz: In der 50. Minute war erstmals der Ausgleich wieder hergestellt. Die Schlussminuten waren dann nichts für schwache Nerven, jedes Team wollte den Sieg. Und  diesmal behielten die Gelb – Schwarzen, anders als noch vor einer Woche, auch in der Crunchtime die Nerven und schlossen die letzten vier Angriffe erfolgreich ab. Patrick Weber, der gerade in dieser wichtigen Phase die Verantwortung übernahm, wuchtete den Ball schließlich auch zum 28:28 ins Netz. Mit einem letzten direkten Freiwurf scheiterte schließlich der Ex – Coburger Kirveliavicius an der Coburger Abwehr. 

Statistiken zum Spiel

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum (TW); Markus Hagelin 1, Max Jaeger 3, Lukas Wucherpfennig, Felix Sproß 1, Sebastian Weber 6, Anton Prakapenia 6, Florian Billek 6/5, Marcel Timm 1, Jakob Knauer 1, Pontus Zetterman, Patrick Weber 4, Christoph Neuhold;

HBW Balingen-Weilstetten: Tomáš Mrkva, Vladimir Božić (TW); René Zobel 3, Marcel Niemeyer 3, Romas Kirveliavicius 3, Matthias Flohr 1, Jannik Hausmann 1, Gregor Thomann, Lars Friedrich 3, Tim Nothdurft, Benjamin Meschke, Oddur Grétarsson 8/4, Juan De La Peña 2, Jona Schoch 4, Diogo Oliveira, Lukas Saueressig;

Strafwürfe

HSC 5/5, HBW 4/4

Zeitstrafen

HSC 4, HBW 3

 

Foto: Henning Rosenbusch

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