29.09.2018  2. Handball-Bundesliga

Lübbecke will gegen Schwartau in die Spur finden

Die Zeit der Ausreden ist schon lang vorbei. Zwei Zähler sollen, nein müssen her – für den TuS N-Lübbecke an diesem Samstag, 29. September, 19 Uhr, in der Merkur Arena, gegen den VfL Lübeck-Schwartau. Nach 4:6 Punkten aus den ersten fünf Saisonspielen in der 2. Bundesliga stehen die Ziercke-Schützlinge unter Zugzwang. „Das ist uns aber auch vollkommen klar“, sagten am frühen Donnerstagnachmittag Coach Aaron Ziercke und sein Rückraumspieler Kenji Hövels beim Pressegespräch.

Dabei hilft ab sofort dezent im Hintergrund, aber doch voller Tatendrang ein alter Bekannter im direkten Umfeld der Mannschaft: Zunächst bis Ende des Kalenderjahres arbeitet Mentaltrainer Efthimios „Effi“ Kompodietas aus Bielefeld wieder mit, schon während der Saison 2012/13 gehörte der frühere Fußball-Bundesligaprofi einige Monate zum TuS-Betreuerteam – mit Erfolg übrigens.

„Er kann uns sehr helfen und es gab schon viele intensive Gespräche“, steht Trainer Aaron Ziercke dieser personellen Aufstockung sehr wohlwollend gegenüber. Wie auch Teammanager Zlatko Feric diese Personalie während des Pressegesprächs aufgriff und betonte, es mache viel Sinn, auf „Effis“ „Arbeit zurückzugreifen, der auf seinem Gebiet sehr viel Erfahrung mitbringt“. Nichts wolle man jetzt unversucht lassen, „um der Mannschaft wirksam unter die Arme zu greifen“.

Dass der Druck nicht nur auf die Spieler, sondern besonders auch auf ihn als Coach beträchtlich sei, stehe im Moment ganz außer Frage, äußerte sich Aaron Ziercke weiter. Dabei behält er die rein sportlichen Dinge bei der Vorbereitung hauptsächlich im Auge und weiß: „Mit Lübeck-Schwartau erwartet uns eine erfahrene und abgezockte Mannschaft. Aber die beiden Punkte können wir trotzdem hierbehalten!“ Lübeck-Schwartau sei ein Team, das wie der TuS „oben in der Tabelle dabei sein will“. Die 6:0-Abwehrformation sei stark und auch die Torhüter könnten „ihre Hütte so richtig dicht machen“. Im Offensivspiel wirkten viele Automatismen. Auf unterschiedliche Spielsysteme ihrer Gegner wisse der VfL „immer gut zu reagieren“. Dabei wüssten sie auch „gut im Kollektiv zu arbeiten“.

Auch Kenji Hövels hält „Effis“ Hilfestellungen für „eine sehr gute Sache“. Er sei vor allem auch gespannt, „da ich erstmals in meiner Karriere mit einem Mentaltrainer zusammenarbeite“. Eine Vertrauensbasis werde aufgebaut, „diesen Input empfinde ich als vielversprechend“. Insgesamt gelte: Die Voraussetzungen seien diesmal anders als noch vor zwei Jahren, als der TuS zumindest in der Rückrunde die 2. Liga beherrscht habe. Damals sei der sofortige Wiederaufstieg nicht klar vorgegeben worden, „diesmal schon, den Druck haben wir uns auch selbst gemacht“. Aber es sei schlicht so, „dass wir lernen müssen, damit umzugehen“.

Beim TuS N-Lübbecke leidet Valentin Spohn an einer Erkältung, so dass sein Einsatz am Samstagabend fraglich ist. Patryk Walczak dagegen hat zwar noch Probleme mit seiner Bauchmuskulatur, wird aller Voraussicht nach gegen Lübeck-Schwartau aber auflaufen können.

Quelle: TuS N-Lübbecke

Foto: Krato

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