10.02.2019  2. Handball-Bundesliga

Die Jagd nach dem Tabellenführer

Am Sonntag greift auch der Liga-Primus wieder ins Spielgeschehen ein. Der HBW Balingen-Weilstetten muss sich beim HSV Hamburg beweisen, während die Verfolger aus Coburg zu Hause den HC Rhein Vikings vor der Brust haben. Außerdem duellieren sich der VfL Lübeck-Schwartau und der TuS Ferndorf, sowie der TV Emsdetten und die Rimparer Wölfe. Alles wie immer live auf handball-deustchland.tv!

15:00 Uhr: HSV Hamburg – HBW Balingen-Weilstetten

Endlich ist es soweit! Nach der mehr als einen Monat andauernden Winterpause greift auch der aktuelle Tabellenführer der zweiten Handball-Bundesliga wieder in das Spielgeschehen ein. Dabei müssen sich die Gallier von der Alb von dem deutschen Verletzungsschock des Januars erholen. Balingens Martin Strobel verletzte sich beim Hauptrundenspiel der Nationalmannschaft gegen Kroatien schwer.  Der Spielmacher wird aufgrund seiner Knieverletzung in der laufenden Saison nicht mehr eingreifen können. Umso wichtiger, dass Mittelmann Diogo Oliveira nach seiner Verletzung wieder zurück im Team ist. „Wir werden schon mit einer schlagkräftigen Truppe nach Hamburg fliegen und dann schauen wir mal was dabei rauskommt“, reist HBW-Trainer Jens Bürkle mit einem guten Gefühl in den Norden.

Der HSV rangiert momentan auf Platz 14 der Tabelle und steckt mit nur einem Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Die Hansestädter plagen ebenfalls große Personalsorgen: Im Tor wird Trainer Torsten Jansen auf U-21-Nationalkeeper Marcel Kokoszka bauen, weil Justin Rundt mit Knieproblemen pausieren muss und Aron Edvardsson noch wegen einer Operation am Bauch ausfallen wird. Da auch Dominik Vogt, Jan Kleineidam und Thies Bergemann ausfallen, kehrt Routinier und Publikumsliebling Stefan Schröder zurück in den Kader des HSV.

Ein weiteres Urgestein des Vereins kehrt ebenfalls zurück - Er jedoch im Trikot der Balinger: Matti Flohr will an alter Wirkungsstätte zwei Punkte für die Verteidigung der Tabellenspitze einfahren und damit die Verfolger aus Coburg, die zwei Stunden später gegen die Rhein Vikings antreten, weiter unter Druck setzen.

16:30 Uhr: VfL Lübeck-Schwartau – TuS Ferndorf

Eine klare Angelegenheit – das war das Hinspiel zwischen dem VfL Lübeck-Schwartau und dem TuS Ferndorf. Mit 27:17 schickten die Siegerländer die Hansestädter damals noch sensationell zurück in den Norden. „Ich erinnere mich noch gut an das Hinspiel. Wir sind buchstäblich schwer unter die Räder gekommen, zum einen hinsichtlich des Ergebnisses, zum anderen aber auch aufgrund des körperbetonten Spiels der Ferndorfer. Sie haben ihre Aufstiegseuphorie in die Waagschale geworfen, der wir nichts entgegen zu setzen hatten. Das soll am Sonntag anders werden,“ so VfL-Coach Torge Greve über die herbe Klatsche.

Jetzt soll es die Revanche in der „Hansehölle“ geben. Kein leichtes Unterfangen, schließlich festigten sich die Ferndorfer in der ersten Saisonhälfte ihre Position in der Liga. Mit 25:15 Punkten liegt der TuS derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz und damit sogar zwei Punkte und zwei Plätze vor den Lübeckern. „Die Verantwortlichen in Ferndorf haben ein sehr interessantes, bodenständiges Projekt auf die Beine gestellt. Michael Lerscht steht seit 2015 auf der Kommandobrücke und der Kader ist gut eingespielt. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Sie sind in dieser Saison der stärkste Aufsteiger und haben sich in der Liga etabliert“, schätzt Greve die Entwicklung der Ferndorfer.

Trotz allem: Kein Grund sich zu Hause zu verstecken. Mit einer gelungen Vorbereitung und erfolgreichen Testspielen im Rücken, sind die blauen Tiger heiß auf den Start im neuen Jahr. Erfolgreich getestet hat unterdessen auch der TuS Ferndorf. In den Spielen gegen die Bundesligisten aus Gummersbach und Wetzlar unterlag das Team von Michael Lerscht nur knapp. Es ist also alles angerichtet für einen packenden Handball-Nachmittag in Lübeck.

 

 

17:00 Uhr: HSC 2000 Coburg – HC Rhein Vikings

Mit einem bitteren Beigeschmack ging es für den HSC Coburg im Dezember in die WM-Pause. Ausgerechnet im letzten Spiel vor Weihnachten mussten die Schwarz-Gelben gegen den abstiegsbedrohten HC Elbflorenz die höchste Saisonniederlage einstecken. Und das nach dieser bis dahin so hervorragend verlaufenen Saison. Dennoch ist der HSC voll im Soll: Mit 31:9 Punkten steht die Mannschaft mit nur zwei Zählern Rückstand auf den HBW Balingen-Weilstetten auf dem zweiten Tabellenplatz. Diesen gilt es im ersten Spiel des Jahres zu festigen. Der Auftaktgegner scheint dankbar zu sein, schließlich kommt mit den Rhein Vikings das Tabellenschlusslicht, welches in dieser Saison seiner Form hinterherläuft. Den Kopf haben die Düsseldorfer aber noch lange nicht in den Sand gesteckt, auch wenn sieben Punkte Rückstand auf den Vorletzten schon eine große Bürde sind.

„Unser Gegner dürfte vom Personal und seiner spielerischen Qualität eigentlich nicht auf dem letzten Platz stehen“, ist Coburgs Trainer Jan Gorr trotz der klaren Ausgangsposition vorsichtig. Ihn erwartet eine personelle Wundertüte des Gegners, die in der Pause die Abgänge von Vladimir Bosic und Srdjan Predragovic verkraften mussten. Dafür wird vermutlich der amtierende Geschäftsführer Daniel Pankofer erneut das Trikot überstreifen, um seinem Team mit Erfahrung weiterzuhelfen.

17:00 Uhr: TV Emsdetten – DJK Rimpar Wölfe

Punktgleich stehen der TV Emsdetten und die Rimparer Wölfe auf den Plätzen zwölf und zehn in der Tabelle. Ein echtes Duell auf Augenhöhe! Das zeigte auch das Hinspiel, welches der TVE knapp mit 23:21 für sich entscheiden konnte. Um wieder das bessere Ende für sich zu haben, baut das Team von Trainer Daniel Kubes besonders auf die wieder entfachte Handball-Euphorie im Münsterland. „Wenn die Halle da ist fällt es uns leichter Druck auf den Gegner aufzubauen. Die Jungs brauchen einfach die Unterstützung. Dann hat es jede Mannschaft schwer in Emsdetten zu bestehen“, weiß der Coach, dass der Heimvorteil im Kopf-an-Kopf-Rennen zum entscheidenden Faktor werden kann.

Und für beide Mannschaften wäre ein erfolgreicher Start ins neue Jahr enorm wichtig. Im Mittelfeld der Liga geht es eng zu: Nur vier Punkte trennen Emsdetten und die Wölfe vom ersten Abstiegsplatz. Um nicht noch in den erbitterten Kampf um den Klassenerhalt zu rutschen, wären zwei Zähler zum Auftakt Gold wert!

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Foto:HSC 2000 Coburg

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