05.05.2019  2. Handball-Bundesliga

Spannung im Kampf um die Zweitliga-Meisterschaft und den Klassenerhalt

Der Sonntagnachmittag verspricht hochklassige und emotionale Duelle. Der HBW Balingen-Weilstetten will zu Hause gegen den abstiegsbedrohten Wilhelmshavener HV die Tabellenführung festigen. Außerdem geht es für den HC Elbflorenz gegen den TV Hüttenberg um wichtige Punkte für den Klassenerhalt, genauso wie für den Dessau-Rosslauer HV gegen den TV Emsdetten. Alle drei Partien gibt es wie immer live auf handball-deutschland.tv!

17:00 Uhr: HBW Balingen-Weilstetten – Wilhelmshavener HV

Damit haben am vergangenen Wochenende die Wenigsten gerechnet – der HBW Balingen-Weilstetten hat das Rennen um die Tabellenspitze noch einmal spannend gemacht. Die Gallier von der Alb mussten beim TV Hüttenberg eine 26:24-Niederlage einstecken und ließen somit zwei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg liegen. Doch Glück im Unglück: Auch die Konkurrenz patzte. Der HSC Coburg verlor am Samstagabend unerwartet in Hamburg. Nächster Verfolger des HBW ist damit die HSG Nordhorn-Lingen. Der Druck auf dem HBW gegen den Wilhelmshavener HV ist und bleibt spürbar. HBW-Trainer Jens Bürkle zeigt sich aber zuversichtlich vor der Partie: „Letztes Jahr wären wir glaube ich froh gewesen, sechs Spieltage vor dem Ende noch so weit oben mit dabei zu sein. Deshalb sind wir, was die Ausgangslage angeht, sehr positiv gestimmt. Vor allem weil wir die Mannschaft sind, die noch alles selbst in der Hand hat. Und wir werden kämpfen, um da oben dabei zu bleiben.“ Grund dazu gibt dem Trainer vor allem auch die beeindruckende Serie seines Teams vor heimischer Kulisse. 24 Spiele in Folge gewannen die Blau-Roten saisonübergreifend. Erfolg Nummer 25 soll am Wochenende eingefahren werden.

Verhindern will das der Wilhelmshavener HV, der dringend zwei Zähler im Kampf um den Klassenerhalt benötigt. Mit 22:42 Punkten rangieren die Nordlichter derzeit auf dem 19. Tabellenplatz. In den letzten Wochen zeigten die Jadestädter vor allem im Angriff couragierte Leistungen, warfen über 30 Tore und kämpften bis zum Ende. Nicht zuletzt deswegen will Bürkle den WHV nicht unterschätzen: „Es ist ein Gegner, der Qualitäten hat, gerade im Angriffsspiel, aber natürlich auch Schwächen, sonst wären sie nicht da wo sie jetzt stehen. Für uns gilt es, unsere Stärken reinzuwerfen, aber dem Gegner auch ein paar taktische Dinge hinzulegen, die sie erstmal bearbeiten müssen.“ Die Marschroute ist ausgelegt – es ist angerichtet für ein spannendes Duell.

17:00 Uhr: HC Elbflorenz 2006 – TV 05/07 Hüttenberg

Befreiungsschlag für den TV Hüttenberg am vergangenen Spieltag. Mit dem Überraschungssieg gegen den HBW Balingen-Weilstetten haben die Hessen den Klassenerhalt vorzeitig in trockene Tücher gebracht. Anders sieht es da beim heutigen Gastgeber aus. Der HC Elbflorenz hat sich mit der maximalen Punkteausbeute aus dem Doppelspieltag zwar auf den ersten Nichtabstiegsplatz vorschieben können - der VfL Eintracht Hagen liegt allerdings punktgleich direkt hinter den Dresdnern. Für den Aufwärtstrend des HCE in den letzten Wochen ist mit Sicherheit auch der neue Mann an der Seitenlinie verantwortlich: Rico Göde gab der Mannschaft neuen Mut. „Man merkt, dass man im Verein noch näher zusammengerückt ist und die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt wurden. Rico und das Trainerteam machen das gut. Trotzdem waren und sind wir noch im Abstiegskampf. Das Spiel gegen Hüttenberg hat für uns alle absolute Priorität”, zeigt sich HCE-Kreisläufer Norman Flödl angriffslustig. Und sein Trainer scheint auch das passende Erfolgsrezept für das Wochenende parat zu haben:  „Natürlich müssen wir vor allem gegen die gute Aufbaureihe mit Markus Stegefelt, Ragnar Johannsson und Björn Zintel und die offensive Deckung Lösungen finden. Am Ende müssen uns aber auch die wechselhaften Vorstellungen des Gegners egal sein. Wir müssen so auftreten wie gegen Aue und wollen unsere eigenen Stärken durchbringen.” Auf die eigenen Stärken vertrauen will auch Co-Kapitän Flödl. Mit hohem Tempo und einer kompakten Abwehr sollen die hessischen Angreifer rund um Kreisläufer Mario Fernandez gestoppt werden. Als Team zum Ziel Klassenerhalt: Den nächsten Schritt dorthin könnte der HC Elbflorenz am Nachmittag machen.

17:00 Uhr: Dessau-Rosslauer HV – TV Emsdetten

Ein enorm wichtiges Heimspiel wartet auf die Spieler des Dessau-Rosslauer HV. Die Luft im Abstiegskampf wird immer dünner, denn die Bieber stehen mit nur 22 bisher eingefahrenen Punkten auf dem 18. Tabellenplatz. „Wir brauchen über nichts mehr reden. Wir haben immer noch eine Chance. Wir haben Spiele, wo man punkten kann. Es ist ganz klar: Wenn wir Leistung, wie am vergangenen Freitag bringen, werden wir nicht punkten. Wenn wir allerdings die Leistung vom vergangenen Sonntag abrufen, haben wir in jedem Spiel eine Chance. Emsdetten ist jetzt selber durch fünf Niederlagen in Serie ein bisschen in den Strudel mit reingerutscht. Trotzdem haben sie noch fünf Punkte mehr als wir. Das wird ein Spiel, wo beide Teams wissen, um was es geht. Wir haben es mit einer sehr torgefährlichen Mannschaft zutun, gegen die wir in den letzten drei Jahren in der 2. Handball-Bundesliga noch nie gewonnen haben. Den Bock gilt es jetzt umzustoßen.“, so die Einschätzung von Dessaus Trainer Uwe Jungandreas vor der Partie. Sowohl die Gastgeber, als auch der TV Emsdetten können aus eigener Kraft die Trendwende einleiten und mit einem Erfolgserlebnis in den Saisonendspurt gehen.

Foto: Moschkon

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