01.06.2019  2. Handball-Bundesliga

Vorletzter Spieltag in der 2. Handball-Bundesliga: brandgefährliche Abstiegszone

Am Samstag den 01.06.19 treten alle 20 Rivalen der 2. Handball-Bundesliga ihre vorletzte Partie der Saison 2018/19 an. Anwurf der Aufeinandertreffen ist jeweils um 18:00 Uhr - live übertragen auf sportdeutschland.tv. Bevor in der kommenden Woche zum letzten Mal in der Saison der Ball fliegt, sind bereits heute alle Augen auf die Abstiegsplätze gerichtet: denn vier Teams kämpfen noch um den Klassenerhalt.

TuS Ferndorf : TV Emsdetten

Die Saison neigt sich dem Ende entgegen. Noch zwei Spiele stehen auf dem Programm. Für viele Mannschaften in der 2. Handball-Bundesliga sind die Würfel schon gefallen. Nicht so für den TV Emsdetten. Die Ausgangslage spricht zwar für den TVE, doch um sicher den Ligaverbleib feiern zu können, benötigt die Kubes-Truppe noch einen Sieg aus den letzten beiden Spielen.

Die erste Chance bietet sich am Samstag beim TuS Ferndorf. Nach einer starken Hinrunde stehen die Ferndorfer als Aufsteiger derzeit auf einem sehr guten achten Tabellenrang. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht ein sehr unangenehm zu spielendem Gegner ist. Dies musste auch der TVE schon einige Male leidvoll erfahren. Zuletzt gab es im Hinspiel eine 26:29 Niederlage in der Ems-Halle.

Doch die Karten werden am Samstag neu gemischt. Der TV Emsdetten wird alles reinwerfen um am letzten Spieltag kein „Endspiel“ vor heimischem Publikum zu haben. Die Jungs haben unter der Woche gut trainiert. Jeder weiß was er zu tun hat und wie er der Mannschaft am besten helfen kann. Viel wird in diesem Spiel über den Kopf entschieden werden. Gelingt es dem TVE gut in die Partie zu kommen und an die Leistung aus dem Spiel gegen Balingen anzuknüpfen, haben die Jungs gute Chancen in Ferndorf zu bestehen und hinter dem Thema Klassenerhalt einen Haken zu machen.

Jeder kann Mitfiebern. Das Emsdettener Kino macht seine Türen um 17:30 Uhr zum großen Public Viewing auf.

Quelle: TV Emsdetten

TuS N-Lübbecke : HSC 2000 Coburg

Der 29:27-Erfolg vor wenigen Tagen in Hüttenberg hat einfach gutgetan. Das war zu spüren beim Frage-Antwort-Spiel von Trainer Heidmar Felixson und Rückraumspieler Kenji Hövels mit der Sportpresse am Mittwochnachmittag in der Geschäftsstelle des TuS N-Lübbecke. Dem schon vor Hüttenberg vom Coach geäußerten Wunsch, „mit einem guten Gefühl in die Sommerpause zu gehen“, ist das TuS-Team dank der in Mittelhessen verbuchten zwei Zähler schon mal einen großen Schritt nähergekommen. Jetzt Samstag, 1. Juni, im eigenen „Wohnzimmer“, in der Merkur-Arena, soll möglichst der nächste Sieg erspielt und erkämpft werden. Gegner ist der HSC 2000 Coburg, lange Zeit während der Saison Topfavorit auf den Aufstieg, inzwischen auf Rang 3 abgerutscht und nun ohne jegliche Chance auf die Beförderung. Achtung: Anwurf ist bereits um 18 Uhr!

„Möglich ist ein Sieg für uns sicherlich, vorausgesetzt wir bestätigen unsere Leistung vom Hüttenberg-Spiel“, blickt TuS-Trainer Heidmar Felixson gleichzeitig vorsichtig und auch optimistisch voraus. Mit gutem Gefühl gehe man in diese Partie, doch „Coburg bleibt eine sehr leistungsstarke Mannschaft, personell bestens besetzt“. Immer noch – „gerade zuhause“ hätten seine Jungs aber auch etwas gutzumachen, drum sei es „ein sehr wichtiges Spiel für uns“. Der Erfolg in Hüttenberg habe nicht zuletzt etwas „mit guter Kopfarbeit“ bei seinen Schützlingen zu tun gehabt, genau dies sei auch jetzt Samstag wieder erforderlich.

Kenji Hövels sieht das sehr ähnlich. Er und alle Mannschaftskameraden seien nochmals voll und ganz gefordert, für viele auch schon im Blick auf die folgende Saison. Der Berliner, er wird bekanntlich in seine Heimat zurückkehren, um bei den Füchsen Berlin als Trainer im Nachwuchsbereich zu arbeiten, steht ebenfalls sehr im Blickpunkt. „Es wird nicht nur mein letztes Heimspiel für den TuS N-Lübbecke sein, sondern auch das letzte meiner Spielerlaufbahn.“ Er wolle alles in die Waagschale werfen am Samstag und zum Saisonabschluss am 8. Juni in Aue, „und doch das Ganze – so gut es geht – auch noch ein wenig genießen“.

Der Rückblick auf seine drei Jahre beim TuS falle überwiegend positiv aus, so Kenji Hövels, „vor allem das erste Jahr mit dem Erstliga-Aufstieg 2017 war einfach optimal!“ In der zweiten Saison hätten ihn Verletzungen geplagt. Doch „von allen gemachten Erfahrungen profitiere ich für die Zukunft sehr“. Und privat „habe ich hier meine Freundin kennengelernt, die mit nach Berlin kommt“, strahlte Kenji Hövels bei der Pressekonferenz am Mittwoch.

TuS-Coach Heidmar Felixson glaubt fest daran, dass Kenji Hövels einen guten Weg im Trainerbereich vor sich hat. „Kenji hat viel Handball-Verstand. Gebe ich ihm ein Stichwort, weiß er sofort, wie es sich auf der Spielfläche umsetzen lässt“.

Über Gegner Coburg vermerkte der TuS-Trainer noch, nach drei Partien gegen Teams, die verschiedene Abwehrsysteme in der Pipeline gehabt hätten, „haben wir es am Samstag wohl eher mit einer kompakten, körperlich starken 6:0-Deckung zu tun“. Die Coburger agierten äußerst diszipliniert.

Stand Mittwochnachmittag kann der TuS personell aus dem Vollen schöpfen – es sind alle Mann an Bord.

Quelle: TUS N-Lübbecke

Handball Sport Verein Hamburg : TV Großwallstadt

Am 37. und vorletzten Spieltag der 2. Handball-Bundesliga trifft der Handball Sport Verein Hamburg in seinem letzten Heimspiel der aktuellen Zweitliga-Saison auf den bereits feststehenden Absteiger TV Großwallstadt (18.00 Uhr, live auf sportdeutschland.tv). Die Unterfranken stehen aktuell mit 24:48 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz, können bei zwei ausstehenden Spielen nicht mehr über den Strich klettern und werden somit in dieser Spielzeit aus der 2. Handball-Bundesliga absteigen. Nach dem verlorenen Nord-Derby gegen den VfL Lübeck-Schwartau will das Hamburger Team von Trainer Torsten Jansen seinen Fans in eigener Halle einen tollen Abschluss der ersten Zweitliga-Saison bescheren und zudem die Niederlage aus dem Hinspiel gegen den TVG vergessen machen.

Auch wenn der TV Großwallstadt als Aufsteiger den direkten Wiederabstieg nicht abwenden konnte, haben sie mit Michael Spatz den aktuell besten Torschützen der Liga in ihren Reihen. Der Rechtsaußen brillierte in 35 Spielen mit 244 Treffen und steht kurz davor, sich die Torjägerkanone der 2. Handball-Bundesliga in den Schrank zu stellen. Ärgster Verfolger von Spatz ist die Lebensversicherung des EHV Aue, Eric Meinhardt, mit 234 Toren. Im Hinspiel am 18. Spieltag, das der TVG mit 31:25 gewann, gelangen Spatz zehn Treffer bei einer herausragenden Wurfquote von 90%. Doch trotz aller Spatz-Tore und eines Trainerwechsels vier Spieltage vor dem Saisonende (Florian Bauer musste gehen), konnte der TVG, der nun mit den Interims-Trainern Maik Pallach und Manfred Hofmann nach Hamburg kommt, den Abstieg nicht verhindern. Dieser wurde am vergangenen Wochenende mit einer Heimniederlage gegen den HC Elbflorenz besiegelt.

Auch wenn der Klassenerhalt für den HSVH schon in trockenen Tüchern ist, peilt das Team von Torsten Jansen einen Sieg gegen den TV Großwallstadt an. Es soll der würdige Abschluss einer aufregenden Saison werden. Für das letzte Heimspiel der Saison steht Jansen dabei ein dezimierter Kader zur Verfügung. Keeper Aron Edvardsson und Rückraumspieler Jan Kleineidam haben sich nach dem Erreichen des Klassenerhalts Operationen unterzogen und fallen genau wie der verletzte Lukas Baatz aus. Auch Kapitän Lukas Ossenkopp wird den Hamburgern nicht helfen können. Um die seit Wochen verletzte linke Hand zu schonen, verzichtet der Top-Torjäger des HSVH auf einen Einsatz gegen Großwallstadt und Essen und wird sich stattdessen bei der U19 als Trainer einbringen, die an diesem Wochenende in Schwerin um die Qualifikation für die A-Jugend-Bundesliga spielt. Auch Marius Fuchs ist aufgrund seiner Schulterverletzung noch nicht wieder spielfähig. Der angeschlagene Kevin Herbst und Thies Bergemann, der in der Vorwoche noch erkrankt war, werden hingegen mit von der Partie sein.

Abschied von Rix, Rundt und Baatz – Party mit den Fans

Nach dem Spiel gegen den TV Großwallstadt werden mit Justin Rundt, Christopher Rix und Lukas Baatz (wird verletzt nicht zum Einsatz kommen) drei Spieler verabschiedet. Für alle drei ist es am Samstag das letzte Heimspiel für den HSVH, sie werden den Verein nach der Saison verlassen. Im Anschluss lädt der Handball Sport Verein Hamburg zur Fan-Party, um bei Freibier und Grillwurst die erfolgreiche Premieren-Saison in der 2. Liga gemeinsam ausklingen zu lassen. Die Fan-Party findet nach Abpfiff hinter dem Tor statt, der Trainer-Talk im Umlauf entfällt.

Quelle: HSV Hamburg

HC Rhein Vikings : EHV Aue

Zum letzten Heimspiel der Saison empfängt der HC Rhein Vikings am Samstag zum 37. Spieltag der 2. Handball Bundesliga den EHV Aue.

Der EHV belegt derzeit den 12. Platz der Tabelle und hat mit 33:39-Punkten den Klassenerhalt bereits gesichert. Dies gelang den Erzgebirgern durch einen enormen Kraftakt im April und Anfang Mai, als man aus fünf Spielen glatte vier Siege holte. Darunter holte man auch gegen den TuS Ferndorf (28:29) oder den Tabellenführer aus Balingen-Weilstetten (31:26) die volle Punktzahl. Zudem verlor man zwischenzeitlich von sieben Partien nur ein einziges.

Nachdem der Klassenerhalt durch ein 26:26-Unentschieden gegen Rimpar perfekt gemacht wurde, gab es erst dann in heimischer Arena gegen die HSG Nordhorn-Lingen  mit 28:33 wieder die erste Niederlage.

Für die Vikings bedeutet das Heimspiel am Samstag vor allem eines: Abschied-Nehmen. Man nimmt vorerst Abschied von der 2. Handball-Bundesliga, vom Castello Düsseldorf und auch von einigen Spielern, die das letzte Mal das Vikings-Trikot tragen werden.

Das soll aber nicht bedeuten, dass Trübsal geblasen wird – ganz im Gegenteil! Nach dem hochverdienten 30:23-Sieg am vergangenen Freitag möchte Jörg Bohrmann mit seiner jungen Mannschaft noch einmal eine engagierte und leidenschaftlichen Auftritt nachlegen und die Leistung der vergangenen Woche bestätigen.

„Wir wollen in den letzten beiden Spielen noch einmal alles aus uns raus holen und uns natürlich mit einer guten Leistung bei den Fans, die uns in der gesamten Saison so wunderbar unterstützt haben, bedanken“, so Bohrmann.

Quelle: HC Rhein Vikings

ASV Hamm-Westfalen : TuSEM Essen

Wie ernst die Handballer des ASV Hamm-Westfalen es mit dem sportlich bedingt bedeutsamen dritten Platz der 2. Handball-Bundesliga meinen, hat die Mannschaft von Trainer Kay Rothenpieler mit dem jüngsten Sieg bei Tabellennachbar HSC Coburg eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nun gilt es für die Westfalen, diese Leistung am Samstag im Westderby gegen den TuSEM Essen in eigener Halle zu bestätigen.

„Wir wollen die Saison bestmöglich beenden und uns auf diese Weise bei unseren Zuschauern für die tolle Unterstützung in der gesamten Spielzeit bedanken“, stellte Kay Rothenpieler mit Blick auf das Duell am Samstag klar, das wie alle Partien des Spieltags bereits um 18 Uhr angepfiffen wird. Auch unabhängig vom Sportlichen dürfen sich die Fans des ASV auf einen erneut besonderen Abend in der WESTPRESS arena freuen. Denn am Samstag werden vier Spieler verabschiedet – und vor allem bei einem dürfte es dabei sehr emotional zugehen. So wird Lars Gudat, der aktuell Dienstälteste im Trikot der Westfalen, nach zwölf Jahren beim ASV seine Profilaufbahn beenden. „Das wird extrem emotional“, wird das Kribbeln auch bei dem 29-Jährigen täglich größer, wie Lars Gudat unter der Woche versicherte. Ebenfalls verabschiedet werden zudem Lukas Blohme (VfL Gummersbach) und Kim Voss-Fels (VfL Eintracht Hagen) sowie Vincent Sohmann, der unter der Woche einen Auflösungsvertrag unterschrieben hat und damit den ASV vorzeitig verlassen wird. „Das war ein sehr offenes und gutes Gespräch. Wir haben uns in beiderseitigem Interesse auf eine Vertragsaufhebung zum 31. Juni 2019 geeinigt“, berichtete ASV-Geschäftsführer Franz Dressel. „Wir wünschen Vincent auf seinem weiteren Weg alles Gute ebenso wie natürlich allen anderen Akteuren, die uns verlassen.“

Ebenfalls ab Sommer nicht mehr für den ASV tätig sein wird zudem Fynn Holpert, der nach drei Jahren als Sponsorenbetreuer für die Westfalen nun verschiedene Geschäftsführer-Tätigkeiten aufnehmen wird. Franz Dressel: „Das ist natürlich sehr schade, aber aus seiner Sicht auch absolut nachvollziehbar. Fynn Holpert hat einen sehr, sehr guten Job bei uns gemacht.“ So habe der ehemalige Geschäftsführer des TBV Lemgo und der SG Flensburg-Handewitt beim ASV stark die Markenbildung vorangebracht und auch überregional Sponsoren für die Westfalen interessiert, betonte Franz Dressel.

Im Anschluss an die Partie, die wie gewohnt von Handball-Deutschland.TV und Radio Lippe Welle Hamm live übertragen wird, findet außerdem erstmalig eine große Saisonabschlussparty der Profis und Amateure des ASV Hamm-Westfalen im Foyer der WESTPRESS arena statt. Zum letzten Spieltag der Saison reist der ASV dann am Samstag, 8. Juni, zum VfL Lübeck-Schwartau.

Quelle: ASV Hamm-Westfalen

HBW Balingen-Weilstetten : VfL Eintracht Hagen

Zwei Spieltage vor Saisonende ist der Aufstieg des HBW Balingen-Weilstetten in trockenen Tüchern und dennoch ist im letzten Heimspiel der Saison gegen Absteiger Eintracht Hagen alles andere als Schaulaufen angesagt. Trainer und Mannschaft haben sich ganz fest vorgenommen, die Tabellenführung bis zum Saisonende zu verteidigen und die Meisterschaft nach Balingen zu holen. Spielbeginn am letzten Heimspieltag ist am Samstagabend, um 18 Uhr. Die Leitung der Partie haben die beiden Unparteiischen Marcus Hurst und Mirko Krag (Oberursel / Frankfurt) aus dem Elitekader des Deutschen Handballbund.

Nach dem überzeugenden Auswärtssieg in Emsdetten, war klar, dass den Gallier der Aufstieg kaum noch zu nehmen ist. Der HSC Coburg als Tabellendritter hätte mit den Schwaben bis zum Saisonende nur noch gleichziehen können und hätte dazu noch eine Differenz von 40 Toren aufholen müssen. Die Coburger haben aber einen Tag nach dem Sieg der Balinger zu Hause gegen den ASV Hamm-Westfalen einen rabenschwarzen Tag erwischt und sind mit 23:32 sang und klanglos untergegangen. Damit standen die Balinger und auch die HSG Nordhorn-Lingen als Aufsteiger fest und die Freude beim HBW kannte keine Grenzen. Auch vor und nach dem letzten Heimspiel werden die Balinger mit ihren Fans feiern, aber die Eintracht Hagen darf nicht darauf hoffen, dass es für sie in der Balinger SparkassenArena Geschenke geben wird.

„Die Meisterschaft ist schon nochmal ein i-Tüpfelchen auf einer ganz, ganz tollen Runde“, erklärte HBW-Coach Jens Bürkle, dass er und die Mannschaft die Meisterschale nach dem letzten Spieltag, an dem es nochmals nach Großwallstadt geht, mit nach Balingen bringen möchten. Aber nicht nur deshalb werden seine Jungs hochkonzentriert auf die Platte gehen. Sie möchten das letzte Heimspiel auch deshalb erfolgreich gestalten, weil sie dann als erste Mannschaft in die HBW-Geschichte eingehen werden, die in einer kompletten Saison zu Hause keinen einzigen Punkt abgegeben hat. Außerdem hat der HBW mit Eintracht Hagen noch eine offene Rechnung zu begleichen. Am 7. Februar 2018, also vor über einem Jahr, waren es die Hagener, die den Gallier in der Balinger SparkassenArena die letzte Heimniederlage beigebracht haben. Die 33:37-Niederlage war der klassische Fehlstart nach der Winterpause und spätestens von da an war klar, dass Balingen am Ende der Saison 2017/18 mit dem angestrebten Aufstieg nichts mehr zu tun haben wird.

Während die Balinger seit dem vergangenen Wochenende als Aufsteiger feststehen und feiern können, ist bei der Eintracht, ebenfalls seit vergangenem Wochenende, Tristesse angesagt. Die Südwestfalen müssen nach einer völlig überraschenden und unerwarteten Niederlage gegen die Rhein Vikings den bitteren Gang in die 3. Liga antreten. Für die Niederlage und den Abstieg hagelte es auch noch heftige Kritik von Klubchef Detlef Spruth. „Das was die Mannschaft dort gezeigt hat, hatte mit Kampf um den Klassenerhalt nichts zu tun, das war auch nicht zweitligawürdig, was da geboten wurde. Das war nicht nur nicht schön, das war vereinsschädigend“, nahm Spruth kein Blatt vor den Mund und appellierte an alle, ihre Einstellung zu überdenken und dagegenzuhalten. Man darf also davon ausgehen, dass die Mannschaft um den Ex-HBW’ler Dragan Tubic, der Hagen nach der Saison übrigens verlassen wird, kämpferisch alles in die Waagschale werfen wird.

Die HBW-Fans dürfen sich also in einer ausverkauften „Hölle Süd“ auf ein spannendes Spiel freuen, in dem sich beide Mannschaften nichts schenken werden. Den einen geht es um die Tabellenführung und den anderen um ihr Image.

Wie vor jedem anderen Saisonspiel auch, hat HBW.tv mit Trainer Jens Bürkle vor dem letzten Heimspiel ein Kurz-Interview geführt. Thema war unter anderem, wie der Erfolgscoach vom feststehenden Wiederaufstieg erfahren hat und was er vom letzten Heimspiel erwartet. Das Interview gibt es wie immer im nachfolgenden Video.

Quelle: HBW Balingen-Weilstetten

DJK Rimpar Wölfe : Wilhelmshavener HV

Es läuft wahrlich nicht rund beim Wilhelmshavener HV. Vor dem letzten Duell gegen die Wölfe stand man auf Platz 17 und konnte bereits dort von einer missglückten Hinrunde sprechen. Dann setzte es Mitte Dezember im Heimspiel gegen die Wölfe auch noch eine 22:32 Niederlage. Statt zum Ende des Jahres nochmal eine Trendwende einzuleiten, wurden die restlichen Spiele des Kalenderjahres auch noch verloren und die Situation in Sachen Abstiegskampf wurde noch prekärer. Der absolute Tiefpunkt für den WHV war mit Sicherheit die Niederlage bei den Rhein Vikings, als man gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten mit 35:34 verlor.

Nachrüstungen im Winter

Die Verantwortlichen des Vereins versuchten im Winter den Kader nochmal zu verstärken und damit eine Aufholjagd einzuleiten. Man holte Bartosz Konitz aus Hagen für den Rückraum und Angelo Grunz aus Potsdam für die Torhüterposition. Außerdem kam von dem Rhein Vikings der Abwehrspezialist Miladin Kozlina, der bereits bei der GWD Minden Bundesligaerfahrung sammelte. Die Neuverpflichtungen waren auf jeden Fall ein Signal an die Liga, dass man sich nicht kampflos geschlagen geben wollte. In der Rückrunde kam man aber weiterhin nicht wirklich vom Fleck. Dem “goldenen” März, mit drei Siegen aus vier Spielen ist es zu verdanken, dass man noch Chancen im Abstiegskampf hat. Unter anderem konnte der damalige Tabellenzweite aus Coburg zu Hause geschlagen werden.
Aber vor allem auswärts hat der WHV weiterhin große Probleme zu punkten. Die Erfahrung der Mannschaft in Sachen Abstiegskampf zeigt sich in den Duellen gegen direkte Konkurrenten. Hier verbuchen die Wilhelmshavener häufig Siege. Zuletzt konnten zwei “Do or Die”-Spiele gegen Dresden und Dessau gewonnen werden und somit lebt die kleine Chance auf den Klassenerhalt weiter. Mit Tobias Schwolow und Rene Drechsler verfügen die Gäste über eine eingespielte und torgefährliche Rückraumachse, vor der man gewarnt sein sollte. Der Rückraumlinke Schwolow steht aktuell mit über 200 Treffern auf Platz fünf in der Torschützenliste und ist auch der Dreh und Angelpunkt im Spiel des WHV.

Letztes Heimspiel der Wölfe

Für die Wölfe geht es in dieser Saison zum Glück nicht mehr um den Klassenerhalt. Auch wenn es zu Beginn der Saison lange so aussah, konnte man sich in beeindruckender Manier tabellarisch immer weiter nach oben arbeiten. Im Dezember hat sich die Mannschaft gefunden und konnte eine Serie starten. Lange war man im Jahr 2019 ungeschlagen, aber gegen die HSG Nordhorn-Lingen war es dann soweit und man musste sich geschlagen geben. Trotzdem war die s. Oliver Arena ein sichere Bank für die Wölfe in dieser Saison. Zusammen mit den Fans hat man hier die ein oder andere Schlacht geschlagen und konnte sogar als Highlight den Tabellenführer aus Balingen bezwingen. Kein Gegner kommt gerne nach Würzburg, um gegen die Rimparer Wölfe zu spielen.
Nach der mehr als enttäuschenden Niederlage letzte Woche in Dormagen will sich die Mannschaft wieder rehabilitieren und sich anständig verabschieden. Es gilt danke zu sagen an die Fans, die in diesem Jahr unglaubliches geleistet haben. Gerade in der Phase zu Beginn der Saison, als es noch nicht so gut lief standen sie immer hinter der Mannschaft und haben versucht, sie nach vorne zu peitschen. Die Mannschaft gibt immer alles für die Fans und die Fans geben immer alles für die Mannschaft. So und nicht anders sollte es sein. Großes Kompliment und großen Dank dafür.
Personell kann Trainer Matthias Obinger, in seinem letzten Heimspiel als Coach der Wölfe, auf alle Spieler bis auf Lukas Siegler setzen. Noch einmal gilt es alles reinzuwerfen und mit Leidenschaft und Emotionen zu spielen, um die letzten zwei Heimpunkte der Saison in der s. Oliver Arena zu behalten. Seid laut und unterstützt die Wölfe im Wolfsrevier!

Quelle: DJK Rimpar

HSG Nordhorn-Lingen : TSV Bayer Dormagen

Ausverkauftes Haus - heißt es morgen Abend (18 Uhr) im Nordhorner Euregium!

3500 Zuschauer werden morgen bei der letzten Heimbegegnung der Saison 18/19 erwartet werden. Die HSG empfängt am 37. Spieltag den TSV Bayer Dormagen.

Die Mannschaft von Trainer Dusko Bilanovic gewann die letzten zwei Spiele in Folge und konnte sich somit den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga sichern. Das vor der Saison gesteckte Saisonziel Klassenerhalt wurde zwei Spieltage vor Saisonende erfüllt.

Mit ihrem Mix aus erfahrenen Leistungsträgern wie z.B. Daniel Eggert (RR), Sven Bartmann (Tor) u. Thomas Heider (RL) und ihren jungen talentierten Nachwuchsspielern u.a. Lukas Stutzke (RL), Janis Boieck (Tor) oder Eloy Morante Maldonado (RM) kann TSV-Trainer Dusko Bilanovic auf ein personell und perspektivisches gut aufgestelltes Team zurückgreifen.

Das Euregium wird ein letztes Mal in dieser Saison zum Kochen gebracht werden. Die Mannschaft erwartet eine ROTE WAND im Rücken und wird vor den heimischen Fans noch einmal alles geben!

Dieses Jahr wird es nicht wie gewohnt nur eine Abschlussfeier sein. Wir haben allen Grund zur Freude und möchten mit euch den Aufstieg in die DKB Handball-Bundesliga feiern. Seid bei der Aufstiegsparty dabei!

Quelle: HSG Nordhorn-Lingen

HC Elbflorenz 2006 : VfL Lübeck-Schwartau

Der HC hat am Samstag die Chance, sich mit einem Sieg im letzten Heimspiel der Saison den Verbleib in der 2. Handball-Bundesliga zu sichern. So könnte man einer durchaus turbulenten Spielzeit den erhofften Abschluss geben, verdienten Spielern einen guten Abschied bescheren und gleichzeitig die neue Zweitligasaison quasi endlich „Willkommen heißen“. Eigentlich sollte all dies zusammen genug „Treibstoff“ sein, um noch einmal alles rauszuhauen, was geht und zwar auf dem Parkett und auf den Rängen. Die Dresdner erwarten erneut um die 2000 oder vielleicht sogar noch mehr Zuschauer. Eines hat sich in dieser Saison im Kampf um den Klassenerhalt gezeigt, die Dresdner Fans waren zuletzt immer zahlreich da, wenn das Team es am meisten brauchte. Eine wirklich ganz besondere Entwicklung!

Den kommenden Gegner VfL Lübeck-Schwartau wird dies alles wenig interessieren, denn der will in Dresden seine eigne Geschichte schreiben. HC-Linksaußen Julius Dierberg, im letzten Spiel in Großwallstadt 10mal erfolgreich, sagte zum letzten Heimspielgegner VfL Lübeck-Schwartau: „Das Team vom VfL Lübeck-Schwartau, ist eine Mannschaft die sich im Kern lange kennt und Jahr für Jahr sich nur punktuell verstärken muss. Aufgrund des eingespielten Kerns, ist es eine sehr schwere Aufgabe die wir im letzten Heimspiel der Saison haben und wissen dass sie in fast jedem Spiel abgezockt ihren Stiefel runterspielen!“ 48:24 Punkte, Platz 5 und zuletzt aus sieben Spielen sechs Siege und ein Remis hat der etablierte Zweitligist derzeit vorzuweisen.  Das Hinspiel in dieser Saison endete 26:25 für die Nordlichter. Als Dresdner Fan hat man dieses Spiel eventuell nicht so leicht vergessen, denn vor allem die letzten Sekunden hatten es in sich.

Wie schon im Hinspiel stellt der VfL derzeit die stärkste Defensive der Liga. Die Schleswig-Holsteiner kassierten bisher lediglich 862 Treffer, das sind rund 24 Tore pro Spiel. In der VfL-Offensive ist vor allem der in die 1. Liga nach Erlangen wechselnde Antonio Metzner des Öfteren die Lebensversicherung. Der 22-jährige und 2,07 Meter große Linkshänder traf für sein Team bisher 177mal und ist damit der zweitbeste Feldtorschütze der Liga. Zudem fällt natürlich ein Name beim Gegner besonders auf, denn mit Finn Kretschmer spielt der Bruder des Dresdner Rückraumakteuers Nils Holger Kretschmer auf der rechten Außenbahn des Gegners. Neben diesen Spieler hat der VfL natürlich noch mehr Qualität zu bieten. Dabei ist der Gast aus dem Norden vor allem physisch sehr präsent. Und auch wenn es für den VfL in dieser Saison um eigentlich nichts mehr geht, können die Dresdner Zuschauer einen motivierten und routinierten Gegner erwarten, der in Dresden nur ein Ziel hat, nämlich zu gewinnen.

HC-Außenspieler Julius Dierberg hat klare Vorstellungen was dieses letzte Heimspiel der Dresdner angeht: „Was der Gegner macht darf uns nicht so viel interessieren, denn wir haben noch eine Mission zu erfüllen! Wir wollen den Matchball, den wir uns in den letzten Wochen erarbeitet haben, versenken. Wir wollen uns bei den Fans mit einem Happy End bedanken, dass sie uns in guten sowie in schlechten Zeiten immer angefeuert haben und hinter uns standen! Aber auch für uns als Mannschaft wünsche ich mir ein gutes Ende für diese Saison, denn in dieser Konstellation spielen wir das letzte Mal zusammen in der BallsportARENA.“

In diesem Sinne: Liebe Dresdner Fans, helft der Mannschaft beim Matchball versenken und dann feiern wir zusammen das Happy End!

Quelle: HC Elbflorenz 06

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