26.04.2019  2. Handball-Bundesliga

Zwei volle Hände 2. Handball-Bundesliga am Freitag - der Auftakt: Hamm-Westf. gegen Lübbecke

Gleich vier Punkte gibt es an diesem Wochenende in der 2. Handball-Bundesliga zu holen – denn am Freitag und Sonntag steht für die 20 Mannschaften der zweite von zwei Doppelspieltagen in der laufenden Saison an. Der ASV Hamm-Westfalen tritt am Freitag (19:15 Uhr) zunächst in der heimischen WESTPRESS arena gegen den Tabellennachbarn TuS Nettelstedt-Lübbecke an. Alle Partien auf einen Blick:

ASV Hamm-Westfalen vs. TuS N-Lübbecke

Und geht es nach den westfälischen Handballfans, dann sammelt der ASV an diesem Wochenende natürlich alle vier Punkte ein. Die Aufgaben haben allerdings beide ihre Brisanz, wie Trainer Kay Rothenpieler nach dem Abschlusstraining am Donnerstag betonte, wenn auch aus sehr verschiedenen Gründen. „Der TuS wurde vor Saisonbeginn von allen Vereinen einhellig als Meisterschaftskandidat Nummer eins gehandelt. Die Mannschaft verfügt über eine irrsinnige individuelle Qualität, hat das aber vielleicht als Mannschaft noch nicht so gut umsetzen können“, erwartet Rothenpieler eine sehr schwierige Heimaufgabe. Die sei durch den Trainerwechsel Ende März nicht leichter geworden, da Rothenpieler seit dem Amtsantritt durch den Isländer Heidmar Felixson eine Leistungssteigerung beim TuS ausmachte. Immerhin gelangen seither Siege gegen TV Großwallstadt (27:23) und TuS Ferndorf (27:24), nur beim Klassenprimus Balingen-Weilstetten reichte es nicht ganz zum Punktgewinn (26:24).

Während es Freitag also gegen eines der stärksten Teams der Liga geht, kämpft der Gegner am Sonntag um das sportliche Überleben in der 2. Liga. „Da geht es um Existenzen“, erwartet Kay Rothenpieler einen verbissen kämpfenden Gastgeber in Wilhelmshaven. Doch zunächst gilt die volle Konzentration der Westfalen, die voraussichtlich wieder in voller Personalstärke antreten können, der Heimaufgabe. Denn zumindest der Sieger des Duells bleibt weiterhin dran am Spitzentrio Balingen, Coburg und Nordhorn.

Übertragen werden die Partien wie gewohnt kostenlos im Live-TV (Handball-Deutschland.TV) und Live-Radio (lippewelle.de).

Quelle: ASV Hamm-Westf.

Foto: Krato

VfL Lübeck-Schwartau vs. Wilhelmshavener HV

Mit dem Abstieg hat der VfL Lübeck-Schwartau auch in diesem Jahr nichts zu tun. Oder doch? Am kommenden Wochenende trifft das Team der Trainer Claasen / Engelhardt auf zwei Mannschaften, die noch mitten im Kampf um den Klassenerhalt stecken. Am Freitag stellt sich der VfL dem Tabellen-Sechzehnten aus Wilhelmshaven, am Sonntag reisen die Ostholsteiner nach Hagen und treffen dort auf die Eintracht, aktuell mit zwei Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz 15. Keine Frage, dass sich der VfL in beiden Partien voll reinhängen wird. Das ist allerdings nicht nur ein Gebot der Fairness, sondern vor allem dem Wunsch geschuldet, die beiden Hinrunden-Pleiten auszubügeln. Die Schwartauer verloren ebenfalls an einem Doppelspieltag in Wilhelmshaven mit 23:27 und gegen Hagen mit 21:25.

Gerrit Claasen mit dem Blick auf die Hinrunde: „Die Begegnungen sind Geschichte, die Voraussetzungen gänzlich andere. Wir wollen auch in diesen beiden Spielen wieder unserem eigenen Anspruch gerecht werden, so wie in Coburg.“ Und Jörg Engelhardt ergänzt: „Unsere Leistung muss und wird besser sein, als in der Hinrunde. Nur das zählt. Dann werden wir auch punkten.“

Das Team von Trainer Christian Köhrmann ist trotz des Tabellenplatzes ein gefährlicher Gegner, insbesondere gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel. Das hat der nicht nur der VfL im Hinspiel schmerzlich erfahren müssen, sondern zuletzt auch Coburg (27:29) und Essen (30:33).

Die Ursachen für den aktuellen Tabellenplatz sind eher in der Defensive zu finden – nur Emsdetten hat mehr Gegentore kassiert. Dafür verfügt der WHV offensiv über eine hohe Qualität, stellt den zehntbesten Angriff. Hauptverantwortlich für diese Durchschlagskraft sind vor allem Tobias Schwolow, der im Hinspiel nicht zu stoppen war und acht Treffer erzielte, und Rene Drechsler. Sie habe zusammen bereits 322 Mal in dieser Saison getroffen. Sie und die prekäre Tabellensituation machen Wilhelmshaven doppelt gefährlich.

Gerrit Claasen zum ersten der beiden Gegner: „Der WHV ist eine bekannte Größe in der Liga und verfügt über eine gute erste Sieben. Die Mannschaft spielt inzwischen in großen Teilen lange zusammen. Unsere Aufgabe ist es, das von individuellen Fähigkeiten der Spieler getragene Spiel in den Griff zu bekommen. Man darf sich von dem Tabellenplatz nicht täuschen lassen. Wilhelmshaven kann an guten Tagen jedes Team schlagen. Wir haben vor ihnen viel Respekt. Aber wenn wir an die Leistung aus dem Coburg-Spiel anknüpfen können, können wir die Punkte in Lübeck behalten.“

Weitere Informationen zum Gegner erhaltet Ihr hier.

Quelle: VfL Lübbeck-Schwartau

TuSEM Essen vs. VfL Eintracht Hagen

Die bevorstehenden Tage bieten den Handballfans Spannung pur, denn in der 2. Handball-Bundesliga steht wieder ein Doppelspielwochenende an! Am Freitag, den 26. April, empfängt der TUSEM den VfL Eintracht Hagen in der heimischen Arena „am Hallo“. Anwurf der Partie ist um 19:30 Uhr. Bereits zwei Tage nach dem Heimspiel treten die Essener am Sonntag, den 28. April, auswärts beim TV Emsdetten an. Um 17 Uhr wird die Partie in der Ems-Halle (Friedrichstraße 4, 48282 Emsdetten) angepfiffen.

Nach vier Niederlagen hintereinander konnte das TUSEM-Team am letzten Spieltag wieder einen Punkterfolg verzeichnen: Beim 31:31-Unentschieden nahmen die Essener einen Zähler aus dem mittelhessischen Hüttenberg mit in den Ruhrpott. Allerdings wurde der Sieg leichtfertig vergeben, da der TUSEM die Drei-Tore-Führung in den letzten zwei Spielminuten nicht über die Zeit bringen konnte. Trotz des verlorenen Punktes bleibt festzuhalten, dass die Männer von der Ruhrpott Schmiede in fast allen Bereichen bessere Leistungen zeigten, als in den Wochen zuvor. Am Doppelspielwochenende will die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert nun auch wieder siegreich sein. In der Hinrunde gelang es dem TUSEM, mit dem 22:28-Auswärtssieg beim VfL Eintracht Hagen und dem 39:34-Heimerfolg gegen TV Emsdetten, vier Punkte innerhalb von drei Tagen einzufahren. Für Jaron Siewert ist die Marschroute am Doppelspielwochenende klar: „Wir wollen in beiden Spielen maximal erfolgreich sein und uns damit für die harte Trainingsarbeit belohnen.“

Mit dem VfL Eintracht Hagen ist am Freitag eine Mannschaft zu Gast in Essen, die sich mitten im Abstiegskampf befindet. Mit 24 Punkten liegt das Team von Trainer Niels Pfannenschmidt auf dem 15. Tabellenplatz und hat zwei Zähler Vorsprung zum ersten Abstiegsrang. Demnach ist jeder Punktgewinn für die Grün-Gelben von hoher Bedeutung, sodass sich die Essener auf ein echtes Kampfspiel einstellen müssen. Die Hagener kommen mit dem Rückenwind von zuletzt zwei Siegen gegen EHV Aue (30:31) und TSV Bayer Dormagen (33:32) sowie dem 25:25-Unentschieden beim TV Emsdetten in die Arena „am Hallo“. Das Hinspiel dürfte dem TUSEM-Team allerdings Mut machen, denn in Hagen lieferte man die wohl bislang beste Halbzeit der Saison ab. Nach 30 Minuten führten der TUSEM mit 6:14. Am Ende gelang ein souveräner 22:28-Auswärtssieg. Ein besonderes Augenmerk müssen die Essener auf Jan-Lars Gaubatz (158/5 Treffer) und Sören Kress (112/41) legen. Die beiden Rückraumspieler zeigten sich im bisherigen Saisonverlauf am treffsichersten.

TUSEM-Rückraumspieler Dennis Szczesny schätzt die Vorzeichen zum Spiel wie folgt ein: „Mit Hagen treffen wir auf einen Gegner, der individuell starke Spieler hat. Wir werden sie über die komplette Spieldauer vor Aufgaben stellen müssen. Es wird wichtig sein, dass wir uns klare Wurfchancen erarbeiten, um das gegnerische Torhütergespann nicht ins Spiel kommen zu lassen. Wir müssen an das Hinspiel, in dem wir eine kompakte Abwehr gestellt haben, anknüpfen. Damit hatte Hagen große Probleme. Letztendlich wollen wir die beiden Punkte auf unserer Seite haben und mit dem positiven Erlebnis eine neue Serie starten.“ 

Quelle: TUSEM Essen

HC Elbflorenz 2006 vs. EHV Aue

Die Dresdner wissen natürlich was am kommenden Doppelspielwochenende die Stunde geschlagen hat. HC Kapitän Mario Huhnstock dazu: „Das wird natürlich ein sehr wichtiges Wochenende, aber jedes Spiel ist derzeit für uns wichtig.“ Dass das Spiel am Freitagabend trotzdem etwas hervorsticht merkt man auch beim erfahrenen HC Keeper: „Die Halle wird brechend voll sein. Es ist ein Derby und für solche Spiele trainiert man das ganze Jahr.“ Das erste der beiden Spiele hat es mit dem Sachsenderbystatus richtig in sich und steht natürlich zunächst voll im Fokus beim HC.

„Nur“ 6 Punkte Unterschied in der Tabelle, aber ganz unterschiedliche Gefühlslagen. So oder ähnlich könnte man dieses Sachsenderby zwischen dem HC Elbflorenz und dem EHV Aue aus verschiedensten Gründen beschreiben. Eines ist klar, dieses Derby elektrisiert die Fans beider Lager mehr denn je. Schon weit vor der Partie gab es nur noch Stehplätze für die Begegnung in der BallsportARENA. So viel Druck war wohl auch noch nie auf dem „Derbykessel“, denn die Auer könnten mit einem Sieg in Dresden einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen und die Dresdner müssen bei 4 Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz unbedingt doppelt Punkten. Wer solche Derbys schon einmal erlebt hat und die Tabellensituation der Gäste mit einrechnet, kann die Idee sächsische-erzgebirgischer Gastgeschenke sehr schnell begraben. Die kleine Historie der bisherigen Duelle zeigt, es war immer knapp und umkämpft bis zum Schluss. Und die Auer kommen durchaus mit Selbstvertrauen in die Landeshauptstadt. Basis dafür ist eine bisher wirklich sehr stabile und gute Saison und ein Erfolgserlebnis am letzten Spieltag, denn da schlugen die Auer den Tabellenführer aus Balingen klar mit 31:26. Vorher hatte man schon in Hamm ein Remis (25:25) geholt. Wie schon in der letzten Saison reisen viele Auer Fans wieder mit einem Sonderzug an. Mit 200 bis 300 Auer Anhängern ist also zu rechnen. Insgesamt haben die Männer aus dem Erzgebirge in dieser Saison in fremden Hallen zweimal gewonnen und fünfmal Remis gespielt sowie achtmal verloren. Alles in allem also ein harter Gegner für den HC und ein sportlich interessanter Vergleich zwischen der bisher besseren Auer Offensive und einer bisher stärkere Dresdner Defensive.

Was den Dresdner Fans Mut machen sollte, sind verschiedene Dinge. Die Mannschaft hat vor Wochenfrist bei starken Rimparern einen beherzten Auftritt hingelegt und sicher zumindest einen Punkt verdient gehabt. Zudem zeigte sich das Team von Trainer Rico Göde im Angriff, vor allem im Blick auf das Tempospiel, klar verbessert. Zudem hat die Mannschaft zuletzt immer geliefert, wenn der Druck am größten war. Nämlich im Heimspiel gegen Ferndorf und in der Auswärtspartie in Dessau. Zudem kann sich jeder Dresdner Fan selber Mut machen, denn er wird auf über 2000 Gleichgesinnte treffen, wenn er den HC unterstützt. Die zentrale Idee wie man das Spiel angehen sollte, beschreibt Mario Huhnstock so: „Wir sollten in erster Linie bei uns bleiben. Wir dürfen uns freuen und uns der Aufgabe mit einem Lächeln stellen. Wenn Herz und Einstellung wieder so passen wie letzten Samstag, dann haben wir in jedem der restlichen Spiele die Chance zu bestehen und zu punkten.“

Quelle: HC Elbflorenz 06

TV Großwallstadt vs. HSC 2000 Coburg

Zwei dicke Brocken warten am Wochenende auf die Mannschaft von Trainer Florian Bauer. Sie hat sich die Enttäuschung über die Niederlage zuletzt in Wilhelmshaven regelrecht „raustrainiert“. Am Freitag will der TVG einen besseren Auftritt hinlegen und sich vor allem in der Abwehr wieder steigern. Dies wird auch von Nöten sein, denn mit dem HSC Coburg kommt kein Geringerer als der Tabellenzweite. Dass der Gast auch nicht von Niederlagen verschont bleibt, zeigt der letzte Spieltag daheim gegen den VfL Lübeck-Schwartau. Mit 23:28 verlor die Crew von Trainer Jan Gorr.

Die verlorenen Zähler wollen sich die Oberfranken nun an anderer Stelle wieder holen. Sicher schon am Freitag beim TVG. Da aber dieser ebenfalls jeden Punkt im Kampf um den Ligaerhalt braucht, wird sich der Zuschauer auf ein kampfbetontes und interessantes Spiel freuen können.

Florian Bauer sagt: „Der HSC-Kader ist super, Coburg spielt sehr ruhig und besonnen, hat eine robuste 6-0-Abwehr. Sie haben letzte Woche auch verloren und ich denke, sie haben, wie wir alle, auch Abnutzungserscheinungen zum Ende der Runde.“ Er muss mit seiner Mannschaft am Doppelspieltag mindestens zwei Zähler holen. „Das Ziel muss es sein, an Hagen vorbei zu ziehen. Dafür müssen wir alles investieren. Coburg ist eine Profitruppe und wir müssen zunächst einmal den Sonntag ausblenden und unseren ganzen Fokus auf Freitagabend legen.“

Die Oberfranken verfügen über zwei gute Torhüter. Kulhanek und Poltrum sind sehr erfahren. Aber auch Spieler wie der lange verletzte Florian Billek, Rückraumspieler Prakapenia, Weber oder Zetterman sind immer für Tore gut. Letztgenannter hat dem TVG im Hinspiel 12Tore, davon neun Siebenmeter, ins Netz gelegt.

Coburgs Coach Jan Gorr sieht im Doppelspieltag „zwei emotionsreiche Derbys. Erst geht es gegen Großwallstadt, dann empfangen wir Rimpar. Unser Ziel ist es, uns die verloren gegangenen Punkte gegen den VfL an anderer Stelle zurück zu holen.“ Allerdings ist er sich um die Heimstärke des TVG bewusst und wird seine Mannschaft dementsprechend einstellen. „Es wird interessant“, schmunzelt er. Der TVG kann, bis auf Tomas Urban, alle Mann einsetzen.

Quelle: TV Großwallstadt

TuS Ferndorf vs. TV 05/07 Hüttenberg

Der TuS Ferndorf bestreitet am Wochenende gleich zwei Spiele in der 2. Handball-Bundesliga. Am Freitag empfangen die Siegerländer den TV 05/07 Hüttenberg um 19:30 Uhr in der Stählerwiese. Zwei Tage später reist die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht ins Rheinland, um dort gegen den TSV Bayer Dormagen anzutreten. Anwurf im TSV Bayer Sportcenter ist um 17 Uhr.

Nach acht sieglosen Spielen in Folge möchten die Ferndorfer an die Leistung des letzten Wochenendes anknüpfen. Zwar verlor das TuS-Team am vergangenen Samstag gegen den Tabellenvierten TuS N-Lübbecke mit 24:27 Toren, die Mannschaft zeigte jedoch eine starke Leistung und möchte am Doppelspieltag darauf aufbauen.

Die Siegerländer haben keine leichten Aufgaben vor der Brust, da sie am Freitag auf den direkten Tabellennachbarn Hüttenberg treffen. Die Mannschaft von Emir Kurtagic liegt mit 29:31 Punkten nur einen Platz hinter den Ferndorfern und erkämpfte sich am letzten Spieltag ein Unentschieden gegen den TUSEM Essen. Der TSV Bayer Dormagen liegt mit 26:34 Punkten auf dem vierzehnten Platz der 2. Handball-Bundesliga und gewann das letzte Spiel gegen den HSV Hamburg mit 31:28 Toren. Damit Trainer Michael Lerscht seine Mannschaft optimal auf die hohe Belastung einstellen kann, analysiert er die taktischen Gemeinsamkeiten der Gegner.

„Bei der Vorbereitung auf den Doppelspieltag suche ich nach Schnittmengen der beiden Gegner, damit der Plan für Sonntag nicht zu stark von dem vorherigen Plan abweicht. Dadurch müssen sich die Jungs in den zwei Tagen nicht komplett umstellen. Die offensiven Deckungsvarianten der beiden Mannschaften sind zum Beispiel eine Gemeinsamkeit, auf die wir uns konzentrieren“, so Lerscht. In der Trainingswoche hat sich das TuS-Team hauptsächlich auf das Spiel gegen den TV 05/07 Hüttenberg fokussiert. Erst am Samstag steht die Vorbereitung auf die Partie gegen den TSV Bayer Dormagen im Fokus.

Trainer Michael Lerscht kann – mit Ausnahme von Rückraumspieler Lucas Schneider – auf den gesamten Kader zurückgreifen.

Quelle: TuS Ferndorf

Dessau-Rosslauer HV 06 vs. HSG Nordhorn-Lingen

Der DRHV 06 hat im Kampf um den Klassenerhalt am kommenden Wochenende gleich zwei schwere Aufgaben zu bewältigen. Am Freitag, den 26. April empfangen die Biber die HSG Nordhorn-Lingen in der Anhalt Arena. Um 19.30 Uhr wird das Spiel von den Unparteiischen Thomas Hörath und Timo Hofmann aus Bayern angepfiffen. Nicht einmal 48 Stunden später spielen die Muldestädter in der Merkur Arena bei der TuS N.-Lübbecke. Anwurf ist um 17.00 Uhr. Geleitet wird diese Partie von den Sportfreunden Jan Krüger und Björn Schmidt aus Schleswig-Holstein.

Die HSG Nordhorn-Lingen befindet sich momentan auf einem aufsteigenden Ast. Die Nordhorner stehen auf dem dritten Tabellenplatz der 2.Handball-Bundesliga. Sie trennt derzeit lediglich ein Punkt zu einem Aufstiegsplatz. Für die Niedersachsen ist somit ein Aufstieg in die DKB Handball Bundesliga noch möglich. Das Hinspiel im Euregium in Nordhorn endetet mit einem 28:28-Unentschieden. Damals traf Jan Zahradníček vier Sekunden vor Schluss vom Sieben-Meter-Punkt zum Ausgleich.

TuS N.-Lübbecke ist vergangene Saison in die 2. Handball-Bundesliga abgestiegen und steht nun auf dem fünften Tabellenrang. Sie trennen ganze acht Punkte zu einem Aufstiegsplatz. Auch in diesem Hinspiel trennten sich beide Teams mit einem Remis. Die Partie endete 24:24 (12:15).

Beide Pflichtspiele an diesem Wochenende stellen die Biber wieder vor schwierige Aufgaben, weiß auch Trainer Uwe Jungandreas: „Tja, da müssen wir uns nicht unterhalten – das werden zwei schwere Brocken. Nordhorn ist an den Aufstiegsplätzen dran und sie haben eine sehr gute Tendenz nach oben. Sie kommen aus einer massiven 6:0-Abwehr, einem starken Torhüter mit gutem Tempospiel und einer sehr eingespielten Mannschaft. Die Situation ist bei uns kompliziert. Wir brauchen Punkte und wir müssen alles versuchen. Wir brauchen eine stabilere Defensive und wieder mehr einfache Tore. Im Positionsspiel wird es darauf ankommen, auf unsere Chancen zu warten und die Bälle reinzumachen. Bei Nettelstedt ist das ähnlich, hinzu kommt noch die Schwere des Auswärtsspiels. Sie waren eigentlich klarer Favorit, hatten auch einen Hänger zwischendurch und sind damit eigentlich auch fast aus dem Aufstiegsrennen raus. Trotzdem haben sie eine überragende Besetzung.“, blickt er auf die beiden kommenden Spiele.

Hinzu kommt weiteres Verletzungspech bei den Bibern. Slavomir Mlotek brach sich den linken Mittelhandknochen bei Auswärtsspiel am vergangenen Samstag. Auch hinter den Einsätzen von Daniel Schmidt (Rückenprobleme) und Daniel Zele (starker Pferdekuss) stehen noch Fragezeichen. Für die Biber heißt wieder in beiden Partien alles geben!

Quelle: Dessau-Roßlauer HV

HBW Balingen-Weilstetten vs. TSV Bayer Dormagen

Am kommenden Wochenende sind die „Gallier von der Alb“ gleich doppelt gefordert. Zunächst muss der HBW Balingen-Weilstetten am Freitag, 26. April, ab 19:45 Uhr zu Hause in der SparkassenArena gegen den Aufsteiger TSV Bayer Dormagen bestehen, ehe es dann schon zwei Tage später am 28. April in Hüttenberg (Anwurf 17 Uhr) um die nächsten beiden Punkte in der 2. Handball-Bundesliga geht.

Zuletzt musste der HBW um Chef-Trainer Jens Bürkle mit der Niederlage beim EHV Aue einen Dämpfer hinnehmen. Der Gallier-Coach hatte die Gründe dafür schnell erkannt: „Wir haben es nicht geschafft unsere Hauptstärke, die Abwehrarbeit im Paket mit der Torwartleistung, auf die Platte zu bringen. Insgesamt waren die Basics einfach nicht gut genug, deshalb haben wir auch verdient verloren.“

Damit ist das vergangene Spiel für den Trainer aber auch recht schnell abgehakt, der Fokus geht nun in Richtung der nächsten Aufgaben. Da auch der Tabellenzweite Coburg am vergangenen Oster-Wochenende zu Hause gegen Lübeck-Schwartau federn ließ und Nordhorn-Lingen das Verfolgerduell gegen Hamm-Westfalen gleichzeitig gewann, ist die Tabelle nach dem 30. Spieltag noch enger zusammengerückt. Nordhorn liegt aktuell, acht Spieltage vor Saisonende, nur noch einen Punkt hinter dem ersten Aufstiegsplatz, den die Coburger belegen. Somit birgt der anstehende Doppel-Spieltag, bei dem alle Teams sowohl am Freitag als auch zwei Tage später sonntags auf der Platte stehen müssen, umso mehr Spannung.

Im ersten Spiel des kommenden Wochenendes, dem Heimspiel gegen Dormagen, erwartet Bürkle einen „unheimlich talentierten Gegner, der sich im Lauf der Saison gefunden hat.“ Mit vielen jungen Spielern wie Tim Wieling oder Lukas Stutzke, die in der kommenden Saison beim TVB Stuttgart bzw. beim Bergischen HC in der DKB Handball-Bundesliga auf der Platte stehen werden, ist es dem TSV in den vergangenen Wochen gelungen, sich Schritt für Schritt von den Abstiegsrängen zu lösen. Aktuell hat Dormagen vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze und geht damit mit einer ordentlichen Ausgangslage in den Saisonendspurt und den Kampf um den Klassenerhalt.

Handball Sport Verein Hamburg vs. TV Emsdetten

Das kommende Wochenende könnte erste Vorentscheidungen im Kampf um den Klassenerhalt mit sich bringen. Alle Teams der 2. Handball-Bundesliga kommen an diesem Wochenende gleich zweimal zum Einsatz: am Freitag stehen die Paarungen des 31. Spieltags an und am Sonntag folgt direkt der 32. Spieltag – die Saison geht auf die Zielgerade! Der Handball Sport Verein Hamburg muss dabei am Freitag, den 26. April (20 Uhr), gegen den Tabellennachbarn TV Emsdetten ran. Am Sonntag, den 28. April, trifft der HSVH dann um 17 Uhr auf die HSG Nordhorn-Lingen (beide Spiele im Livestream bei sportdeutschland.tv). Nordhorn-Lingen ist als Tabellendritter dank der Patzer von Coburg und Balingen-Weilstetten noch ein heißer Kandidat im Aufstiegsrennen.

Mit vier Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz (Tabellenplatz 16, Wilhelmshavener HV) gehen die Hamburger (12.) in diesen Doppelspieltag. Der TVE (11.) hat sogar fünf Punkte Polster. Wer am Freitag und womöglich auch am Sonntag die zwei Punkte holt, kann sich viel Luft im Abstiegskampf verschaffen. Wilhelmshaven, Großwallstadt und Dessau-Roßlau, die allesamt auf den Abstiegsrängen stehen, stehen jeweils Teams aus der oberen Tabellenregion gegenüber und haben somit schwere Aufgaben zu bewältigen. Beim TV Emsdetten sah es in dieser Saison zuerst nicht so aus, als müsste sich das Team von Trainer Daniel Kubes mit dem Abstieg beschäftigen. Zum Zeitpunkt des Hinspiels gegen den HSVH stand der TVE noch auf Platz sechs, holte aber zuletzt aus fünf Spielen nur drei Punkte und konnte sich so nicht vom Tabellenkeller absetzen. Top-Torschütze beim TVE ist der österreichische Rückraum-Shooter Janko Bozovic, der mit 149 Feldtoren ligaweit der viertbeste Schütze aus dem Spiel heraus ist (158 Tore insgesamt).

Während der HSVH gegen den direkten Tabellennachbarn Emsdetten unbedingt die Punkte einfahren will, gehen die Hamburger am zweiten Spiel des Wochenendes als Außenseiter ins Rennen. Die HSG Nordhorn-Lingen hat sich seit dem 19. Spieltag auf Platz drei der Tabelle festgesetzt, nachdem das Team im ersten Saisondrittel noch im Tabellenmittelfeld stand. Mit nur einem Punkt Rückstand auf den Zweiten HSC Coburg sind die Niedersachsen noch mittendrin im Aufstiegsrennen. Beim Heimspiel gegen den HSVH müssen sie deshalb punkten. Bei der HSG sticht aktuell besonders Georg Pöhle heraus: Der Rückraumspieler hat in dieser Saison bereits 192 Tore erzielt (Platz vier der Torjägerliste) und wird ein besonderes Augenmerk der Hamburger erhalten, die sich am Sonntagvormittag mit dem Bus auf den Weg nach Lingen machen werden.

Der Handball Sport Verein Hamburg kann vor diesem Doppelspieltag personell erneut aus dem Vollen schöpfen. Rechtzeitig zur entscheidenden Phase der Saison hat Trainer Torsten Jansen bis auf den Langzeitverletzten Justin Rundt alle Mann an Bord. Jansen hat also wie schon bei den vergangenen zwei Partien die Qual der Wahl und muss kurz vor dem Heimspiel seinen finalen 16-Mann-Kader für das Duell gegen Emsdetten bestimmen. Eine Personalie steht dabei schon fest: Da Rechtsaußen Thies Bergemann wieder zu 100 Prozent fit ist und nach seiner Verletzung auch seinen Trainingsrückstand aufgeholt hat, wird Stefan Schröder wieder kürzertreten und lediglich als Backup eingreifen, sollte die Personaldecke wieder dünner werden.

Quelle: HSV Hamburg

 

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