13.09.2018  DKB Handball-Bundesliga

Topspiel zwischen Magdeburg und Kiel

Weiter geht's für den THW Kiel im Topspiel-Modus: Am Donnerstag erwartet die Zebras beim SC Magdeburg nicht nur eine bisher ungeschlagene Mannschaft, sondern auch eine extrem hitzige Atmosphäre in der ausverkauften Getec-Arena. "Wir freuen uns auf das Spiel", sagt THW-Kapitän Domagoj Duvnjak. "Wir haben dort in der Liga lange nicht mehr gewonnen. Das wollen wir am Donnerstag ändern." Anpfiff zum Spitzenspiel der DKB Handball-Bundesliga ist um 19 Uhr.

"Wollen die zwei Punkte holen"

Die unglückliche Derby-Niederlage am Samstag in Flensburg - abgehakt. Der Blick der Kieler Handballer geht nach vorn. "Wir müssen unsere Wurfausbeute verbessern, das Spiel breiter machen und den Gegner mehr in Bewegung bringen", erklärt THW-Kreisläufer Hendrik Pekeler, mit 19 Treffern bisher bester Torschütze der Zebras. "Wir wissen, was wir besser machen müssen", unterstreicht Viktor Szilagyi, Sportlicher Leiter des THW Kiel. "Die Partie am Donnerstag ist sicherlich eines der schwierigsten Auswärtsspiele der Saison. Aber bei unseren Zielen müssen wir auch auswärts das ein oder andere Topspiel gewinnen. In Flensburg waren wir nah dran, jetzt wollen wir in Magdeburg die zwei Punkte holen." Die Zebras reisen am Mittwoch in die Domstadt, um sich optimal auf die Begegnung vorbereiten zu können.

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Großes Selbstbewusstsein in der Börde

Treffen werden die Zebras am Donnerstag auf eine Mannschaft, deren Selbstbewusstsein groß ist. "Wir haben einen Top-Start hingelegt und freuen uns riesig auf diese Partie. Da können wir zeigen, wie gut wir derzeit wirklich sind", erklärt Linksaußen Matthias Musche. Der 26 Jahre alte Linksaußen bestimmte zuletzt die Schlagzeilen an der Elbe - zunächst mit seiner Vertragsverlängerung bis 2024, dann auf dem Feld: Satte 36 Tore erzielte Musche in den bisher vier Saisonspielen des SCM - 16 (!) davon allein in der letzten Partie gegen den Bergischen HC. Damit steuerte Musche die Hälfte aller Tore zum 32:27-Erfolg gegen den Aufsteiger bei und rückte auf Platz eins der Torschützenliste der DKB Handball-Bundesliga vor. Ebenfalls in Top-Form ist Torhüter Jannick Green: Mit 49 Paraden aus drei Spielen steht der dänische Nationalkeeper derzeit ebenfalls an der Liga-Spitze. "Die Teamleistung macht das möglich. Bei Jannick ist es das Zusammenspiel mit der Abwehr, bei 'Matze' die Anspiele der Teamkollegen", freut sich SCM-Trainer Bennet Wiegert über die gute Verfassung seiner beiden bisher herausragenden Akteure und seiner Mannschaft insgesamt.

Eingespieltes Team

Dass die Magdeburger bisher ungeschlagen durch die Liga marschierten, erstaunt indes kaum jemanden. Denn Wiegert hat als einziger Trainer aus dem oberen Tabellendrittel eine komplett eingespielte Mannschaft zur Verfügung. Der Kader der Magdeburger, die in der vergangenen Saison Platz vier und die Final-Four-Turniere im DHB- und EHF-Pokal erreichten, blieb nahezu komplett beisammen. Mit Nemanja Zelenovic (ging zu Frisch Auf Göppingen) verließ nur ein Spieler den Club, dafür holte man sich mit Albin Lagergren von Champions-League-Teilnehmer IFK Kristianstad einen starken Linkshänder, der Mads Christiansen entlastet und bisher 13 Mal erfolgreich war. Das Zusammenspiel des SCM funktioniert - gleich zum Auftakt setzten die Sachsen-Anhaltiner mit einem nie gefährdeten 28:23-Auswärtserfolg bei der hoch gehandelten MT Melsungen ein Ausrufezeichen. Es folgten ein klarer 28:20-Sieg im Ost-Derby gegen den SC DHfK Leipzig, der souveräne 31:26-Erfolg bei der HSG Wetzlar und eben die zwei Heim-Punkte beim "Musche-Festival" gegen den BHC. Die Konsequenz: Mit 8:0 Punkten ist der SCM derzeit neben Meister Flensburg und Pokalsieger Rhein-Neckar Löwen das Maß der Dinge in der DKB Handball-Bundesliga.

Kein Wunder also, dass man sich beim SCM auf das Traditionsduell mit den Kielern freut: "Das ist eines der Highlight-Spiele in Magdeburg. Das sollen die Jungs und das Umfeld genießen. Und genießen tut man am meisten, wenn man erfolgreich ist", erklärte Wiegert. Erfolgreich waren die Magdeburger vor eigenem Publikum zuletzt häufiger gegen den THW Kiel: Seit drei Jahren konnten die Zebras, die in der Gesamtbilanz mit 35:14 Siegen bei fünf Unentschieden vorne liegen, in der Liga nicht mehr in Magdeburg gewinnen. Der letzte Erfolg datiert vom 20. September 2015, danach gelang den Kielern nur noch im DHB-Pokal ein Sieg beim SCM: Auf dem Weg zum zehnten Titel gewann der THW im Oktober 2016 einen der vielen Krimis zwischen beiden Mannschaften mit 22:21. Die Partie am Donnerstag wird von Nils Blümel und Jörg Loppaschewski geleitet, die bereits den Kieler Heimauftakt gegen Lemgo gepfiffen hatten. Sky überträgt ab 19 Uhr live aus der Getec-Arena.

Quelle: THW Kiel

Foto: Popova

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