08.06.2019  DKB Handball-Bundesliga

Flensburg will beste Saison aller Zeiten krönen

Von den Punkten her hat die SG Flensburg-Handewitt die beste Saison aller Zeiten absolviert. Nun soll sie gekrönt werden: Mit einem Sieg am Sonntag um 15 Uhr beim Bergischen HC, der diesmal im ISS Dome zu Düsseldorf gastiert, wäre die dritte Meisterschaft nach 2004 und 2018 perfekt.

Theoretisch würde ein Unentschieden genügen, natürlich soll es nicht so spannend gemacht werden. Maik Machulla gefiel zuletzt die Stimmung in seiner Mannschaft. „Natürlich steigt die Anspannung von Tag zu Tag, die brauchst du aber auch, um auf dem Spielfeld hellwach zu sein“, erklärt der Übungsleiter. „Den meisten Spielern hilft die Erfahrung aus dem letzten Jahr, vier unserer Spieler sind Weltmeister geworden. Diese gewonnene Erfolgsmentalität überträgt sich auch auf die anderen Spieler.“

Etwas ungewohnt erscheint die Unterbrechung von elf Tagen seit dem letzten Erfolg gegen die Füchse Berlin. Mit Rhythmusproblemen beschäftigt man sich im SG Lager allerdings nicht. Im April war schon mal eine Spielpause von sogar 18 Tagen gemeistert worden. Diesmal nutzten alle die Unterbrechung für Zeit mit der Familie und für die Regeneration. Bei Tobias Karlsson, der zuletzt wegen seines Rückens passen musste, riecht alles nach einem 501. Einsatz. Eine SG in Bestbesetzung am letzten Spieltag – auch ein Verdienst von Athletiktrainer und Medical Team.

Der Bergische HC kämpft noch um einen Platz im nächsten EHF-Cup. „Diese Mannschaft hat schon einiges zusammen durchgemacht“, beobachtet Maik Machulla die Entwicklung des Wiederaufsteigers zum Spitzenteam mit großer Aufmerksamkeit. Im Hinspiel hatte die SG eine bescheidene erste Hälfte abgeliefert, lag nach 19 Minuten mit 2:7 zurück und siegte noch mit 25:23. Das sei kein Thema mehr, betont Maik Machulla. „Die Spieler wissen, was sie damals falsch gemacht haben.“ Düsseldorf ist übrigens für eine Meisterkür ein gutes Pflaster. Schon zwei Mal in der Bundesliga-Geschichte entschied ein Titelkandidat in der Rhein-Metropole ein Fernduell am letzten Spieltag für sich: 1985 der VfL Gummersbach, 2005 der aktuelle Widersacher THW Kiel, der zeitgleich sein letztes Heimspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf bestreitet.

Ein Akteur erhielt bereits jetzt eine besondere Würdigung. Als „Spieler der Saison“ wird Rasmus Lauge Nachfolger von Andy Schmid (Rhein-Neckar Löwen), der die Auszeichnung zuvor fünf Jahre in Folge erhalten hat. Überreicht wird Rasmus Lauge die Auszeichnung im ISS Dome Düsseldorf von HBL-Präsident Uwe Schwenker. „Der 27-Jährige Däne spielt eine herausragende Saison und ist einer der Hauptgründe für die mögliche Titelverteidigung der SG Flensburg-Handewitt“, heißt es in der Begründung. „Im Rückraum glänzt der Regisseur nicht nur mit einem überragenden Spielverständnis, er übernimmt auch in den entscheidenden Situationen Verantwortung, ist mit 133 Treffern der erfolgreichste Torschütze der Flensburger und zweitbester Vorlagengeber der DKB Handball-Bundesliga“.

Text: SG Flensburg-Handewitt

Bild: Nolte

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