02.08.2018  DKB Handball-Bundesliga

SG Flensburg-Handewitt: Neues Torhüter-Duo tritt in große Fußstapfen

Für die SG Flensburg-Handewitt müssen sich die Fans nach der Meisterschaft besonders auf der Torhüterposition an neue Gesichter gewöhnen. Nachdem Mattias Andersson nach sieben Jahren im SG-Kasten seine Karriere beendete und Kevin Möller zum FC Barcelona wechselte, sollen nun zwei junge Hoffnungsträger die Lücke schließen, die besonders der 40 Jahre alte Schwede hinterlassen hat. Benjamin Buric und Torbjörn Bergerud sind das neue Duo im Tor der SG. Wir stellen die beiden vor!

Benjamin Buric hat sich in nur zwei Jahren in der DKB Handball-Bundesliga schon einen echten Namen gemacht. Der 27-jährige Bosnier kommt mit reichlich Vorschusslorbeeren vom Liga-Konkurrenten HSG Wetzlar zur SG. „Ich möchte in Flensburg den nächsten Schritt machen und um Titel mitspielen“, zeigt sich „Benko“ angriffslustig und will beim amtierenden Deutschen Meister Titelhunger stillen. SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke zeigte sich schon kurz nach der Verkündung mehr als Überzeugt von seinem Neuzugang: „Benjamin hat in seiner ersten Saison in der DKB Handball-Bundesliga Top-Leistungen gezeigt und auch in der folgenden Saison (...) seine großartigen Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Ich freue mich sehr, dass wir unser neues Torhüter-Gespann nun beisammen haben und das mit zwei so hochkarätigen und erfolgsversprechenden Spielern.“ Buric´Zahlen sprechen für sich: Mit einer Quote von 32,46 Prozent gehaltener Bälle stand der Bosnier am Ende der Saison 2017/18 unter den Top Drei der Liga-Torhüter und ließ namenhafte Konkurrenz wie die deutschen Nationaltorhüter Heinevetter und Wolff hinter sich. Außerdem entwickelte sich der 1,97 Meter große Keeper mit 17 gehaltenen Strafwürfen zu einer echten Hürde für die sonst so nervenstarken Schützen der DKB Handball-Bundesliga.

Big win against @thwhandball #dkbhbl #hsgwetzlar #2points

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Für seine Titelträume nahm Buric schon früh Entbehrungen auf sich. Mit seinem Zwillingsbruder Senjamin, der seit dieser Saison für RK Zagreb als Kreisläufer aufläuft, verließ Benjamin bereits mit 17 Jahren sein Elternhaus und zog ins fünf Stunden entfernte Ljubuski. Die Positionsfrage stellte sich dem jungen Benjamin nie, denn der nach eigener Aussage eher lauffaule Buric genoss die Vorzüge des Torhüterseins. Das nötige Talent hatte er auch: Über RK Bora Banja Luka ging es für ihn zum Champions League-Teilnehmer RK Gorenje Velenje, wo er auch die Aufmerksamkeit von Bundesliga-Klubs auf sich zog.

Und auch mit großen Fußstapfen kennt sich der Bosnier aus: Schon in Wetzlar stellte er sich der Herausforderung und wurde Nachfolger von Nationaltorhüter Andreas Wolff, der zuvor zum THW Kiel gewechselt war. Seiner neuen Aufgabe in Flensburg blickt er ebenfalls zuversichtlich entgegen: „Ich bin unglaublich stolz, ab der kommenden Saison das Trikot der SG Flensburg-Handewitt zu tragen. Als die SG Interesse bekundete, war ich sehr froh und stolz über diese Anfrage. Ich habe bei der SG die Möglichkeit international zu spielen und um Titel zu kämpfen. Ich freue mich, bei der SG einen weiteren Schritt in meiner Entwicklung machen zu können und freue mich noch mehr auf die tolle Kulisse in der FLENS-ARENA. Ich durfte die unglaubliche Atmosphäre beim letzten Spiel der abgelaufenen Saison kennenlernen. Das war wirklich beeindruckend.“

Danke @hsg.wetzlar

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Behaupten muss sich Buric gegen seinen neuen norwegischen Partner im Tor. Torbjörn Bergerud kommt ebenfalls mit einem Drei-Jahres-Vertrag ausgestattet vom dänischen Pokalsieger Holstebro und gilt als DAS norwegische Torhütertalent. Sein neuer Coach Maik Machulla freut sich, den in Drammen geborenen Keeper in seinen Reihen zu haben: „Ich bin stolz und froh, dass Torbjørn ab kommender Saison unsere Mannschaft verstärkt. Mit seiner sympathischen Art und seinem Anspruch, bei uns zu Europas bestem Torhüter zu reifen, passt er perfekt in unser Team. Wir alle werden viel Freude mit ihm und seinen Leistungen haben. Diese Verpflichtung stellt wieder einmal unter Beweis, dass die SG eine Top-Adresse im europäischen Spitzenhandball ist.“ Die Freude ist auch dem 24-jährigen Keeper deutlich anzumerken, wenn er über seinen neuen Klub spricht: "Ich bin sehr glücklich, ein Teil der großen SG-Familie sein zu dürfen. Während meiner Besuche in Flensburg habe ich gemerkt, welche Leidenschaft und Professionalität im ganzen Verein und bei den Fans steckt."

In seinem neuen Team wird Bergerud wie auch schon in Holstebro die Rückennummer 30 tragen. Die Begründung für die ungewöhnliche Nummer ist einfach und kurios zugleich: Bergerud mag keinen Strich auf dem Rücken tragen. Ob die 30 ihm auch bei seinem neuen Klub Glück bringt, bleibt abzuwarten. Eins ist aber sicher: Die SG hat zwei starke Männer zwischen den Pfosten und ist auf dieser Position für die Mission Titelverteidigung bestens gerüstet!

Foto: Klahn

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