15.05.2019  DKB Handball-Bundesliga

TBV mit Kampfgeist gegen den SC Magdeburg

Mittwochabend, 19 Uhr. Ungewohnte Anwurfzeit für den TBV Lemgo, der heute den SCM zu Gast hat. Nach der Niederlage im Hinspiel möchte sich die Mannschaft um Florian Kehrmann gegen den Favoriten aus Magdeburg nicht kampflos geschlagen geben, sondern alles geben, um es den Gästen in der heimischen Halle schwer zu machen. Übertragen wird die Partie ab 18:30 Uhr live auf Sky.

Zu ungewohnter Anwurfzeit empfängt der TBV Lemgo Lippe am Mittwoch, den 15. Maium 19 Uhr, den SC Magdeburg zum nächsten Heimspiel in der Phoenix Contact-Arena. Der SC Magdeburg bestreitet bisher eine äußerst solide Saison. Nachdem sich die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert auch in diesem Jahr erneut für das Final Four in Hamburg qualifizieren konnte, mussten sich die Grün-Roten im Finale gegen den THW Kiel, den sie zuvor zwei Mal in der Bundesliga besiegen konnten, geschlagen geben. In der DKB Handball-Bundesliga belegen die Bördestädter mit 46:14 Punkten aktuell den vierten Tabellenplatz und stehen nur noch zwei Punkte hinter den Löwen. Das Erreichen von Platz drei am Saisonende wäre für Wiegert ein großer Traum, der in Erfüllung gehen würde: „Platz 3 ist nicht die goldene Ananas für uns, das steht dann in den Büchern des SC Magdeburg.“ Die letzten Spiele auswärts in Hannover und gegen Wetzlar vor heimischem Publikum konnte der SCM jeweils souverän mit fünf Toren Vorsprung für sich entscheiden. Vor allem Michael Damgaard im linken Rückraum trägt mit seiner außergewöhnlichen Spielweise in letzter Zeit einen großen Teil zu den Siegen bei und ist momentan kaum zu stoppen. Hinter Matthias Musche ist er mit 116 Treffern der zweitbeste Torschütze der Grün-Roten.

Trotzdem ist natürlich auch Musche nicht außer Acht zulassen. Der 26-jährige Linksaußen führt mit insgesamt 239 Toren deutlich die Torschützenliste der Liga vor TBV-Spieler Tim Hornke mit 194 Treffern an und überzeugte zuletzt wieder in Wetzlar mit 13 Toren und nur einem Fehlwurf, was einer Trefferquote von 93Prozent entspricht. Im Hinspiel zeigte der TBV eine gute kämpferische Leistung, trotzdem lagen die Lipper bereits zur Halbzeit mit 17:10 zurück. Auch in der zweiten Hälfte gab sich die Mannschaft nicht auf und zeigte weiterhin einen starken Kampfgeist gegen den klaren Favoriten aus Magdeburg, musste am Ende jedoch mit einer 29:24-Niederlage die Heimreise antreten.

Auch im Rückspiel möchte sich Florian Kehrmann mit seiner Mannschaft nicht kampfloshingeben: „Wir wissen, dass uns mit Magdeburg eine sehr schwere Aufgabe erwartet und dass sie unter den aktuellen Voraussetzungen am Mittwoch der klare Favorit sind. Magdeburgs Tempospiel gehört zu den besten der Liga, trotzdem müssen wir versuchen, dieses so früh wie möglich zu unterbinden.“ Gleichzeitig hatten die Lipper nach dem Spielgegen Gummersbach noch einige wichtige Hausaufgaben zu erledigen „Wir haben zuletzt im Angriff immer noch keine ausreichenden Lösungen gefunden, um den Gegnermehr unter Druck zu setzen und leider hat in Gummersbach auch die Abwehr phasenweise nicht so gut funktioniert“, so Kehrmann weiter. Auch wenn Kehrmann bis zum Saisonende weiterhin personell improvisieren muss, versucht er mit den noch verbleibenden Spielern, insbesondere mit den jungen Spielern von Team HandbALL, weiterhin eine Einheit zu bilden. Zusätzlich wurde aber noch einmal die Wichtigkeit der überragenden Unterstützung von dem Lemgoer Publikum hervorgehoben. Insbesondere für die jungen Spieler sei der Rückhalt durch den achten Mann enorm, um durch schwere Phasen im Spiel getragen zu werden.

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