27.12.2018  DKB Handball-Bundesliga

Löwen zum Gipfeltreffen in Kiel

Nach den besinnlichen Festtagen wird es am Donnerstag in der Sparkassen-Arena heiß hergehen. Der THW Kiel empfängt den Pokalsieger, die Zebras treffen auf die Rhein-Neckar Löwen. Ein Spitzenspiel, ein echter Kracher nach dem Fest. "Das ist ein ganz besonderes Spiel für ganz Kiel", sagt Kapitän Domagoj Duvnjak. "Gemeinsam mit unseren Fans wollen wir diese Partie gewinnen, diese zwei Punkte holen, die für uns so wichtig sind."

Nach der Rückkehr aus Bietigheim am Sonntagnachmittag hatten die Kieler Heiligabend frei, um mit ihren Familien und Freunden Weihnachten feiern zu können. Am ersten Weihnachtsfeiertag versammelte Trainer Alfred Gislason seine Mannschaft wieder um sich. Aus gutem Grund, hat der THW Kiel am Donnerstag doch eine wahre Herkules-Aufgabe vor sich: Die Partie gegen die Rhein-Neckar Löwen ist ein echtes Spitzenspiel in der DKB Handball-Bundesliga. Denn in der Partie gegen den zweifachen deutschen Meister geht es um zwei echte "Big Points" und die Frage, wer nach der WM-Pause als Verfolger Nummer eins dem ungeschlagenen Tabellenführer aus Flensburg im Nacken sitzen wird. "In solch einem packenden Spiel kommt es auch auf unsere Fans an", freut sich Kapitän Duvnjak auf einen echten Hexenkessel. "Die 'weiße Wand" kann uns richtig helfen und in einem Spiel auf Augenhöhe den Unterschied ausmachen!" 

Im Hinspiel hatten bärenstarke Zebras, angeführt vom sechsfachen Torschützen Harald Reinkind, die Löwen in deren Arena mit 27:24 in die Knie gezwungen. Ein gutes Omen? "Davon kann man sich im nächsten Spiel nichts kaufen", sagt THW-Torhüter Andreas Wolff. "In diesen Top-Partien entscheiden Kleinigkeiten. Im Hinspiel war das unser 5:0-Lauf nach der Pause." Oft ging es zwischen beiden Mannschaften richtig eng zu: Von den letzen 15 Partien gegen die Löwen konnten die Zebras nur fünf für sich entscheiden. Sechs Liga-Partien in Folge konnten die Mannheimer nach der klaren 20:27-Niederlage beim Tabellenführer Flensburg zuletzt gewinnen - der Lauf wurde lediglich durch die unglückliche Pokal-Niederlage in Berlin, als man 55 Minuten lang die bessere Mannschaft war, nach Verlängerung aber doch den Hauptstädtern gratulieren musste, unterbrochen. "Die Löwen sind eine richtig starke Mannschaft", weiß auch Andreas Wolff. "Es ist beinahe schon brutal, solch einen Gegner zum Jahresabschluss zu haben." 

Die Tabellen-Situation, mit einem Sieg könnte der THW Rang zwei vor den Mannheimern behaupten, wird am Donnerstag von allein schon für Emotionen sorgen. Zudem ist es für zwei Trainer, die sich sehr schätzen, das letzte Duell auf Vereinsebene gegeneinander: Alfred Gislason wird im Sommer seine erfolgreiche Karriere in Kiel beenden. Und auch sein Gegenüber Nikolaj Jacobsen wird die stärkte Liga der Welt verlassen. Der 47-Jährige, dessen aktuelle Mannschaft wird sich dann nur noch um die dänische Nationalmannschaft, die er außerdem seit 2017 trainiert, kümmern. Die Nachfolge bei den Löwen übernimmt der Isländer Kristjan Andresson, aktuell Trainer der schwedischen Nationalmannschaft. Bis zum Sommer 2020 wird Andresson die Aufgabe als Nationaltrainer nach seinem Amtsantritt beim Handball-Bundesligisten in Doppelfunktion ausüben.

Jacobsens Erfolgsbilanz in Mannheim ist beeindruckend: Bisher bescherte er den Badenern zwei deutsche Meisterschaften, einen DHB-Pokalsieg sowie drei Pixum-Supercup-Erfolge. Und noch soll natürlich nicht Schluss sein. Denn auch in dieser Saison fletschen die Löwen mit den Zähnen, müssen sich nach dem Aus im DHB-Pokal neben der VELUX EHF Champions League nun aber ganz auf die DKB Handball-Bundesliga konzentrieren. Die Löwen um ihren genialen Spielmacher Andy Schmid haben trotz der Erfolge immer noch richtig Biss, präsentieren sich in dieser Spielzeit auch auswärts sehr konstant. Lediglich beim deutschen Meister in Flensburg blieben zwei Zähler liegen. Alle anderen Spiele in fremden Hallen wurden gewonnen.

Quelle: THW

Foto: Binder

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