13.04.2018  DKB Handball-Bundesliga

SC Magdeburg baut Siegesserie 2018 weiter aus

In der Handball-Bundesliga musste der SC Magdeburg im Jahr 2018 noch keine Niederlage hinnehmen. Auch der TuS Nettelstedt-Lübbecke konnte an dieser Serie nicht rütteln. Die Hausherren spielten gegen personell geschwächte Gäste befreit auf und gewannen klar mit 34:24 (18:12). Damit klettert der SC nun auf Rang 3 der Tabelle.

Den ersten Treffer der Partie erzielten die mit einigen personellen Sorgen angereisten Gäste durch Lukasz Gierak - es sollte allerdings die einzige Führung in der Begegnung bleiben. Früh schien der SC Magdeburg das Kommando zu übernehmen. Auch dank einer ersten Glanztat von Dario Quenstedt konnten Marko Bezjak und Robert Weber die Hausherren in Vorlage werfen und nach dem 3:2 setzte sich der Favorit dann früh ab: Nach einem abgefangenen Pass war Matthias Musche im Gegenstoß erfolgreich und nach weiteren Paraden von Quenstedt legten Piotr Chrapkowski und Mads Christiansen zum 6:2 nach. Nach sechs Minuten schienen die Weichen bereits gestellt - Lübbecke aber zeigte in der Folge, dass sich der SCM keine Nachlässigkeiten erlauben durfte. Die Gastgeber ließen einige Chancen aus und beim 6:5 waren die im Kampf um den Klassenverbleib steckenden Gäste wieder auf ein Tor heran. Der psychologisch wichtige Ausgleich sollte aber nicht gelingen, für die Magdeburger antworteten Bezjak und Musa, deren vorzeitige Vertragsverlängerungen vor dem Spiel bekannt gegeben worden waren, umgehend auf 8:5.

Abschütteln ließ sich Lübbecke allerdings zunächst nicht, auch wenn sich die Gäste ihre Treffer mit wesentlich mehr Aufwand erarbeiten mussten. Bei den Magdeburgern setzte aus dem Positionsangriff unterdessen Michael Damgaard die Akzente und hinzu kamen immer wieder Torerfolge aus dem Umschaltspiel wie beim 10:6 durch Matthias Musche. Die Vier-Tore-Führung ließ die Konzentration bei den Gastgebern aber wieder sinken, nach einer Auszeit pirschte sich der Außenseiter wieder heran - und hatte beim 10:9 durch Moritz Schade erneut den Anschluss hergestellt. Magdeburg fand den Faden aber schnell wieder, erneut war es Damgaard, der sich treffischer zeigte. Weber hingegen vergab zunächst unbedrängt einen Gegenstoß, verwandelte dann aber einen Siebenmeter sehenswert mit einem Dreher. Eine Parade von Quenstedt und ein Gegenstoß von Zelenovic ließen den Abstand beim 13:9 erneut auf vier Tore anwachsen. Und diesmal sank die Konzentration beim SCM nicht, die Hausherren setzten nach und setzten sich nach einem von Quenstedt parierten Siebenmeter und einem Damgaard-Treffer in Unterzahl beim 16:10 erstmals auf sechs Tore ab.

Mit diesem Abstand kamen die Teams beim 18:12 auch aus den Kabinen, die Magdeburger drängten aber auf eine Vorentscheidung. Schnell ging es über Daniel Pettersson und Matthias Musche, die bis zum 22:14 jeweils zwei Treffer erzielten. Lübbecke tat sich schwer, geriet nun auch in doppelte Unterzahl. Der eingewechselte Joel Birlehm im Tor konnte ein Anwachsen des Rückstands zwar verhindern, auf der Gegenseite war aber auch Dario Quenstedt weiterhin auf dem Posten. Bennet Wiegert nutzte die deutliche Führung zu zahlreichen Wechseln, Christian O`Sullivan und Lukas Mertens erhöh ten den Abstand zehn Minuten nach Wiederbeginn auf 24:15 und weitere zehn Minuten später war die Differenz trotz einiger vergebener Chancen beim 28:18 erstmals auf zehn Tore angewachsen. Für Lübbecke ging es um Schadensbegrenzung, der in der Schlussphase mehrfach gut in Szene gesetzte Gleb Kalarasch sorgte beim 31:19 und dem 33:21 für einen Zwölf-Tore-Abstand. Am Ende lagen zehn Toren für die Konkurrenten, Jan-Eric Speckmann hatte für den 34:24-Endstand gesorgt.

Foto: Popova