05.04.2019  REWE Final Four

Das erste Halbfinale: Außenseiter trifft auf Dauergast

Den Auftakt in das REWE Final Four 2019 bildet die Partie zwischen dem TSV Hannover-Burgdorf und dem SC Magdeburg. Die Magdeburger reisen nach dem Triumph gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer aus Flensburg mit einer breiten Brust nach Hamburg. Die Recken aus Hannover haben hingegen aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs wohl eher die Außenseiter-Rolle inne.

Ausblick

Der Tabellen-13. der DKB Handball-Bundesliga aus Hannover musste am vergangenen Sonntag eine herbe Heimniederlage einstecken: Mit 23:25 unterlag das Team von Trainer Carlos Ortega der HSG Wetzlar. Die gesamte Saison verläuft bereits sehr wechselhaft für die Recken. Zehn Siegen stehen ein Unentschieden und 15 Niederlagen gegenüber. 

In den anderen Wettbewerben läuft es hingegen richtig gut für die Niedersachsen. Im EHF-Cup qualifizierten sie sich erstmals in ihrer Vereinsgeschichte für das Viertelfinale. Mit einem überzeugenden 32:22 (14:9) Erfolg über den kroatischen Vertreter RK Nexe Našice machten die Hannoveraner den Einzug in die Runde der letzten Acht perfekt.

Und auch im DHB-Pokal machte die TSV bislang eine gute Figur: So setzten sich die Hannoveraner gegen den VfL Lübeck-Schwartau, den VfL Eintracht Hagen und gegen die Bundesligisten TBV Lemgo Lippe und HC Erlangen jeweils souverän durch. 

Außenseiter trifft auf Mannschaft der Stunde

Den Recken steht am Samstagmittag wohl die Mannschaft der Stunde gegenüber: Der SC Magdeburg reist mit acht Erfolgen in der DKB Handball-Bundesliga in Serie an, darunter der 24:23-Sieg gegen den bis dahin verlustpunktfreien Tabellenführer aus Flensburg. Ein Erfolg, der die ganze Liga aufhorchen lies.

Auch das einzige direkte Duell in dieser Saison zwischen den beiden Teams lässt die SCM-Fans positiv stimmen, denn am 04. Oktober gelang der Truppe von Bennet Wiegert ein deutlicher 34:23-Sieg in der GETEC Arena. Der diese Saison überragende Matthias Musche war auch in diesem Spiel kaum zu stoppen und erzielte neun Treffer.

Ob er diese Leistung wiederholen kann und so seinem SCM zum Finaleinzug verhelfen wird, bleibt abzuwarten.

Im Fokus

Die Außenspieler stehen in diesem Duell besonders im Fokus. Und das schöne ist, die zwei Toptorschützen der jeweiligen Vereine stehen sich in diesem Halbfinale direkt gegenüber. Auf der Hannoveraner Seite spielt Timo Kastening eine überragende Saison auf der Rechtsaußen-Position, erzielte in 26 Spielen 139 Tore für seine Farben und ist somit sechster in der Torschützenliste der DKB HBL. Dies rechtfertigt auch seine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft, in der er jüngst sein Debüt gab.

Sein Gegenüber setzt bei diesen Zahlen aber noch einen oben drauf. Matthias Musche ist der alles überragende Torschütze in dieser Spielzeit. Am 25. Spieltag machte er gegen Minden seinen 200. Saisontreffer, aktuell steht er bei 205 Toren. Somit hat er knapp 40 mal öfter eingenetzt, als der zweitplatzierte Tim Hornke vom TBV Lemgo Lippe.

Zahlen, Daten, Statistiken

Die TSV Hannover-Burgdorf mausert sich so langsam zur Pokal-Mannschaft. Nachdem in der Spielzeit 2016/2017 noch im Viertelfinale gegen SC DHfK Leipzig Schluss war, erreichten die Recken im letzten Jahr dann das Finale des REWE Final Four. Dort verlor man zwar gegen die Rhein-Neckar Löwen mit 26:30, konnte mit der erbrachten Leistung aber dennoch zufrieden sein. Sollte der Positivtrend fortgesetzt werden, ist dem Team von Trainer Carlos Ortega der ganz große Wurf zuzutrauen.

Der Halbfinalgegner aus Magdeburg ist hingegen schon nahezu ein Dauergast beim REWE Final Four. In drei der letzten vier Spielzeiten war der SCM in Hamburg dabei. 2015 verlor er im Sieben-Meter-Werfen gegen die SG Flensburg-Handewitt, im folgenden Jahr machten die Magdeburger es besser und nahmen mit einem 32:30 Revanche an den Norddeutschen. Somit holten sie sich zum zweiten mal nach 1996 den DHB-Pokal. 2017 bezwang der THW Kiel die Magdeburger im Achtelfinale denkbar knapp mit 22:21, bevor der SCM im letzten Jahr im Halbfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen nicht in die Gänge kam und sich deutlich geschlagen geben musste.

Teamvergleich im DHB-Pokal 2018/19

  TSV Hannover-Burgdorf SC Magdeburg
Tore: 128:96 137:90
Trefferquote: 68,1%% 68,5%
Quote gehaltener Bälle: 31% 40% 
Bester Werfer:

Timo Kastening (24)

Robert Weber (32)

 

Road to Hamburg

TSV Hannover-Burgdorf

1. Runde Halbfinale:
TSV Hannover-Burgdorf – VfL Eintracht Hagen: 30:23 (16:11)

1. Runde Finale:
TSV Hannover-Burgdorf – TSV Altenholz: 42:27 (24:13)

Achtelfinale:
TSV Hannover-Burgdorf – TBV Lemgo: 23:17 (11:11)

Viertelfinale:
TSV Hannover-Burgdorf – HC Erlangen: 33:29 (16:14)

SC Magdeburg

1. Runde Halbfinale:
SC Magdeburg – VfL Lübeck-Schwartau: 31:17 (16:7)

1. Runde Finale:
SC Magdeburg – Eintracht Hildesheim: 35:18 (18:10)

Achtelfinale:
SC Magdeburg – SG Flensburg-Handewitt: 31:28 (16:15)

Viertelfinale:
SC Magdeburg – FRISCH AUF! Göppingen: 40:27 (21:12)

TV-Tipp

Das erste Halbfinale zwischen Vorjahresfinalist TSV Hannover-Burgdorf und dem SC Magdeburg übertragen sowohl Sky Sport 001 als auch die ARD Sportschau ab 15:50 Uhr live.

Foto: Popova

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