06.04.2019  REWE Final Four

SCM siegt in letzter Sekunde - Kapitän O'Sullivan: "Das war so nicht geplant"

In wirklich letzter Sekunde hat der SC Magdeburg Spiel eins beim diesjährigen Final Four für sich entschieden. Nach einer bärenstarken Aufholjagd der TSV Hannover-Burgdorf gehörte die letzte Szene des Spiels SCM-Kapitän Christian O'Sullivan, der Urban Lesjak im Gehäuse der TSV keine Chance ließ. Die Stimmen zum Spiel:

Christian O’Sullivan (Siegtorschütze SC Magdeburg) …

… zu seinem entscheidenden Tor: “Das war nicht so geplant, aber das kommt manchmal so. Es war ein richtig umkämpftes Spiel. Wir haben nicht die beste zweite Halbzeit gespielt, aber wir haben einen Weg ins Finale gefunden und sind sehr froh darüber.”

Michael Damgaard (bester Werfer SC Magdeburg) …

… zum Rückstand und dem Comeback: “Ich habe keine Ahnung. Wir haben das genauso gemacht gegen Flensburg. Das freut mich nur. Das zeigt, wir haben unglaublich große Eier. Hannover ist heute nicht zufrieden, aber ich bin stolz auf unsere Leistung. Hannover hat es in der zweiten Hälfte gut gemacht. Wir haben zu viele Fehler gemacht. Das war eine Mannschaftsleistung heute. Wir haben wieder gezeigt, dass wir eine große Mannschaft sind.”

Morten Olsen (TSV Hannover-Burgdorf) …

… zur Schlussphase: “Ich weiß gar nicht so richtig, was passiert ist. Wir haben versucht, den Ball zu klauen. Wir haben auch guten Druck gemacht. Am Ende ist es eine Entscheidung vom Schiedsrichter. Ich will nicht sagen, dass es ein Stürmerfoul war. Das ist 50:50. Allgemein in dem Spiel hatten wir ein bisschen Pech mit diesen 50:50-Situationen. Wir habenviel gekämpft. Ich bin stolz auf die Mannschaft. Gestern wussten wir noch gar nicht, ob wir einen Linksaußen haben. Das Finale wäre ein Traum gewesen.”

Fabian Böhm (TSV Hannover-Burgdorf) ...

... zum Spiel: „Ich bin sehr, sehr enttäuscht gerade. Magdeburg hat eine sehr gute erste Halbzeitgespielt, wir wollten geduldig bleiben. Ich bin sehr traurig, weil ich das Gefühl hatte, dass die Schiedsrichter sehr viel Einfluss hatten. Das ist nur ein Gefühl. Wir hätten heute eigentlich als Gewinner vom Platz gehen müssen. Sechs oder sieben Stürmerfoulsituationen, die aus meiner Sicht nicht gegeben wurden. Zwei, drei davon waren so eindeutig. Was wir mitnehmen? Nix.”

... zur Vorfreude (vor dem Spiel): „Wir haben uns schon sehr drauf gefreut. Dass wir der Außenseiter sind, kennen wir ja aus vielen Spielen. Wenn wir gegen die großen Klubs spielen, sind wir häufig der Underdog. Magdeburg ist der Favorit, aber wir nehmen unsere Rolle als
Underdog an.“

Bennet Wiegert (Trainer SC Magdeburg) ...

... zu Gegner Hannover-Burgdorf und dem REWE Final Four (vor dem Spiel): „Das ist enorm wichtig. Das ist das Großereignis des Handballs. Seitdem es klar ist, dass wir dabei sind, freuen wir uns auf dieses Event. Es ist nicht selbstverständlich für uns, hier dabei zu sein. Wir haben Flensburg aus dem Weg räumen müssen. Eine Favoritenrolle erarbeitet man sich. Das ist ja nicht nur so, weil Hannover den einen oder anderen Verletzten hat. Das ist auch so, weil wir uns in den letzten Wochen und Monaten gut präsentiert haben. Deswegen möchte ich die Favoritenrolle auch nicht wegdrücken. Die Mannschaft ist weiter als letztes Jahr, in ganz vielen verschiedenen Punkten, nicht nur handballerisch. Da macht
es auch keinen Unterschied, wie das hier läuft.”

Sky Experte Stefan Kretzschmar …

… zum Spiel: “Man sieht, außer bei Michael Damgaard, dass das wichtigste Körperteil eines Handballers der Kopf ist. Als Hannover in der zweiten Halbzeit Selbstvertrauen bekam, die Abwehr stand, haben sie eine gute Leistung abgeliefert. Wenn ich an Hannovers Stelle wäre, würde ich auch über die Schiedsrichter sprechen. Dazu ist das hier viel zu emotional. Die letzte Aktion ist 50:50.”

… zu den 15 Toren von Damgaard:
“Es spricht für ihn, dass er von einer Mannschaftsleistung spricht. Aber wenn du 15 Tore machst, hast du wahrscheinlich schon den Hauptanteil daran. Das war eine Galavorstellung von ihm. Er ist einfach irre. Der legt sich mit den Fans an, nimmt auch die Kritik seines Trainers nicht so richtig wahr. Er ist so in seiner eigenen Welt.”

Foto: Klahn

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