08.10.2017  2. Handball-Bundesliga

Überlegene Wölfe besiegen Konstanz

Es war von Beginn an eine klare Angelegenheit. Während die HSG Konstanz überhaupt nicht ins Spiel fand, nutzten die Rimparer Wölfe jeden Fehler aus und machten eigentlich mit dem 17:9 Halbzeitstand schon alles klar. Konstanz gab sich zwar in der zweiten Hälfte nicht auf, konnte jedoch den Abstand nicht mehr entscheidend verringern.

Angeschlagene Wölfe gegen eine HSG Konstanz, die vor Wochenfrist eine spielerisch und kämpferisch exzellente Leistung gegen Nordhorn-Lingen geboten hatte. Eine Ausgangssituation, die viel Spannung versprach. Entweder unter Druck stehende Gastgeber oder ein Feuerwerk, mit dem Rimpar die überraschende Schlappe am Dienstag vor eigenem Publikum gegen Dessau ausmerzen wollte, das waren die Optionen, die HSG-Cheftrainer Daniel Eblen erwartete. Zum Leidwesen der Konstanzer wurde Variante zwei zur Wirklichkeit, begünstigt durch weit von der Leistung der Vorwoche entfernte Gäste.

Mit Stefan Hanemann für den unter der Woche krank ausgefallenen Konstantin Poltrum zwischen den Pfosten hatte Konstanz in der Deckung immer wieder das Nachsehen. Vor allem der Rückraum der Bayern kam immer serienweise in gute Abschlusspositionen und nutze diese mit einem nicht zu kontrollierenden Shooter Steffen Kaufmann, der in der ersten Halbzeit fünf von sechs Würfen hinter Hanemann in das Netz setzte, eiskalt aus. Dabei profierte das Wölfe-Team auch noch von einer sehr hohen Fehlerquote der Konstanter im Angriff und in der Deckung. „Wir haben die erste Halbzeit klar verloren, weil wir keinen Zugriff in der Deckung gefunden haben“, erklärte Andre Melchert, Sportlicher Leiter der HSG Konstanz. Rimpar stellte so von 4:3 (9.) auf 7:3 (13.) und ließ bis zur Pause nicht locker.

In der Offensive scheiterte die junge Equipe vom See entweder an der sehr offensiven Rimparer Deckung, die Konstanz in Eins-gegen-Eins-Situationen zwingen wollte – und damit großen Erfolg hatte. „Wir sind im Eins-gegen-Eins immer wieder hängengeblieben“, sagte Melchert. Die vielen technischen Fehler der Gelb-Blauen wurden zudem durch zahlreiche Gegentore bestraft, während sich in der ohnehin sicheren Deckung der Gastgeber die Rückkehr des zuletzt angeschlagenen Max Brustmann bemerkbar machte. In der ersten Hälfte kam der DJK-Torwart auf deutlich über 40 Prozent parierte Würfe und zog den HSG-Angreifern, so sie denn einmal eine Lücke fanden, oftmals den Zahn. Am Ende standen auch noch vier gehaltene Siebenmeter in den Statistiken des starken Schlussmanns.

Halbzeit zwei bot dann ein anderes Bild. Trotz hohen Rückstandes gab sich die HSG Konstanz nicht auf und setzte zu einer kleinen Aufholjagd an. Zumindest entwickelte sich nun eine ausgeglichene Begegnung. Melchert: „In der zweiten Hälfet haben wir es geschafft, uns in den Zweikämpfen öfter durchzusetzen und haben das Tor gemacht oder einen Siebenmeter herausgeholt.“ Allerdings landeten vier davon in den Fängen von Max Brustmann. Ein Knackpunkt, warum nicht mehr als eine kleine Resultatsverbesserung möglich war, meinte  der Co-Trainer. „Im Endeffekt waren es zu viele Fehler und vergebene Chancen. Rimpar hat gut gespielt, wir über weite Strecken nicht.“ Positiv war der Kampf der Gäste und eine spielerische Verbesserung, an den klaren Verhältnissen änderte sich trotzdem wenig.

Mathias Riedel hämmerte den Ball zum zwar 21:14 (42.) in die Maschen, Rimpar erhöhte mit der Unterkante der Latte und einem Gegenstoß jedoch zum 28:18. Als Konstantin Poltrum das leere Tor der Unterfranken verfehlte und Tom Wolf immerhin noch den 23. Treffer markieren konnte, war Schluss in Würzburg. „Aufgegeben haben sich die Jungs nicht“, unterstrich Melchert.

Quelle: HSG Konstanz

Foto: DJK Rimpar Wölfe

 

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