12.03.2018  2. Handball-Bundesliga

HSG Konstanz mit Niederlage in Nordhorn-Lingen

Eine couragierte Leistung der HSG Konstanz beim ehemaligen Europapokalsieger HSG Nordhorn-Lingen ist trotz furioser Aufholjagd in der zweiten Halbzeit und mehrmaligen Ausgleichstreffers in der Schlussviertelstunde nicht belohnt worden. Ein paar Fehler zu viel auf Konstanzer Seite und die individuelle Klasse gaben am Ende den Ausschlag für die Niedersachsen. Doch Nordhorn musste lange kämpfen, um den Gelb-Blauen vom Bodensee nach zuletzt 8:2 Punkten die erste Niederlage im Jahr 2018 beizufügen.

An „steigenden Herausforderungen wachsen“, nicht noch einmal wie in der letzten Saison mit 17:32 untergehen und vor allem das Selbstvertrauen und den Schwung aus den letzten Partien mitnehmen lautete die Devise der Konstanzer. Das gelang anfangs nur bedingt, denn Nordhorn-Lingen machte von Beginn an hinten dicht und hatte in Torwart Björn Buhrmester – seit Jahren einer der besten Schlussmänner in Liga zwei – einen enormen Rückhalt, der am Ende auf 25 Paraden und 50 Prozent gehaltene Würfe kam. Die Folge: Immer wieder lief der Hochgeschwindigkeitsexpress der Hausherren über ihre blitzschnellen Außen. Yannick Fraatz stelle so schon nach neun Minuten auf 6:1, wenig später leuchtete es 8:2 von den Anzeigetafeln.

Es schien sich wieder Schlimmes für die zuletzt so gute HSG Konstanz anzubahnen. Doch Daniel Eblen reagierte, brachte Mathias Riedel im linken Rückraum für Paul Kaletsch, Tom Wolf für Tim Jud auf Mitte und nach wenigen weiteren Minuten auch Maximilian Schwarz für Felix Krüger auf Halbrechts. Nun konnte die Konstanzer Aufholjagd beginnen. Fehlte zuvor noch das Rezept gegen die dichtgestaffelte Deckung von Nordhorn-Lingen und gegen Buhrmester, so setzte Mathias Riedel mit einigen krachenden Würfen aus der zweiten Reihe einige einfache Tore in die Maschen. Und auch das Glück war nun zurück. Während zuvor einige Würfe an Pfosten und Latte landeten, profitierte Fabian Schlaich davon, dass sein Wurf abgefälscht wurde und dadurch zum 5:8 (19.) ins Tor trudelte.

Fast hätte sich die HSG Konstanz die Aufholjagd in den Minuten vor der Pause selbst wieder kaputt gemacht, doch nach einer neuerlichen Sechs-Tore-Führung der HSG aus Nordhorn stellte Fabian Schlaich zur Pause auf 13:16 und hielt seiner Mannschaft alle Möglichkeiten offen. Etwa die, per Gegenstoß auf 16:17 zu verkürzen (35.) und nur wenig später in Person von Tom Wolf zum 19:19 auszugleichen. Sogar die Chance zur Führung bot sich nun, doch der weite Pass von Konstantin Poltrum geriet etwas zu kurz. Paul Kaletsch besorgte gewohnt nervenstark vom Siebenmeterpunkt noch zweimal den Ausgleich – letztmals zum 22:22 (44.), doch danach machten Kleinigkeiten den Unterschied aus. Konstanz holte sich unnötige und ärgerliche Zeitstrafen ab, machte nun ein paar technische Fehler mehr und Nordhorn-Lingen spielte seine ganze Routine und Klasse aus.  Buhrmester sorgte indes für weitere Paraden und Gegenstöße und bereitete den Weg zum 25:22, die HSG konnte den Rückstand nicht mehr verkürzen (25:28), ehe der Ex-Erstligist von der niederländischen Grenze in den letzten Minuten das Ergebnis noch etwas in die Höhe schrauben konnte.

Am kommenden Samstag empfängt die HSG Konstanz nun um 20 Uhr die Rimpar Wölfe in der „Schänzlehölle“ und möchte vor eigenem Publikum in 2018 weiter ungeschlagen bleiben.

HSG Nordhorn-Lingen: Kaleun, Buhrmester (Tor); Verjans (1), Heiny (1), Leenders, Mickal (4), Miedema, Fraatz (10), de Boer (3), Vorlicek (4), Wiese (2), Smit, Seidel (6/4).

Trainer: Heiner Bültmann

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Konstantin Poltrum (Tor); Fabian Schlaich (3), Mathias Riedel (6), Tom Wolf (2), Michael Oehler, Paul Kaletsch (4/3), Felix Krüger (1), Fabian Maier-Hasselmann, Tim Jud, Chris Berchtenbreiter (2), Maximilian Schwarz (3), Felix Klingler (5).

Trainer: Daniel Eblen

Quelle: HSG Konstanz

Foto: HSG Nordhorn-Lingen

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