31.03.2018  2. Handball-Bundesliga

Ostersamstag in der 2. HBL: Wem legt der Osterhase Punkte ins Nest?

Während die ersten beiden Plätze schon einige Wochen vor Saisonende vergeben zu sein scheinen, tobt im Tabellenkeller der Kampf um den Klassenerhalt. Platz 15 und Platz 18 trennen momentan sechs Punkte. In Sicherheit kann sich aber keines der Teams wiegen, denn in dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Wer nichts verpassen möchte, der kann alle Partien ab 19:00 Uhr im Liveticker verfolgen.

19:00 Uhr: Bergischer HC – DJK Rimpar Wölfe

Das Spitzenspiel am Ostersamstag steigt in der Wuppertaler Unihalle. Zum ersten Mal in dieser Saison trägt der BHC sein Heimspiel nicht in Solingen aus. Für das Team aber wohl kein Problem, schließlich trainieren die Bergischen Löwen immer zum Abschluss der Trainingswoche in dieser Halle. Und auch sonst kann der BHC mit einem richtig guten Gefühl in die Partie gegen die Rimparer Wölfe gehen. 52:4 Punkte und damit stolze dreizehn Zähler Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz geben die nötige Sicherheit. Zuletzt bewährte sich die Mannschaft in Spielen gegen Eisenach, Aue und Saarlouis: Alles Teams die gegen den Abstieg kämpfen. Jetzt kommt ein deutlich größeres Kaliber auf die Blau-Weißen zu. Die Rimparer Wölfe nutzten an den vergangenen Spieltagen die Schwächen der Konkurrenten im oberen Tabellendrittel aus und eroberten am letzten Wochenende sogar den vierten Tabellenplatz. „Wir stehen sicherlich vor einer knackigen Aufgabe. Rimpar verteidigt aggressiv und hat ein sehr gutes Spiel über die Kreisposition“, weiß BHC-Chefcoach Sebastian Hinze um die Stärken seines Gegners. Um die stabile Abwehr der Gäste zu knacken, hat Hinze schon taktische Mittel im Hinterkopf. Der siebte Feldspieler könnte der Schlüssel zum Erfolg sein.

Das Hinspiel in Würzburg entwickelte sich zu einer packenden Angelegenheit. Am Ende ging der BHC mit 25:24 als Sieger vom Platz. Ein Ergebnis, welches die Verantwortlichen im Bergischen auch heute zufrieden stimmen würde. Die Würzburger reisen allerdings nicht zum Spitzenspiel, um Punkte zu verschenken.

19:00 Uhr: HBW Balingen-Weilstetten – ASV Hamm-Westfalen

Sowohl der HBW Balingen-Weilstetten, als auch der ASV Hamm-Westfalen musste am vergangenen Spieltag herbe Rückschläge einstecken. Balingen unterlag der dem Tabellenschlusslicht und Hamm dem Aufsteiger Rhein Vikings. Für den ASV bedeutete diese Niederlage erst einmal den Anschluss an die ersten drei Plätze zu verlieren. Wiedergutmachung ist also das Stichwort für beide Teams am 29. Spieltag. Für die Westfalen ist der März ein alles andere als sonniger Monat gewesen. Nachdem zu Beginn noch der Tabellenführer BHC bezwungen werden konnte, verlor der ASV alle drei folgenden Spiele und brockte sich damit neun Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz ein. Balingens Trainer Jens Bürkle ist sich aber sicher, dass spätestens in der kommenden Saison mit dem ASV in Sachen Aufstieg zu rechnen ist. So verstärkten die Verantwortlichen das Team des ASV mit dem erstligaerfahrenen Sören Südmeier, der bereits zehn Jahre lang für GWD Minden auf Torejagd ging.

In Balingen kann man sich derzeit besonders auf die eigene Heimstärke verlassen. „Natürlich helfen uns die Zuschauer daheim schon sehr, aber ich glaube die Tagesform ist am Ende entscheidend“, weiß Bürkle, dass er eine intensive Partie vor der Brust hat.

Gegen Hamm könnte es mit dem vierten Heimsieg in Folge klappen. Zudem sinnen die Gallier von der Alb nicht nur auf Wiedergutmachung für die vergangene Woche aus, sondern auch für das Hinspiel gegen Hamm, welches deutlich mit 28:39 verloren wurde.

 

19:00 Uhr: HC Rhein Vikings – Eintracht Hildesheim

Es wird langsam eng im Kampf um den Klassenerhalt. Das wissen auch alle Beteiligten bei Eintracht Hildesheim. 14 Punkte und der 19. Tabellenplatz – momentan zu wenig um den Verbleib in der Zweiten Handball-Bundesliga zu sichern. Und auch der Gegner am Samstagabend kann noch nicht mit einhundertprozentiger Sicherheit für die nächste Saison in der Liga planen. Die Rhein Vikings liegen auf dem 14. Platz und haben vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Die Düsseldorfer werden im heimischen Castello also gegen die auswärtsstarken Hildesheimer keinen Zentimeter herschenken.

Gerade am letzten Spieltag zeigten die Vikings gegen den ASV Hamm-Westfalen mit einem 27:23-Auswärtssieg ihre Stärke trotz der seit Wochen thematisierten Verletzungssorgen. Besonders gewarnt sind die Gäste aus Hildesheim vor dem Abwehrbollwerk, das die Wikinger in fast jedem Spiel vor ihrem Torhüter Vladimir Bozic aufstellen: „Die Defensive der Rhein Vikings ist sehr stark und wird nicht leicht zu überwinden sein, daher müssen wir selbst auch sehr kompakt stehen“, bereitet Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck sein Team auf eine echte Abwehrschlacht vor. So eine sahen die beiden Trainer schon im Hinspiel, welches 18:20 zu Gunsten der Vikings endete.

Oberbecks Gegenüber Ceven Klatt hat sein Team in der vergangenen Trainingswoche hingegen voll auf das Hildesheimer Angriffstrio Savvas, John und Tzoufras vorbereitet: „Dieses Dreieck müssen wir vorrangig in den Griff bekommen. Aber auch auf die anderen Akteure der Eintracht müssen wir Acht geben.“ Denn nach elf sieglosen Spielen ist die komplette Eintracht-Mannschaft heiß darauf wieder Punkte bejubeln zu können.

19:30 Uhr: Wilhelmshavener HV – HSG Konstanz

Ein richtiger Osterausflug steht für die Mannschaft der HSG Konstanz auf dem Programm. 850 Kilometer geht es vom Bodensee in den hohen Norden. Zur Kaffeefahrt soll dieses Auswärtsspiel aber nicht werden, denn die HSG hat einen Lauf. Mittlerweile stehen 18 Punkte auf dem Konto der Männer um Trainer Daniel Eblen. Seit langer Zeit stehen sie damit nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. Die Partie in Wilhelmshaven hat in Sachen Klassenerhalt noch einen weiteren Reiz: Nur drei Punkte trennen die beiden Teams. Ein Sieg der Konstanzer würde also auch dem WHV noch einmal echte Sorgenfalten auf die Stirn zaubern.  „Es muss eben einfach alles passen, vorne und hinten, und es muss sich die Waage halten“, weiß Eblen, dass die Aufgabe am Samstag alles andere als einfach wird. Zumal der WHV sich in der letzten Woche trotz einer 24:30-Niederlage in Würzburg sehr gut verkaufte und heiß darauf ist aus guter Leistung jetzt auch Zählbares zu machen.  „Wenn du deine Chancen nicht nutzt, holst du halt auch keine Punkte. Das wird gegen Konstanz am kommenden Sonnabend anders aussehen“, zeigte sich WHV-Trainer Köhrmann nach dem Spiel gegen Rimpar schon wieder angriffslustig. Sein Gegenüber Eblen hat seine Mannschaft besonders auf die rechte norddeutsche Angriffsseite vorbereitet, die als eine der besten der Liga gilt. Der Niederländer Kay Smits ist schließlich mit 210 Toren zweitbester Angreifer der gesamten Liga.

19:30 Uhr: HSC 2000 Coburg – HG Saarlouis

Spürbare Erleichterung machte sich nach dem denkbar kanppen 29:18- Sieg der HG Saarlouis gegen den Favoriten aus Balingen breit: Die HG kann doch noch siegen. Die ergatterten zwei Punkte sind jedoch nur ein Strohhalm an den sich die Saarländer klammern, denn auf dem Konto stehen nach wie vor nur zwölf Punkte. Der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt sechs Punkte bei nur noch zehn Spieltagen – eine Herkulesaufgabe für die Mannschaft von Philipp Kessler.

Der Gegner am Samstagabend ist erneut ein richtiger Brocken. Der HSC Coburg, ebenfalls wie Balingen im vergangenen Jahr aus der DKB Handball-Bundesliga abgestiegen, steht auf dem sechsten Tabellenplatz und hat nur noch drei Punkte Rückstand auf den dritten Rang. Ein Ziel, welches das Team von Jan Gorr gerne bis zum Ende der Spielzeit erreichen möchte. Um in der HUK-Coburg-Arena etwas reißen zu können und nicht wie im Hinspiel mit einer deftigen Niederlage im Gepäck nach Hause fahren zu müssen, muss Saarlouis mit großem Willen, mentaler Stärke und einer soliden handballerischen Leistung auftrumpfen. „Sie spielen ihre Abläufe auf den Punkt, stellen eine starke Deckung und haben natürlich Heimvorteil“, weiß Kessler was auf seine Männer zukommt. Dennoch, Coburg ist nicht unfehlbar. Das zeigte unter anderem die Pleite gegen den HC Elbflorenz.

Foto: Scheuring

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