25.03.2015  LIQUI MOLY HBL

Flensburg empfängt Göppingen zum Spitzenspiel

Es geht Schlag auf Schlag. Die VELUX EHF Champions League ist für diese Saison gerade abgehakt, da rufen wieder die DKB Handball-Bundesliga und das nächste Heimspiel in der FLENS-ARENA. Am Mittwoch trifft die SG Flensburg-Handewitt um 20.15 Uhr auf FA Göppingen.

Ende Oktober siegten die Nordlichter beim Tabellennachbarn aus Schwaben überaus deutlich mit 34:26. Seitdem hat sich viel getan; doch zwei Punkte sind im Kampf um einen Königsklassen-Platz in der nächsten Saison weiterhin wichtig. Der SC Magdeburg liegt nach Pluspunkten einen Zähler vor den Nordlichtern und könnte mit einem Erfolg wieder vom dritten Rang verdrängt werden. „Ich weiß nicht, wo und wann Magdeburg spielt“, sagt SG Trainer Ljubomir Vranjes. „Wir konzentrieren uns nur auf unseren Job.“
Um diesen gut zu erfüllen, ist allerdings eine „volle Kapelle“ eine ideale Voraussetzung. Doch das ist in den letzten Monaten Wunschdenken bei der SG. Am Sonntag fehlten nicht nur Holger Glandorf und Jacob Heinl, sondern auch Lars Kaufmann, Anders Zachariassen und Tobias Karlsson. „Heute Morgen hatte niemand Fieber“, berichtet Ljubomir Vranjes. „Hoffentlich ruft keiner mehr an, dann sieht es gut aus für morgen.“ Man ist vorsichtig geworden im SG Lager.
Zudem gibt es ein neues Sorgenkind: Johan Jakobsson. Der Schwede hatte sich in der Schlussphase in Kiel im Leistenbereich verletzt. Während seine Mannschaftskollegen am Montag eine schöpferische Pause einlegen durften, hatte der Linkshänder eine MRT-Untersuchung und physiotherapeutische Übungen auf dem Programm. Kurzfristig wird über seinen Einsatz entschieden werden. Ein anderer Schwede feierte derweil sein Comeback: Jim Gottfridsson. „Schön, dass wir ihn wieder haben“, sagt Ljubomir Vranjes. „Wir gehen mit ihm aber noch behutsam um. In Kiel hat Jim nicht einmal länger als sieben Minuten am Stück gespielt.“
Gegen Göppingen muss der SG Tross eine starke Leistung abrufen. „Wir treffen auf individuell starke Spieler“, weiß Ljubomir Vranjes. „Die Ergebnisse sind noch nicht ganz so konstant. Aber das ist nichts Ungewöhnliches, wenn ein neuer Trainer seine Philosophie einbringen musst.“ Der Coach heißt Magnus Andersson, ist auch Schwede und seit Sommer erstmals als Übungsleiter in der DKB Handball-Bundesliga tätig. Als Spieler lenkte er einst den Angriff des TuS Schutterwald – und auch der schwedischen Auswahl. „Wir pflegen einen guten Kontakt“, verrät Ljubomir Vranjes und schmunzelt: „Aber nicht vor einem Spiel.“ In der „Hölle Nord“ wird nichts verschenkt.

Foto: Nolte

Quelle: SG Flensburg-Handewitt