23.11.2017  2. Handball-Bundesliga

Aufsteiger schlägt Absteiger - Hildesheim sorgt für Überraschung

Eintracht Hildesheim hat ausgerechnet gegen den Erstligaabsteiger HSC 2000 Coburg den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Gegen die Mannschaft aus Oberfranken konnte sich das Eintracht-Team in allen Bereichen enorm steigern und am Ende einen verdienten 22:20-Heimerfolg einfahren. Gerade als es im zweiten Durchgang ganz eng wurde, zeigten die Hildesheimer eine eindrucksvolle kämpferische Mannschaftsleistung.

Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck konnte am Mittwochabend wieder auf Chris Meiser zurückgreifen, seinen "emotionalen Anführer in der Deckung". Meiser startete sowohl im Deckungsverbund als auch auf der rechten Rückraumposition und zeigte von Beginn an hohen Einsatz. Damit gab er auch für seine Teamkollegen die Marschrichtung vor, die nach den letzten Spielen naturgemäß noch nicht mit Selbstvertrauen vollgepumpt waren. Trotzdem hielt Eintracht gut dagegen und konnte vor allem wieder auf Niko Tzoufras zählen. Der Grieche zeigte eine enorme Leistungssteigerung und war mit sieben Treffern am Ende bester Werfer. Mit seinem dritten Treffer erzielte er die 5:4-Führung, die Dennis Weit mit einem harten Rückraumwurf auf 8:6 ausbauen konnte. Anschließend aber kamen mal wieder Fehler und Unsicherheiten ins Eintracht-Spiel, die Anlass zur Sorge gaben und die Gäste zu Gegenstößen einluden. Coburg nutzte die Fehler gnadenlos und drehte zur Pause auf 10:12. 

Links zum Spiel

Tatsächlich war Eintracht nach dem Seitenwechsel die bessere Mannschaft. Aus einem 10:13-Rückstand machte das Team trotz Unterzahl in der 45. Spielminute ein 16:14. Der offensichtliche Einsatz in der Deckung mit einem Mann weniger ließ die Gäste nicht zum Abschluss kommen und wurden von den Fans in der Arena honoriert. In der Folge stand die Halle auch voll hinter dem Team und wurde nicht enttäuscht. Eintracht zog auf 19:15 davon - auch weil Maurice Lungela nach zwei Fehlwürfen nach seinem ersten von drei Treffern Sicherheit gefunden hatte und weiter von außen traf. Die Coburger aber ließen nicht nach und konnten in Überzahl auf 19:18 verkürzen, zumal Savvas Savvas von der Siebenmeterlinie knapp an der Unterlatte scheiterte. Als die Lüft dann richtig dünn wurde, war aber die Hildesheimer Deckung mit Keeper Jakub Lefan wieder voll da. Eintracht erkämpfte den Ball und Kapitän Robin John traf zum 20:18 sowie anschließend per Siebenmeter zum 21:19. Den Schlusspunkt setzte dann Savvas Savvas mit dem 22:20-Endstand, der die Hildesheimer Fans den erlösenden Heimsieg gegen Coburg sicherte.

Stimmen zum Spiel

Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck: "Wir haben in der ersten Halbzeit noch einige Fehler gemacht und uns vorgenommen, diese Dummheiten in der zweiten Hälfte abzustellen. Das hat die Mannschaft eindrucksvoll umgesetzt und sich mit dem tollen Publikum im Rücken diesen Sieg stark erkämpft. Darauf können die Jungs stolz sein."

HSC-Trainer Jan Gorr: "Glückwunsch an Eintracht Hildesheim zu einem starken Spiel und einem aufopferungsvoll erkämpften Heimsieg. Wir haben in der Abwehr ordentlich gespielt, im Angriff aber keine Linie gefunden und mit Einzelaktionen keinen Erfolg gehabt."

Statistiken zum Spiel

Eintracht Hildesheim: Paul Twarz, Jakub Lefan - Lukas Schieb (1), Andreas Simon, Jacob Nelson, Robin John (3/1), Chris Meiser (1), Maurice Lungela (3), Dimitri Ignatow, Niko Tzoufras (7), Fynn Wiebe, Dennis Weit (1), Lothar von Hermanni (1), Fin Backs, Adam Papadopoulos, Savvas Savvas (5/1)

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