26.02.2018  2. Handball-Bundesliga

Spannung in der Schlusssekunde - Eintracht unterliegt Nordhorn

Am vergangenen Sonntagabend musste sich die Eintracht Hildesheim bitter mit 21:22 geschlagen geben. Trotz der zwischenzeitlichen 3-Tore-Führung, konnten die Hausherren den Sieg nicht einfahren. Nordhorn, am Freitag Spielfrei, konnte sich am Ende ausgeruht durchsetzen. Die Hildesheimer müssen also weiter auf Punktejagd zum Klassenerhalt gehen.

Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck musste in der Partie auf den grippegeschwächten Defensiv-Leader Chris Meiser verzichten. Da zudem auch Adam Papadopoulos und Savvas Savvas angeschlagen in die Partie gingen, waren die Vorzeichen nicht optimal. Doch im Abwehrverbund griff Oberbeck dafür während der Partie häufig auf die 5:1-Deckung zurück, unter anderem mit Andy Simon auf der Spitze, der diese Rolle schon in der letzten Saison häufig einnahm. In einer torarmen ersten Hälfte waren die Abwehrarbeit und die Leistungen von Jakub Lefan zwischen den Pfosten nicht zu beanstanden. Einzig im Angriff konnten die Hildesheimer nicht mehr als neun Tore herausarbeiten. Dennoch reichte es für eine 9:8-Führung zur Pause. Dabei lag Nordhorn drei Minuten vor dem Ende des ersten Durchgangs noch mit 6:8 vorne. Durch Tore von Robin John, Julius Heil und dem erneut in guter Form spielenden Schweden Jacob Nelson gingen die Hildesheimer aber in einem Vorsprung in die Kabine.

 

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gastgeber den besseren Start und führten zunächst mit 14:11 und in der 41. Minute sogar mit 16:13. Doch das Zwei-Städte-Team blieb unbeirrt und glich in wenigen Minuten zum 16:16 aus, sodass die Partie wieder völlig offen war. Bei den Hildesheimer machte sich langsam bemerkbar, dass man bereits am Freitag ein kräftezehrendes Spiel in Emsdetten absolviert hatte. Die HSG Nordhorn-Lingen hatte ihre Partie des Doppelspieltags gegen den EHV Aue schon auf Mittwoch vorziehen können und hatte mit dem breiteren Kader nun Vorteile. HSG-Trainer Heiner Bültmann konnte so von der Bank noch Jens Wiese bringen, der vier seiner achte Tore an diesem Tag in der Schlussviertelstunde erzielte.

Trotzdem hielt Eintracht gut dagegen und bot dem Tabellenachten absolut Paroli. In der offenen Partie war es dann aber der genannte Jens Wiese, der nach dem 21:21 durch Robin John per Siebenmeter in der 59. Minute zum 21:22 traf. Trotz eines Ballbesitzes in den letzten Sekunden schaffte Eintracht anders als zuletzt gegen Konstanz den Ausgleich jedoch nicht mehr und musste eine bittere Niederlage hinnehmen, bei der ein Punktgewinn absolut verdient gewesen wäre.

Paul Twarz, Jakub Lefan, Jost Brücker, Lukas Schieb, Andy Simon (2), Jacob Nelson (3), Julius Heil (3), Robin John (6/3), Maurice Lungela, Dimitri Ignatow, Niko Tzoufras, Fynn Wiebe, Radek Doležel, Fin Backs, Adam Papadopoulos, Savvas Savvas (3)

Foto: Bodensieck

Quelle: Eintracht Hildesheim

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