09.12.2017  2. Handball-Bundesliga

2. Handball-Bundesliga am Samstag: Die Verfolger in Zugzwang

Nachdem am Freitagabend der Bergische HC im Spitzenspiel gegen den HBW Balingen-Weilstetten einmal mehr gewonnen hat, sind die Verfolger im oberen Tabellenmittelfeld unter Zugzwang. Einerseits um den Spitzenreiter nicht vollends ziehen lassen zu müssen und andererseits, um den Ausrutscher der Balinger zu nutzen, die nach dem Spieltag bis auf Platz Sieben fallen können.

HC Rhein-Vikings vs. TV Emsdetten

Am Samstag wartet das zweite der insgesamt fünf Spiele gegen Spitzenteams der 2. Handball-Bundesliga, die bis zu Jahresende noch in Serie für den HC Rhein Vikings anstehen: Nach der 15:23-Niederlage zuletzt bei der HSG Nordhorn-Lingen erwartet die Mannschaft von Vikings-Trainer Ceven Klatt nun den ebenfalls hoch eingeschätzten TV Emsdetten im heimischen Castello. „Emsdetten hat als Saisonziel ausgegeben, unter die ersten Fünf zu kommen – und das können sie auch schaffen“, sagt Klatt: „Der TVE ist eine sehr dynamische und offensivstarke Mannschaft mit Dreh- und Angelpunkt Merten Krings auf der Mitte. Dazu kommen noch starke Einzelkönner wie Haupttorschütze Dirk Holzner oder Torhüter Konstantin Madert. Da kommt wieder ganz hohe Qualität und eine schwierige Aufgabe auf uns zu.“

 

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HSC 2000 Coburg vs. HSG Nordhorn-Lingen

„Wir haben jetzt im Dezember noch so viele schwere Spiele, müssen dabei noch so viele Punkte wie möglich holen, da bleibt gar keine Zeit, lange über die erneute Derby-Niederlage nachzudenken“. Dominic Kelm hat die Derbypleite von Rimpar längst abgehakt. Nicht nur ihm scheint bewusst, dass für den HSC 2000 Coburg in den kommenden 17 Tagen so etwas wie die „Wochen der Wahrheit“ bevorstehen. Nur mit Siegen kann der Traum vom sofortigen Wiederaufstieg weiterleben!

Dort möchte auch die HSG Nordhorn-Lingen hin. „Nordhorn gehört zu den Urgesteinen in der 2. Liga mit verlässlichen Spitzenleistungen“, schätzt Gorr den Gegner als solchen ein, der um die Vergabe der Aufstiegsplätze durchaus mitreden kann. In den vergangenen acht Jahren belegte der HSC-Gegner bis auf eine Ausnahme (10. Rang 2011/2012) in der 2. Liga stets einen einstelligen Tabellenplatz. 2020 will der Verein die Rückkehr in die 1. Liga geschafft haben.

ASV Hamm-Westfalen vs. HG Saarlouis

In acht Heimspielen hat der ASV Hamm-Westfalen in dieser Saison bisher erst einmal verloren und das gegen den unangefochtenen Spitzenreiter Bergischer HC. Da der nächste Gegner, die HG Saarlouis, auswärts in dieser Spielzeit in allen acht Partien ohne Punktgewinn geblieben ist, sind die Rollen für das Aufeinandertreffen am Samstag (19:15 Uhr) in der WESTPRESS arena klar verteilt.

„Natürlich sind wir in diesem Spiel der Favorit. Aber deswegen dürfen wir nicht glauben, dass das ein Selbstläufer wird“, mahnt Trainer Kay Rothenpieler. Im Vergleich zum Spiel gegen TuSEM Essen erwartet der ASV-Coach ein besseres Umschaltspiel und mehr Tempo in allen Aktionen. „Wir wissen, was wir besser machen können und müssen“, so Rothenpieler, der trotz einiger wegen Infektes angeschlagenen Spieler am Samstag voraussichtlich auf den vollen Kader zurückgreifen kann. Lediglich Nachwuchsmann Kim Voss-Fels muss wegen der im Training erlittenen Bänderverletzung voraussichtlich bis Jahresende passen. „Ansonsten sind alle dabei“, so die positive Meldung aus dem Trainerstab.

Während der ASV als Tabellensechster mit drei Zählern Rückstand auf das Spitzenduo in Lauerstellung Richtung Spitzengruppe liegt, steckt die HG wie schon oft in den vergangenen Jahren im Abstiegskampf. Sehr bitter waren für die Mannschaft von Trainer Philipp Kessler vor allem die jüngsten Niederlagen bei den Aufsteigern Rhein Vikings und Hagen sowie zu Hause gegen Hildesheim. Aber auch positive Nachrichten gab es: In eigener Halle gelangen im November Siege gegen Dresden und Dessau-Roßlau. Der ehemalige Co-Trainer Kessler hatte zum Spiel gegen Dresden Anfang November die Cheftrainerrolle von Jörg Bohrmann geerbt und gleich einen erfolgreichen Einstand gefeiert. „Die aktuelle sportliche Situation und die fehlende Entwicklung der Mannschaft haben uns zu diesem Schritt veranlasst. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir mit Philipp Kessler einen Trainer für das Profiteam gewinnen konnten, der die Mannschaft weiterentwickelt, um frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern“, hatte Manager Richard Jungmann die Trennung begründet.

Dessau-Roßlauer HV vs. EHV Aue

Zur Freude vieler blau-weißen Fans steht an diesem Samstag wieder ein Heimspiel an. Zu Gast ist der EHV Aue, der zurzeit den 19. Tabellenplatz belegt. Den jüngsten Vergleich beider Teams verloren die Auer im Februar in der Anhalt-Arena 25:29. Da hatten zahlreiche EHV-Fans das Team mit einem Sonderzug begleitet. Das wird morgen wieder so sein, denn es werden morgen mit mehr als 150 Gäste-Fans gerechnet.

Nach neun Niederlagen in Folge schafften die Erzgebirger zuletzt zu Hause im Sachsenderby gegen den HC Elbflorenz ihren dritten Saisonerfolg. „Wir müssen einfach in genau dem Derbymodus bleiben, wie wir ihn gegen Elbflorenz nach der Pause hatten“, sagt Trainer Stephan Swat. „Aber so gut der Sieg getan habe, wir können uns in Dessau nichts dafür kaufen. Der HV verfügt über eine aggressive und sehr bewegliche Abwehr mit richtig guten Torhütern“, erklärt der Auer Trainer.

Auch die Jungs vom DRHV 06 sind wieder einmal bestens vorbereitet. Die Vorbereitungen in dieser Woche waren gezielt darauf ausgerichtet, sich intensiv auf den bevorstehenden Gegner vorzubereiten. Das Team um Florian Pfeiffer ist nicht nur bereit für die bevorstehende Begegnung, sondern sie sind auch heiß auf das Derby. Das Team kann wieder mit der vollen Unterstützung des 8. Mannes in der Halle rechnen.

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