17.02.2018  2. Handball-Bundesliga

Sechs Mal volle Ladung 2 HBL am Samstag

Drei Spiele des 22. Spieltags der 2. Handball-Bundesliga bereits am Freitagabend ausgetragen. Während der VfL Lübeck-Schwartau einen bitteren Punktverlust im Kampf um den Aufstieg hinnehmen musste, erfüllte die SG BBM Bietigheim ihren Soll. Die HSG Nordhorn-Lingen hingegen patzte völlig überraschend gegen den VfL Eintracht Hagen. An diesem Samstag stehen nun weitere sechs Spiele auf dem Plan und das Potential für weitere Überraschungen ist vorhanden.

HC Rhein Vikings vs. HBW Balingen-Weilstetten

Wenn Vikings-Coach Ceven Klatt über den Gegner spricht, der am Samstag (19 Uhr) zum ersten Heimspiel des HC Rhein Vikings  im neuen Spieljahr im Castello gastiert, schwingt großer Respekt mit. „Für mich ist HBW Balingen-Weilstetten nach dem Bergischen HC von der Papierform her die zweitstärkste Mannschaft der 2. Handball-Bundesliga“, sagt der Vikings-Trainer vor dem Duell mit dem ambitionierten Erstliga-Absteiger. Dieser unterlag jedoch zuletzt überraschend vor heimischer Kulisse gegen Eintracht Hagen – vor dieser Spielzeit wie die Vikings Aufsteiger aus der 3. Liga West – und ist mittlerweile auf den neunten Tabellenplatz abgerutscht. „Balingen wir hochmotiviert bei uns antreten und versuchen, Wiedergutmachung zu betreiben.  Da müssen wir voll dagegenhalten“, stellt Klatt klar.

Quelle: HC Rhein Vikings

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ASV Hamm-Westfalen vs. DJK Rimpar Wölfe

Da der drittplatzierte VfL Lübeck-Schwartau in Dresden patzte, ist vor dem Anpfiff zwischen dem ASV und Rimpar klar, was an diesem Wochenende für die Verfolger möglich ist. Mit einem Sieg könnten beide Mannschaften auf Platz Drei vorrücken. Für ASV-Trainer Kay Rothenpieler spielt das alles keine Rolle. „Natürlich ist so eine Momentaufnahme schön. Aber wir arbeiten konzentriert und sachlich weiter. Die Saison ist noch sehr lang. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, erst recht in eigener Halle. Aber das wird ganz sicher ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag geben können“, so der ASV-Trainer.

Wie eng die Mannschaften der 2. Liga bei einander liegen, das erfuhren die Westfalen zum Jahresauftakt beim EHV Aue. Fünf Sekunden vor dem Ende erlöste Kapitän Jakob Schwabe die mitgereisten 20 Schlachtenbummler mit seinem Treffer zum 28:29. Ähnlich knapp verlief übrigens das Hinspiel zwischen Rimpar und den Westfalen. Dank einer guten Mannschaftsleistung setzten sich der ASV mit 24:25 durch, bester Torschütze war Jan Brosch mit fünf Treffern.

Personell steht die Partie für den ASV, dessen Fans mit den Gästeanhängern seit Jahren eine Freundschaft pflegen, unter guten Vorzeichen. Lediglich Markus Fuchs, der intensiv in der Reha an seinem Comeback arbeitet, wird auf jeden Fall fehlen. Auf seine Heimpremiere im ASV-Dress freut sich dagegen Winterneuzugang Stanko Sablijc. Der Kreisläufer feierte in der Deckung einen starken Einstand in Aue und verdiente sich dort gleich ein Sonderlob von Trainer Kay Rothenpieler. Auch die anderen Akteure des ASV brennen auf den ersten Pflichtspieleinsatz des Jahres in der heimischen Arena, denn in den zurückliegenden Wochen der Vorbereitung mussten die Profis auf die benachbarte Sporthalle des Stein-Gymnasiums ausweichen. „Die Schule hat uns da großartig unterstützt. Das hat uns sehr während der Vorbereitung geholfen“, richtete Rothenpieler einen Dank die Verantwortlichen.

Quelle: ASV Hamm-Westfalen

ThSV Eisenach vs. TV Emsdetten

Trotz aller positiver Meldungen, der ThSV Eisenach muss um den Klassenerhalt in der 2. Handballbundesliga zittern. „Wir stecken knallhart im Abstiegskampf“, redet Manager Karsten Wöhler Klartext. Zwei greifbare Punkte gaben die Schützlinge von Arne Kühr vergangen Sonntag im Auswärtsspiel bei der HSG Nordhorn-Lingen aus der Hand. „Wir sind positiv verärgert“, beschreibt Arne Kühr die Stimmungslage. Der ThSV Eisenach bot den besseren Handball, versäumte es bei einer 23:20-Führung den Sack zu schnüren. „Wir müssen uns endlich belohnen“, betont der Eisenacher Coach. Punkte sind bitter nötig!

Im Heimspiel am Samstag gegen den TV Emsdetten (Anwurf 19.30 Uhr) bietet sich die Gelegenheit. Doch gerade jetzt plagen die Wartburgstädter große Personalsorgen. Kreisspieler Justin Mürköster (Kreuzbandriss) steht auf der Langzeitverletzten-Liste. Spielgestalter Ibai Meoki zog sich zu Wochenbeginn einen Bänderriss im Fuß zu, muss einige Wochen pausieren. Rückraumspieler Marcel Schliedermann bekam am Mittwochabend einen knallharten Ball aus Nahdistanz an den Kopf. Gehirnerschütterung. Rechtsaußen Willy Wehyrauch musste bewegungstechnisch das Krafttraining abbrechen. Bei Kapitän Daniel Luther machten sich am Donnerstagabend alte Rückenprobleme überaus nachhaltig bemerkbar. Und auch Rückraum-Shooter Matthias Gerlich musste verletzungsbedingt das Training abbrechen. Guter Rat ist teuer. Doch ein Klagelied will Arne Kühr nicht anstimmen. „Andere Mannschaften müssen auch Verletzungsausfälle kompensieren“, so der 41-Jährige. Beim TV Emsdetten stehen die Rückraumspieler Georg Pöhle und Malte Schröder auf der Verletztenliste. Toptorjäger Dirk Holzner, bis zum Sommer beim ThSV Eisenach, hat bisher 145 Bälle eingenetzt, ist dabei, freut sich auf das Treffen mit Mitspielern und Freunden, will mit dem münsterländischen Zweitligisten punkten.

Quelle: ThSV Eisenach

HG Saarlouis vs. EHV Aue

Im ersten Heimspiel des neuen Jahres zählt am Samstag (19.30 Uhr) gegen den EHV Aue nur ein Sieg, will man bei der HG Saarlouis den Hoffnungsfunken auf den Klassenerhalt am Glühen halten, nachdem der Start ins neue Handballjahr 2018 vor einer Woche mit der Niederlage in Rimpar daneben ging.

Trotz dieser Niederlage hat HGS-Coach Philipp Kessler in der Partie gegen Rimpar über 45 Minuten Positives gesehen und will mit seinem Team daran anknüpfen: „Wir müssen in der Offensive unsere Abläufe auf den Punkt spielen, in der Defensive Eric Meinhardt und Marc Pechstein kontrollieren und von Anfang an unser Bestes geben, fokussiert und konzentriert. Wir müssen unser Tempospiel hoch halten und das, was in Rimpar über 45 Minuten positiv war, auf mindestens 55 Minuten ausweiten.“

Bei der HGS weiß man, dass das gegen die Erzgebirgler nicht einfach wird: „Sie kommen mit Selbstvertrauen ins Saarland, auch wenn die erste Partie zu Hause gegen Hamm für das Team von Stephan Swat nicht erfolgreich endete.“, so Kesslers Analyse.

Quelle: HG Saarlouis

HSC 2000 Coburg vs. Wilhelmshavener HV

Den Tabellenzweiten und Tabellendritten zum Rückrundenstart geschlagen, auf Rang Sechs in Lauerstellung liegend, was soll da gegen den 13. schon schief gehen? Wer in dieser zweiten Liga aber so denkt, kann sich ganz schnell auf ein böses Erwachen einstellen. Deswegen wird der HSC 2000 Coburg seine erste Heimaufgabe 2018 gegen den Wilhelmshavener HV (Anwurf um 19.30 Uhr) auch ganz anders angehen.

„Es wäre völlig falsch, so zu denken. Wir müssen gegen Wilhelmshaven da anknüpfen, wo wir letzte Woche aufgehört haben. In dieser 2. Liga kannst du dir in keinem Spiel Unaufmerksamkeit leisten.“ Jan Gorr will bei seinem Team mehr Konstanz ins Spiel bringen, was gegen den Gegner vom Jadebusen auch dringend notwendig ist. Das zeigt schon ein Blick zurück aufs Hinspiel, bei dem die Coburger nach Fünf-Tore-Rückstand und nie in Führung liegend einen glücklichen Punkt mit nach Hause nehmen konnten. Wilhelmshaven kommt mit der Empfehlung von 7:1 Punkten in Serie, hat letztmals Anfang Dezember in Hagen verloren und es ist zu erwarten, dass es ein ähnlich zähes, vielleicht auch Geduldsspiel, wird, wie im Hinspiel. „Wir werden viel einbringen müssen“, weiß Jan Gorr, der froh darüber wäre, wenn seiner Mannschaft ein ähnlicher Start wie vergangene Woche in Bietigheim gelingen würde. „Das wäre natürlich hilfreich, dann tut man sich leichter, aber wichtig ist, was nach 60 Minuten auf der Habenseite steht.“

Quelle: HSC 2000 Coburg

Dessau-Roßlauer HV vs. Bergischer HC

Mit bisher nur einer Niederlage in der laufenden Saison hat der BHC bereits neun Punkte Vorsprung auf den Verfolger aus Bietigheim-Bissingen. Damit ist das Team um Trainer Sebastian Hinze der größte Aufstiegsfavorit. Den DRHV 06 erwartet also ein harter Gegner, der seinen Vorsprung an der Tabellenspitze natürlich gern ausbauen möchte, um so den Wiederaufstieg in die "stärkste Liga der Welt" schnell fest zu machen. Das Hinspiel werden die Muldestädter noch nicht vergessen haben. In Solingen verloren sie mit zehn Toren (35:25). Um eine Sensation zu schaffen, hoffen die Biber darum erneut auf die lautstarke Unterstützung ihrer Fans. 

Quelle: DRHV

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