04.12.2018  DKB Handball-Bundesliga

Wählt euren Spieler des Monats November!

Handball satt lieferte der November in der DKB Handball-Bundesliga: Überraschungen, Kantersiege, Tor-Festivals. Vier Spieler haben sich dabei besonders in der Vordergrund gespielt, die DKB HBL-Experte Henning Fritz für das Online-Voting nominiert hat. Fritz' Auswahl für November: Zwei Torwart-Shootingstars, ein Dauerbrenner auf der Außenbahn und ein Nationalspieler mit eingebautem Torinstinkt.

Tim Hornke (TBV Lemgo Lippe)

Der TBV Lemgo Lippe erlebte nach einem starken Saisonstart zuletzt eine kleine Schwächephase. Auf einen kann sich Trainer Florian Kehrmann aber in guten wie in schlechten Zeiten verlassen: Tim Hornke, der im erweiterten Kreis der deutschen Nationalmannschaft steht, mit seinem eingebauten Torinstink. Kehrmanns Nachfolger auf der rechten Außenbahn der Lemgoer war im November in einem wahren Torrausch. Inzwischen belegt der Linkshänder mit 109 Saisontoren den zweiten Platz der ligaweiten Torschützenliste.

Hornkes Monat in Zahlen:

  • Spiele: 4
  • Tore: 36/25
  • Tore pro Spiel: 9
  • Quote: 79,1%
  • Assists: 3

Hornke ist Lemgos Tormaschine. 109 der 384 TBV-Saisontore gehen allein auf sein Konto. Der Rechtsaußen tut sich nicht nur als sicherer und variantenreicher Strafwurfschütze hervor, sondern ist auch bei so gut wie jedem Gegenstoß zur Stelle. Pfeilschnell, nervenstark, torhungrig - der 28-Jährige hat sich zu einem der besten Rechtsaußen der Liga entwickelt.

Hornkes Sternstunde:

Gegen den HC Erlangen stemmte sich Hornke mit zwölf (von 25 TBV-Toren) mächtig gegen die Lemgoer Heim-Niederlage. Zählbares sollte diese Tor-Gala den Ost-Westfalen am Ende nicht bringen. Dennoch war das Spiel der Auftakt für Hornkes goldenen November. Sein absolutes Glanzstück zählt eigentlich gar nicht mehr zur November-Wahl, dennoch darf es nicht unerwähnt bleiben: Der SG BBM Bietiegheim schenkte Hornke am 15. Spieltag sage und schreibe 16 Tore ein. Damit ist er nach Matthias Musche und Michael Kraus erst der dritte Spieler in der laufenden Saison, dem in einem Spiel 16 Treffer oder mehr gelingen. Denkwürdige One-Man-Shows.

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Domenico Ebner (SG BBM Bietigheim)

Ein Aufstiegsheld mischt die DKB Handball-Bundesliga auf. Vier ihrer bislang sechs Punkte holte die SG BBM Bietigheim im November. Einer der Garanten für diesen Erfolg steht zwischen den Pfosten: Domenico Ebner ist der Torwart-Shootingstar der Saison. Die Karriere des Deutsch-Italieners, der auch für die italienische Nationalmannschaft aufläuft, verläuft gerade wie im Traum: Nach zwei Jahren in der 2. Handball-Bundesliga ging es mit der SG eine Etage nach oben. Und Ebner macht in der stärksten Liga der Welt genau da weiter, wo er im Vorjahr aufgehört hat. Mit 136 Paraden liegt der 24-Jährige im ligaweiten Keeper-Ranking auf Platz 2, lässt Größen wie Niklas Landin, Andi Wolff oder Silvio Heinevetter um Längen hinter sich.

Ebner Monat in Zahlen:

  • Spiele: 4
  • Paraden: 57
  • Quote: 36,5%
  • gehaltene 7-Meter: 4
  • Assists: 1

Im November spielte sich Ebner in die Eliteklasse der Bundesliga-Torhüter vor. Mehr als 14 Paraden im Schnitt pro Spiel, sage und schreibe 18 gegen Titelkandidat SC Magdeburg - das sind Werte aus einer anderen Welt. Der gebürtige Freiburger fliegt von einer Bestleistung zur nächsten. Auch deshalb ist für die SG BBM Bietigheim im Abstiegskampf noch alles drin.

Ebners Sternstunde:

Hannover-Burgdorf gegen Bietigheim - die Rollen vor dem Duell am 13. Spieltag schienen eigentlich klar verteilt. Aber der Außenseiter aus Baden-Württemberg hielt sich nicht ans Drehbuch und stahl dank einer überirdischen Leistung seines Torhüters zwei Punkte aus Niedersachsen. Ebners Statistik beim 27:26-Sensationserfolg: 60 Minuten auf dem Feld, 17 Paraden, davon zwei entschärfte Siebenmeter und eine Quote von fast 40 Prozent. Eine Woche später lenkte der 24-Jährige sogar noch einen Ball mehr an seinem Gehäuse vorbei. Aber selbst 18 Paraden brachten Bieitgheim gegen die Magdeburger Offensiv-Wucht nichts Zählbares ein.

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Benjamin Buric (SG Flensburg-Handewitt)

Bei 136 Paraden nach 15 Spielen steht - wie Ebner - auch Benjamin Buric von der SG Flensburg-Handewitt. Der bosnische Schlussmann hat sich schon nach wenigen Wochen als würdiger Nachfolger für Vereins-Legende Mattias Andersson bewiesen und ist ein Hauptgrund dafür, dass der Titelverteidiger nach 15 Spieltagen noch immer ungeschlagen an der Spitze thront. Der 28-Jährige ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Hexer zwischen den Pfosten - mit katzenhaften Reflexen und schelmischen Grinsen auf den Lippen.

Buric' Monat in Zahlen:

  • Spiele: 4
  • Paraden: 47
  • Quote: 43,1%
  • gehaltene 7-Meter: 1
  • Assists: 2

Schon in Wetzlar deutete Buric sein Ausnahmetalent an. In Flensburg ist der bosnische Nationalspieler endgültig in die Eliteklasse der internationalen Torhüter aufgestiegen. Spitzenspiele gegen Magdeburg oder die Rhein-Neckar Löwen kann der Schlussmann fast im Alleingang entscheiden. Es gibt Phasen, in denen er unüberwindbar scheint. 43,1 Prozent gehaltene Bälle im November sind ein Wert für die Geschichtsbücher.

Buric' Sternstunde:

Mit 13 Paraden brachte Buric die Rhein-Neckar Löwen im Gipfeltreffen zwischen Meister und Pokalsieger zur Verzweiflung. Im zweiten Durchgang vernagelte der Bosnier sein Gehäuse, ließ nur noch sechs Tore zu. Bei Kalibern wie Andy Schmid, Alexander Petersson oder Gudjon Valur Sigurdsson auf der Gegenseite eine nahezu unglaubliche Leistung.

Gudjon Valur Sigurdsson (Rhein-Neckar Löwen)

Er läuft und läuft und trifft und trifft. Mit 39 Jahren ist Gudjon Valur Sigurdsson das Paradebeispiel für einen Dauerbrenner. Der Isländer ist fitter denn je und kann aus einem Erfahrungsschatz aus 23 (!) Jahren Profi-Handball schöpfen. Wenn "Goggi" nicht für jede Spielsituation den optimalen Abschluss kennt, dann niemand. Sigurdsson ist ein Naturphänomen auf dem Feld und ein wichtiger Mentor für die jungen Spieler im Kader der Löwen.

Sigurdssons Monat in Zahlen:

  • Spiele: 4
  • Tore: 32/12
  • Tore pro Spiel: 8
  • Wurfquote: 78%
  • Assists: 3

Der Island-Oldie kommt allmählich so richtig in Tor-Laune. Im November schenkte er den gegnerischen Teams im Schnitt acht Tore pro Spiel ein, übernahm auch Verantwortung von der 7-Meter-Linie. Ein Blick auf seine Wurquote zeigt, wie überlegt der 39-Jährige abschließt. Sigurdsson weiß genau, wo der Ball hin muss.

Sigurdssons Sternstunde:

Im Derby gegen die Eulen Ludwigshafen taten sich die Löwen lange schwerer als vermutet - bis Sigurdsson ernst machte. Zehn Tore, davon drei Siebenmeter und nur ein Fehlwurf. Als es darauf ankam, den Kontakt zu Spitzenreiter Flensburg nicht abreißen zu lassen, packte der Linksaußen seine beste Saisonleistung aus.

09.10.2018 -

Der Spieler des Monats - Die Regeln zur Wahl

Auch in dieser Saison haben die Fans der DKB Handball-Bundesliga wieder die Chance, für den Spieler des Monats der DKB Handball-Bundesliga abzustimmen. Dieser wird für seine außergewöhnliche Leistungen auf dem Parkett im vergangenen Monat geehrt.

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