28.10.2016  DHB-Pokal

Erlangens Pokalwunder bleibt aus

Der HC Erlangen hat am heutigen Abend das DHB-Pokal-Achtelfinale gegen den amtierenden Deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen mit 23:29 (11:15) verloren. Schon am kommenden Samstag gastiert die nächste Weltklasse-Mannschaft in der Arena Nürnberger Versicherung, denn dann ist der deutsche Rekordmeister THW Kiel zu Gast in der Noris.

Der HC Erlangen hatte sich unter der Woche auf die beiden Kracher-Spiele vorbereitet. Die ersten Gegner der Extraklasse waren am heutigen Abend die Rhein-Neckar Löwen. Jene Mannschaft, die am vergangenen Sonntag den amtierenden Champions League- Sieger aus Kielce mit 9-Toren-Unterschied aus deren eigener Halle fegte. Das Team von HCE-Cheftrainer Robert Andersson startete durch den starken Auftritt bei den Füchsen Berlin mit breiter Brust in die Partie und konnte das Pokal-Achtelfinale gegen die „Löwen“ aus Mannheim offen gestalten. Der Gast aus Baden-Württemberg musste verletzungbedingt auf seinen Abwehrchef Gedeon Guardiola verzichten und so kam es nicht zum Bruder-Duell mit dem auf Erlanger Seite agierenden Isaias Guardiola. Mitte der ersten Halbzeit brachten die Rhein-Neckar Löwen erstmals vier Tore zwischen sich und den fränkischen Aufsteiger. Der HCE bei dem Nikolai Link mit acht Toren bester Werfer war, steckte zu keinem Zeitpunkt auf und ließ sich bis zum Pausenpfiff nicht abschütteln.

Nach dem Wechsel zeigten sich die Erlanger vor allem in der Abwehr deutlich aggressiver und bekamen die Offensive des Deutschen Meisters um einen wieder sehr starken Andy Schmid immer besser in den Griff. Wie schon in Berlin waren es dann Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachten. Während der Gast seine Chancen eiskalt nutze, unterliefen dem HCE kleine Fehler, die von den Löwen prompt bestraft wurden. In der Endphase zeigte der HC Erlangen den deutlich über 3.000 Zuschauer in der Arena Nürnberger Versicherung, dass er sich auf einem sehr guten Weg befindet, die Vorgaben seines Trainers immer weiter umzusetzen. Letztlich musste sich der Gastgeber aus Mittelfranken dem Deutschen Meister verdient geschlagen geben.

Ein Handball-Highlight jagt in Franken im Moment das nächste. Schon am Samstag gastiert die nächste europäische Spitzenmannschaft in der Noris. Dann ist um 19 Uhr der THW Kiel zu Gast in der ARENA. Wer das Aufeinandertreffen mit den Weltstars aus dem Norden der Republik nicht verpassen möchte, darf keine Zeit verlieren. Der Erstligit aus Erlangen hat nur noch ein paar Karten für das Duell mit dem Branchenprimus.

Robert Andersson (Trainer des HC Erlangen): „Auch heute haben wir wieder sehr viele, sehr gute Sachen von unserer Mannschaft gesehen. Wir sind in unserer Entwicklung auf dem richtigen Weg. Wir standen heute einen echten Top-Mannschaft gegenüber, die wir gut bespielt haben.“

Nicolaj Jacobsen (Trainer der Rhein-Neckar Löwen): „Natürlich bin ich zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir wussten, dass es heute nicht leicht werden würde und darin wurden wir bestätigt. Nun gilt es am Wochenende gegen Wetzlar da weiter zu machen, wo wir heute aufgehört haben.“

HC Erlangen: Huhnstock, Katsigainnis – Theilinger (3), Bayer, Link J. (1), Guardiola I. (1), Haaß (3), Bissel, Rahmel (4/1), Stranovsky, Horák (1), Link N. (8), Thümmler (1), Sabljic (1), Herbst;

Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Palicka – Schmid (6/2), Sigurdsson (2), manaskov, Gonzalez (1), Larsen (5), Pekeler (1), Groetzki (3), Abt, Reinkind, Petersson (6), Ekdahl du Rietz (5), Steinhauser;

 

Text und Bild: HC Erlangen

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Tabelle

PL Team Spiele Pkt
1 Rhein-Neckar LöwenRhein-Neckar Löwen 32 56:8
2 SG Flensburg-HandewittSG Flensburg-Handewitt 32 55:9
3 THW KielTHW Kiel 32 50:14
4 MT MelsungenMT Melsungen 32 47:17
5 Füchse BerlinFüchse Berlin 32 43:21
6 FRISCH AUF! GöppingenFRISCH AUF! Göppingen 32 39:25
7 TSV Hannover-BurgdorfTSV Hannover-Burgdorf 32 36:28
8 SC MagdeburgSC Magdeburg 32 35:29
9 VfL GummersbachVfL Gummersbach 32 35:29
10 HSG WetzlarHSG Wetzlar 32 34:30
11 SC DHfK LeipzigSC DHfK Leipzig 32 30:34
12 Bergischer HCBergischer HC 32 19:45
13 TBV LemgoTBV Lemgo 32 18:46
14 HBW Balingen-WeilstettenHBW Balingen-Weilstetten 32 15:49
15 TVB 1898 StuttgartTVB 1898 Stuttgart 32 14:50
16 ThSV EisenachThSV Eisenach 32 10:54
17 TuS N-LübbeckeTuS N-Lübbecke 32 8:56
18 Handball Sport Verein HamburgHandball Sport Verein Hamburg 0 0:0
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