13.12.2016  DHB-Pokal

Leipzig erwartet Hannover zum "Spiel des Jahres"

Es ist das "Spiel des Jahres" für beide Mannschaften. Wenn der SC DHfK Leipzig am Dienstagabend die Recken der TSV Hannover-Burgdorf zum Viertelfinale des DHB-Pokals empfängt, wird für eine der beiden Mannschaften der Traum wahr, ins REWE Final Four 2017 einzuziehen. Dementsprechend groß ist die Vorfreude auf die Partie.

Um 19 Uhr geht es für die Grün-Weißen um nicht weniger, als den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte seit der Neugründung der Handballabteilung im Jahr 2007, denn der Sieger der Partie darf am populärsten Klubhandball-Event der Welt teilnehmen – dem REWE Final Four in Hamburg.

„Wenn wir das Pokalspiel gegen Hannover gewinnen, wäre es das Größte, was ich jemals im Handball erlebt habe“, so DHfK-Akteur Christoph Steinert im Vorfeld des Spiels. Doch die Aufgabe wird unglaublich schwer. Bei Hannover-Burgdorf hat sich das Lazarett gelichtet, Shooter Sven-Sören Christophersen ist nach langer Pause wieder dabei. Das macht das Team von Jens Bürkle noch unberechenbarer, das ohnehin über eine große Ausgeglichenheit verfügt - nicht nur wegen der Bad Boys Kai Häfner und Erik Schmidt und der dänischen Olympiasieger Morten Olsen und Casper Mortensen.

In Vorverkauf wurden bisher 3300 Tickets verkauft. Somit stehen für den Kracher am Dienstagabend noch ca. 1000 Karten zur Verfügung: http://www.scdhfk-handball.de/tickets

Auch das Medieninteresse für den Pokalfight ist riesig. DAZN und MDR.de übertragen die Partie LIVE im Internet und auch die Leutzscher Welle sendet wie immer LIVE aus der ARENA.

Die Einschätzungen beider Cheftrainer:

Christian Prokop (SC DHfK Leipzig): „Hannover ist eine sehr starke mit aktuellen Auswahlspielern aus verschiedenen Nationen gespickte Mannschaft. Wir treffen also auf einen in der Bundesliga und international erfahrenen Gegner. Beide Teams haben die Chance, mit einem Sieg zum wahrscheinlich attraktivsten Handball-Event in Deutschland zu fahren.  

Ich erwarte ein hochintensives und von Spannung geprägtes Duell. Wir müssen uns über die vollen 60 Minuten diszipliniert an unseren taktischen Plan halten. Der unbedingte Willen, die Zweikämpfe zu gewinnen und ein emotionales Auftreten werden für uns spielentscheidend sein. Es wird für meine Mannschaft eine Charakter- und Willensaufgabe, bei der unsere Zuschauer durch ihre frenetische Unterstützung den Unterschied ausmachen können.“

Jens Bürkle (TSV Hannover-Burgdorf): „Wir sind im Pokal noch nie weiter gekommen als ins Viertelfinale. Ich freue mich, dass wir in Leipzig die Chance haben, das zu ändern. Das Final Four in Hamburg kenne ich bisher nur als Zuschauer. Das ist eines der größten Events im Handball. Da wollen wir dabei sein! In unserer derzeitigen Form können wir in der Arena gewinnen. Das haben wir diese Saison in der Bundesliga schon geschafft. Und damals haben wir sehr schlecht geworfen. Das wollen wir besser machen. Uns macht die Ausgeglichenheit stark. Jeder kann ein Spiel entscheiden, ob das Kai Häfner, Fabian Böhm, Mait Patrail oder ein anderer ist. Leipzig ist überragend bei schnellen Gegenstößen. Da müssen wir aufpassen. Offenbar hat der SC DHfK auch die Aufregung um Trainer Christian Prokop gut verkraftet. Gegen Wetzlar war von einer Verunsicherung nichts zu spüren. Ich erwarte ein super spannendes Spiel.“

Quelle: SC DHfK Leipzig

Foto: Justen

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