13.05.2018  2. Handball-Bundesliga

Bittere Niederlage für die HSG Konstanz

Die Geschichte wiederholt sich. Bereits im Hinspiel musste sich die HSG Konstanz der Mannschaft aus Hagen knapp geschlagen geben. Am Samstagabend stand auf der Anzeigetafel eine bittere 33:34-Niederlage für die HSG. Damit vergab die Mannschaft vom Bodensee eine weitere Chance auf wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Ein kurioses Spiel erlebten die nur 412 Zuschauer in der Arena am Ischeland in der 2. Bundesliga zwischen dem gastgebenden VfL Eintracht Hagen und der HSG Konstanz. Die Hausherren, die nominell Wiedergutmachung für den schwachen Auftritt bei der HG Saarlouis betreiben wollten, standen beinahe über die kompletten 60 Minuten neben sich – sicherten sich mit einer starken kämpferischen Leistung und angetrieben von den beiden überragend aufspielenden Daniel Mestrum und Andreas Bornemann am Ende doch noch einen mehr als glücklichen Sieg.

Analog zu dem glücklichen Erfolg fiel auch das Fazit von Cheftrainer Niels Pfannenschmidt aus. „Auch wenn wir uns natürlich über den Sieg freuen, muss ich mich beinahe bei Gäste-Trainer Daniel Eblen und seiner Mannschaft entschuldigen“, gab Pfannenschmidt auf der Pressekonferenz nach dem Spiel unumwunden zu. Die Gründe hierfür lagen für den Ostwestfalen auf der Hand: „Wir waren in viel zu vielen Phasen der Begegnung nicht im Spiel, standen speziell in der Defensive neben uns – meine beiden Torhüter haben mir heute echt leid getan.“

Im ersten Abschnitt führten die Grün-Gelben einzig beim 1:0 von Dragan Tubic (1.), ehe die Einschätzung von Pfannenschmidt deutlich auf dem Parkett zu erkennen war. Zu passiv in den defensiven Zweikämpfen, vorne oft zu drucklos. Dies bescherte der Eintracht in der 15. Minute einen 5:10-Rückstand. Diesen Vorsprung verteidigte die Mannschaft vom Bodensee bis zum 16:11 (27.) des überragenden Kreisläufer Chris Berchtenbreiter, der alle seine Wurfversuche verwandelte – oder einen Siebenmeter zugesprochen bekam.

Doch die kraftraubende Spielweise der HSG zeigte sich in den letzten Minuten der ersten Halbzeit, als sich ebenfalls Unsicherheiten und technische Fehler in das Spiel der Gäste einschlichen. Dies sorgte dafür, dass die Hausherren bis zum Pausentee auf drei Tore Rückstand verkürzen konnten.

Wer nach dem Seitenwechsel nun mit einem Feuerwerk und einer Aufholjagd des VfL gerechnet haben sollte, der sah sich zunächst getäuscht. Bis auf 20:14 (36.) zog die HSG davon, ehe Pfannenschmidt seine Farben zurück in die Partie peitschte. Die Triebfedern hierbei waren Mestrum und Bornemann. Der pfeilschnelle Linksaußen verwandelte zwölf seiner 13 Würfe während Bornemann ein ums andere Mal mit kraftvollen Einzelaktionen von der halbrechten Position zum Erfolg kam.

Beim 25:24 von Sören Kress erwachte auch das Publikum (48.), doch die Freude war zunächst kurz. Beim 28:27 von Max Schwarz hatte Konstanz die Führung wieder übernommen – und gab sie bis zum Siegtreffer von Dominik Waldhof zwei Sekunden vor dem Ende nicht mehr her. Zuvor hatten die beiden besten Konstanzer, Berchtenbreiter und Paul Kaletsch, zwei Zeitstrafen aus der Kategorie „berechtigt, aber vermeidbar“ kassiert und ihrem Team damit trotz ihrer tollen Vorstellung einen Bärendienst erwiesen.

Für die Gäste bedeutete die unglückliche Niederlage indes den beinahe sicheren Abstieg: Drei Spieltage vor dem Ende trennen die HSG sechs Zähler und ein schlechteres Torverhältnis vom rettenden Ufer.

Quelle: VfL Eintracht Hagen

Foto: Pisa

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